
"21. Oktober 2013, Sorayas Impuls, dass die Z'wölfa keine (D)rachen- sondern eine Ley-Line der La Lupa ist, die Praha mit dem Bodensee verbindet, begeistert mich", notierte ich einen Tag nachdem ich mit Donara und anderen TeilnehmerInnen die sich Ch. Weidners mystischer Stadtführung "Geheimes München" angeschlossen hatten, vor dem "Vierjahreszeiten", in dem nach dem 1. Weltkrieg der Thule-Geheimbund geboren wurde, in mein Tagebuch. Dass der Braunauer dem TGB angehörte ist eine wahrscheinliche Spekulation, dass ihn seine Vertrauten "Wolf" nannten, ist kein Geheimnis, ebenso seine Passion für "Germanische Mythologie", die im Vorfeld von Richard Wagner vertont wurde. Dem zu Ehren ließ der "volksnahe" Prinzregent von Max Littmann am Prinzregentenplatz in Anlehnung an das Bayereuther Festspielhaus ein Münchner "Prinzregenten-Theater" errichten. Die Idee stammt vom ertrunkenen Märchenkönig, welcher auf Wunsch des Nibelungen den Opernarchitekten Gottfried Semper mit einer Bauplanung beauftragt, die nie zur Ausführung kam. Das Wagner-Hirngespinst lag solange auf Eis bis Heilmann & Littmann die Bühne betraten und den ursprünglich am Isarhochufer geplanten Monumentalbau an der blaublütigen Aorta platzierten, die nach dem mächtigsten "Rosenfreilluminatorkreuzer", welcher im 19/20ten Jahrhunderts die Münchner Zirkel vernetzte bzw. deren Einflüsse wie ein Laserstrahl bündelte, benannt ist. Die nach außen als "Königshaus" getarnte abhörsichere Think-Tank-Zirkel, welcher bereits vor der Krönung des Nibelungenkönigs nach dem arischen Reinheitsgebot das Heil-Hitler-Elexier zusammenbraute, realisierte Schwarzmagie in höchster Vollendung, indem sie Ludwigs geisteskranken Bruder zu einer Voodoo-Puppe auserkor, die aus spiritueller Sicht als amtierendes Staatsoberhaupt für den Analogiezauber verantwortlich war. Sympathetische Magie beruht auf der Vorstellung, dass man mit etwas Ähnlichem, einem Abbild oder einem Symbol auf das einwirken kann, was mit diesem Abbild oder Symbol dargestellt wird. Schmerzen und Verletzungen, die z. B. einer Voodoo-Puppe zugefügt werden, sollen deren DoppelgängerIn treffen. In der jüdisch-christlichen Weltvorstellung heißt das "Erbsünde", schließlich werden nicht diejenigen zur Rechenschaft gezogen, die das Drehbuch für das "Dritte Reich" geschrieben haben, sondern jene Seelen, die nach dem Holocaust geboren wurden.

Die
einzige Regel, die mensch sich merken muss, sind nicht Milliarden
Paragraphen, die scheinbar das Naturgesetz außer Kraft setzen, sondern
die Superformel "Aktion = Re-Aktion" welche besagt, dass jeder
Schadenszauber am Ende den Urheber bzw. Erfinder trifft.
Voodoo-PriesterInnen wenden den Trick an, dass sie keiner Person,
sondern stellvertretemd für einen Geist (Loa) auf eine Puppe Einfluss
nehmen. Der Prinzregentzirkel zauberte stellvertretend bzw. analog für
König Otto, welcher seit der erzwungenen Abdankung seines Bruders (10.
Juni 1886) bis zu seinem Ableben (**11. Oktober 1916) offiziell die
bayerische Vajra-Krone trug. Da der entmündigte Bajra-König Otto
regierungsunfähig war, nahmen von 1886 bis 1912 dessen Onkel Luitpold und von 1912 bis 1913 sein Cousin Ludwig
stellvertretend die Staatsgeschäfte wahr, ohne dessen Titel und
protokollarische Ehren zu beanspruchen. Im buddhistischen Weltbild
symbolisiert der Vajra die unzerbrechliche Qualität von Diamanten,
die unzerstörbare Kraft eines Donnerkeils und die untrennbare Klarheit
eines Raumes, in dem u. a. Mikrochips hergestellt werden. Der
Bajra-Geist (griechische Schreibweise) steht für die
Undurchdringbarkeit, Unaufbrechbarkeit, Unteilbarkeit, Unzerstörbarkeit
usw. der buddhistischen Erleuchtung,
welche, seit Erfindung der Glühlampe, die Nacht zum Tag macht.
Allegorisch repräsentiert die Frau das Chaos, die Finsternis und das
schlechte Prinzip, das Dank E.ON oder RWE scheinbar außer Kraft
gesetzt wird. So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass Vajra-König
Otto nicht Märchenschlösser sondern Wasserkraftwerke errichten ließ, die
nicht aus der bankrotten Staatskasse bezahlt, sondern von
Privatinvestoren wie z. B. den Münchner Allianz-Rückversicherer Wilhelm
Finck, welcher mit dem salomonischen "Freimaurerfürsten" Jakob Heilmann
die Isarwerke GmbH (heute E.ON) gründete,
finanziert wurden. Privatisierung von Staatseigentum ist demzufolge
keine Erfindung der Hypo-Real-BayernLB-Estate, sondern ein "Mysterium"
welches bereits König Salomon verbal zu unermesslichen Reichtum
(griechisch: plutos) verhalf, den die legendäre Saba-Queen ihrem
Grabräuber als Mitgift überließ. Von diesem Nachlass ließ sich der
biblische Herrscher einen Tempel errichten, von dem, bis auf die
Klagemauer, nichts mehr erhalten ist nach der Devise "Wie gewonnen, so
zerronnen". Um bei der Inflation bzw. Weltfinanzkrise keine nassen Füße
zu bekommen wie Märchenkönig Ludwig lassen sich die Söhne von Salomons
Witwe (Balqis, Königin von Saba) eine Arche Noah (hebräisch: Ruhe)
bauen, die sich bei detaillierter Betrachtung als A.R.G.O entpuppt. In
der Argonauten-Saga wird Medea für das "Blutbad" verantwortlich gemacht,
in der biblischen Schöpfungsgeschichte ist Lilith die Übeltäterin, die,
das weiß ich aus eigener Erfahrung, seit Beginn der Wechseljahre nicht
mehr bereit ist, für andere zu bluten....

"Bluten" muss bzw. zur Ader gelassen wird auch das opferbereite Volk (griechisch: laos wie Laus), welches stellvertretend für den (stellvertretenden) König einen Krieg gewinnen muss über den Herakleia von Ephesos einst sagte: Polemos pantōn men patēr esti - Auseinandersetzung ist aller Dinge Vater, aller Dinge König, die einen erweist er als Götter, die andern als Menschen, die einen macht er zu Sklaven, die anderen zu Freien bzw. Freimaurer, die sich selbst nicht als freie Mauren sondern als "Söhne der Witwe" bezeichnen. Im Fall des Prinzregenten bekommt die "FM-Witwe" durch Therese von Sachsen-Hildburghausen ein zweites Gesicht, in dem diejenigen, die Allegorien zu deuten wissen, einiges herauslesen können, da die Patin der gleichnamigen Oktoberfestwiese die Gemahlin König Ludwigs I. ist, welchen die androgyne Lola Montez, die/der den bajuwarischen Erzgießern als Vorbild diente, zu Fall brachte. Der Prinzregentenpapa (Ludwig I.) hatte im Vorfeld keine Gelegenheit ausgelassen seine Gemahlin, der er nicht mal das Wasser reichen konnte, wenn er sich auf den Thron stellte, in der Öffentlichkeit zu erniedrigen. Die Außenwirkung hilt sich in Grenzen, andernfalls würde der Bräulöwe auf der Ludwigswiese stellvertretend für Millionen "Säuglinge" nicht nach der Mama brüllen. Es ist anzunehmen, dass die sächsische Theresidenz, welche am 26. Oktober 1854 an Cholera starb, ihren treulosen Gemahl mehr als einmal verfluchte, zumal er sich ihr gegenüber nicht so verschwenderisch zeigte, wie bei seinen Musen, die ihre Liebesgunst in Gold aufwiegen ließen. Frei nach der Devise, dass bellende Hunde nicht beißen, kommen mir angesichts alternder (>40) Playboys Zweifel, ob die in den Medien zur Schau gestellte Promiskuität der Realität entspricht. Der Umstand, dass weder Thronfolger noch Prinzregent, sondern der am 1. Juni 1815 im Schloss Mirabell zur Welt gekommene Prinz Otto Mamas Liebling war, könnte ein verschwiegener Hinweis sein, dass sich Mutter Therese auch nicht ans eheliche Treuegelübte hielt. Es heißt, dass Ludwigs Gemahlin zu jenen Prinzessinnen zählte, die Napoleon hätten heiraten sollen, welcher sich beim ottonischen Eisprung (8. September 1814 - Maria Geburt) eine "Auszeit" auf der Isola Elba gönnte. Rechnerisch fiel der erste Tag der letzten theresischen Periode von einem 28-Tage-Rhythmus ausgehend auf den 25. August. 31 Jahre nach Otto' Ovulation erblickte dessen Neffe, Kronzprinz Ludwig Otto Friedrich Wilhelm (25. August 1845) im Schloss Nymphenburg das Licht einer Welt, die dem bayerischen "Sonnenkönig" im Laufe seines Lebens immer unerträglicher wurde.
Ob der Gralskönig ein lupenreiner blauer Wittelsbacher ist, ist ebenfalls fraglich, da dessen eigensinnige Gebärmutter, statt im Goldkäfig zu verkümmern, lieber am Seil verwegener Bergsteiger hing, bevor sie nach der Geburt des Pseudo-Königs "Otto" gänzlich auf weitere Nachkommen verzichtete. Ottos gleichnamiger Lieblingsonkel könnte wiederum am Stammbaum von Freischütz-Komponist Carl Maria von Weber hängen, ein Vetter von Mozarts Gemahlin Constanze, der u. a. bei Thereses Klavierlehrer Unterricht nahm. Aus der Operettenperspektive wäre es durchaus denkbar, dass der in Salzburg geborene Lieblingsprinz, welcher die osmanischen Kanonen, aus denen u. a. der Kopf der Bavaria gegossen wurden, bergen und nach München exportieren ließ, ein geborener "Freischütz" ist. Unabhängig davon bekehrte sich Königin Therese, die (wer weiß das schon) der 40jährige TBC-Patient Carl Maria am 5. Juni 1826 in London zur "Witwe" machte, nicht wie ihre alpine Schwiegertochter zum Vatikan, sondern starb plötzlich und unerwartet in den Zeiten der Cholera als überzeugte Lutheranin. Aus diesem Grund fand das heidnische Begräbnis in Abwesenheit ihres abgedankten Gemahls statt. Sarkopharg einschließlich protestantischer Herzurne wurde zunächst in der Fürstengruft der Theatinerkirche zwischengelagert, bevor die sterblichen Überreste in der Benediktinerabtei St. Bonifaz ein neues Domizil fanden. Wer auf die absurde Idee kam Thereses Totenruhe zu stören, um der "Verbannten" anno 2002 verspätete Rehabilierung zu erteilen, indem man sie an die Seite eines Monarchen umbettete, der ihr zu Lebzeiten das Leben zur Hölle machte, wissen nur die Leichenschänder zu denen u. a. Altabt Odilo Lechner zählt. Ob sich "Odin" im Vorfeld die Erlaubnis von Mama Brigitte und Baron Samedi einholte wage ich zu bezweifeln, zumal die Wahl von dessen Nachfolger im folgenden Jahr alles andere als friedlich verlief. Der Umstand, dass der Prior von Andechs nicht wie erhofft 2003 zum Abt gekürt wurde, führte dazu, dass der Andechser Prior Anselm Bilgri den Ora-et-labora.Orden verließ und, ohne auf das Priesteramt zu verzichten, sich privatisierte.

"Geld unterliegt im Laufe unseres Lebens der Inflation, der Wert der Zeit dagegen steigt. Wer rechtzeitig umwechselt, gewinnt", lautet die Botschaft eines AB ohne "T", die aus der Denkfabrik von Christian Schütze stammt, welcher das Sprichwort "time is money" in einen Rohstoff wie Erdöl verwandelt. "Zeit heilt alle Wunden" heißt eine andere Redewendung die besagt, dass, sobald Gras über eine Sache gewachsen ist, die Ursache in Vergessenheit gerät. IrrTUM ist grammatikalisch männlich, jedenfalls würde ich als "Wittelsbacher-Seelsorger" nicht die Hand ins Feuer legen, dass die verspätete Rehabilitierung einer "Verb(r)annten" eine Absolution für diejenigen ist, die z. B. vom Nachlass der Bernauerin profitierten, deren Lebensuhr am 12. Oktober 1435 zu ticken aufhörte. Als Wiedergutmachung ließen die Raubmörder am Ort des Geschehens eine Totentanzkapelle errichten, in der die mutmaßliche Augsburger Baderstochter, die einen unstandesgemäßen Herzog (bajuwarisch: Zuagroasta) zum Manne nahm, u. a. die Mühlliesl zum frivolen 3/4-Takt auffordert. An dieser Stelle meldete sich Soraya zu Wort, um eine Viertelstunde über den Wiener Opernball zu schwärmen, bevor sie auf den Punkt kam und mir durch die Blume zu verstehen gab, dass Königin Therese an ihren Hochzeitstagen (°° 12. Oktober 1810) die Bernauerin heimsucht, um mit ihr den Brautwalzer einzustudieren. Auf meine neugierige Frage, woher sie das alles wisse, reagierte die Prinzessin zögerlich, doch als ich sie mit unserer Begegnung auf der Roseninsel konfrontierte, gab sie endlich zu in ihrem früheren Leben die Verlobte eines Märchenkönigs gewesen zu sein, mit dem sie bis dato eine Rechnung offen hätte. Die Art wie Soraya "Siebengestirn" die offene Rechnung betonte machte mich stutzig, jedenfalls bohrte ich solange nach, bis ich in der Straubinger Donau auftauchte und die Bernauerin, Hildburghauserin, Possenhofnerin und Isfahanerin auf einen Nenner brachte: P.e.r.s.e.p.h.o.n.e
Das einzige was mir Kopfzerbrechen machte war die Tatsache, dass Sophie in Bayern (22. Februar 1847) bei Thereses Beisetzung (26. Oktober 1854) bereits sieben Lenze zählte. Die Erklärung, dass es auch in der Renaissance "Frühchen" gibt, die solange in der Warteschleife verbleiben, bis der irdische Anschluss frei ist, leuchtete mir ein, jedenfalls lag ich mit meiner Vermutung, dass der Schah von Persien der wiedergeborene Märchenkönig ist, goldrichtig. In dem Zusammenhang fiel mir am 159ten Todestag der Theresidenz die ladinische F.a.n.e.s-Saga ein, die von einem Märchenprinzen namens Eye-de-Net erzählt, welcher aus dem Durani-Land in die Dolomiten kam, um die Amazonenkönigin Dolasilla und mit ihr das Fanesvolk ins Unglück zu stürzen. Eine ladinische Zeitgenossin, die nach menschlichem Ermessen viel zu früh ihren Platz räumen musste ist/wahr Anita Pichler, die mir mit dem Vorwort zu T.a.n.n.a aus der Seele spricht: Es sind Geschichten von der Zeit vor der Zeit und von einem Ort vor dem Ort, den sie benennen. Sie erzählen das Immergleiche, was alle Geschichten erzählen: sie erzählen vom Werden und vom Vergehen, von Erde, Wasser, Wind und Feuer. Sie erzählen von der Materie, der Urmutter Tanna. Nichts von dem was darin erzählt wird, kann bewiesen werden, doch aus allem zwinkert uns, winzig, etwas Wahres zu; wahr wie Hunger, Durst und Nahrung, wie Wasser und Angst, wie Zuneigung und Ablehnung, wie die Zeit, die kommt und kommt und dann vorbei sein wird.“
tanna2010.mythen
"Geschichten erzählen von einer Zeit bevor die Uhr erfunden wurde ist auch meine Passion", seufzte ich mit dem Gefühl in der richtigen Zeit am falschen Ort zu leben, andererseits wäre ich eine andere, wenn ich am 22. März 1956 in Meran auf die Welt gekommen wäre und an der Universtität Venezia Slawistik studiert hätte? Anita Pichler, die von 1978 bis 1982 in Ostberlin lebte, widmete ihre Doktorarbeit dem russischen Futurismusdichter Welimir Chlebnikow, der am 9. November 1885 im buddhistischen Kalmückien auf die Welt kam, um Mathematik, Naturwissenschaften, Sanskrit und Slawistik zu studieren. Rasputins dichtender Zeitgenosse ohne festen Wohnsitz (Käfig), übernahm in seiner Geisterwelt die Rolle eines Scheinwissenschaften praktizierenden Weltherrschers, welcher im Grenzbereich zwischen Mathematik und Poesie den Untergang des Zarenreiches, die Fortsetzung des Weltkrieges sowie die Entkolonialiserung Afrikas prophezeit und am 6. April 1897 als Zwölfjähriger folgendes Gedicht schrieb:
Als
Anita Pichler ihre Doktorarbeit über Boris Pasternaks Artgenossen
schrieb, ahnte sie nicht, dass sie 100 Jahre später auf den Tag genau
ihren attraktiven Käfig bzw. Körper verlassen wird. Es ist anzunehmen,
dass "Tanita" den Befreiungstag bewusst wählte, um nach einem erfüllten
Leben ihrem Krebsleiden ein Ende zu machen. Am 7. April 1997
wiederholte sich der Todestag meiner alleinerziehenden Mamanka, die
meinen Lebenstraum, Olympiasiegerin im Weitsprung zu werden "steinigte"
und mich statt ins Gymnasium in eine kaufmännische Realschule der Armen
Schulschwestern schickte, bei denen ich mich in drei Internatsjahren zu
einer Rebellin entwickelte, die versteinerte Denkmuster mit einem Satz
wie Erdnüsse knackt. Im Gegensatz zu Welimir Chlebnikow übernehme ich
nicht den Vorsitz in einer fiktiven Weltherrschaft sondern überlasse
dies Aufgabe den Naturkräften und jenen Ahngeistern, die mir genügend
Freiraum schenken bzw. denken, um schamanistische Geisterstunden
moderieren zu können. "Wie alle weibliche Rebellinnen, die sich nicht in
die patriarchale Schablonen zwängen lassen, musste ich eine Menge
Lehrgeld zahlen, bis ich dort angelangt bin, wo ich heute bin", knurrte
ich und schnappte mir die Blüte der Bemutterung, welche mich in der
letzten Aprilwoche 1997 in eine südfranzösischen
Strumpffabrikanten-Villa einlud. Fünf Wochen zuvor hatte ich mich mit
einem kurdischen Dichter vermählt, der in den Flitterwochen meine
damalige Busenfreundin Gudrun Camerloher schwängerte. Abidin Haußmann
ist war nicht der einzige, der einen Volltreffer bei einer "Verirrten"
landete, die auf unserem gemeinsamen Lebensweg von einem männlichen
Unheil in die nächste Katastrophe schlitterte. Höhepunkt der Tragödie
ist/wahr ein ehemaliger Unteroffizier, der sich nach der Entlassung aus
der Armee zum Physiotherapeuten ausbilden ließ. Unabhängig davon, dass
ich als Rebellin um informierte Männer einen großen Bogen mache, konnte
ich nicht verstehen, dass meine kreative Literaturexpertin sich für
einen "Bademeister" namens Artur begeistern konnte, der gelegentlich das
Telefonbuch benutzte. Die gemeinsame Schwangerschaft endete nach fünf
Monaten mittels Einschreiben, in dem der 35jährige Supermann der am
Boden zerstörten Schwägerin seines besten Freundes mitteilte, dass er
nach reiflicher Überlegung zum Entschluss gekommen sei, die Verlobung zu
beenden und die "Große Liebe" ihrem Schicksal zu überlassen.
Einige Jahre später, meine Patentochter ging bereits in die Schule,
verfasste ich nach dem Jahrtausendwechsel ein mehrseitiges
Kündigsschreiben, das unbeantwortet blieb. Unabhängig davon kutschierte
ich mit Lady Shamrock, die zwischen Millennium und meiner jordanischen
Hochzeitsreise auf der Strecke blieb, Ende April an Bozen vorbei, ohne
etwas von der Existenz einer Meranerin zu ahnen, die dem
Himalaya-Messner postum die Tanna-Saga schmackhaft machte, andernfalls
wäre mir die Königin der Crodere nicht in Begleitung von Donasilla an
Samhain 2010 im Schloss Sigmundskron begegnet...

"Und wie war's?, überfielen mich die Hirngespinste im Chor. "Wie soll was gewesen sein", erwiderte ich, um die Geister auf die Folter zu spannen. "Na die Begegnung mit Tara!" "Mir ist nicht die tibetische Schicksalsgöttin Tara sondern die steinerne Tanna begegnet", reagierte ich besserwischerisch, ohne zu achten, dass ich mich in der Geisterwelt auf dünnem Eis bewegte. "Tara...Tana - wo ist der Unterschied? "Buchstäblich". Soraya schüttelte den Kopf. "Das kann ein Übersetzungsfehler sein, schließlich lässt sich ein schlampig geschriebenes "r" durchaus mit einem "n" verwechseln. In diesem Moment kam mir der blaue Stein in den Sinn, der in der Fanes-Saga ebenfalls Rajeta heißt. Der Sage nach gelangt Dolasillas Widersacherin, die Zauberin Spina de Mul, welche einsame einsame Wandergesellen in Gestalt eines halbverwesten Maultiers verführt, in den Besitz der "Sorajeta". Im Kampf um den Zaubercristall geht der schwarzäugige Prinz aus dem Duraniland (Iran) als Sieger hervor, der den "Blauen Witwenmacher" Tannas Nachfolgerin zurückgibt. Dolasilla behält solange die Oberhand bis sich ihre weiße Aigis auf dem Schlachtfeld verdunkelt. Der gleichnamige mit dem Medusenhaupt verzierte Brustpanzer der Kriegsgöttin Pallas Athene steht für deren göttliche Macht. Es heißt, dass ein schreckliches Gewitter aufziehen würde, sobald Athene das Ziegenfell ausschütteln würde. Wenn Frau Holle ihre Federnbetten von Schwestern, die in den be'er (hebräisch: Brunnen) gefallen sind, schütteln lässt, fallen statt Daunen Schneeflocken auf die Erde. Die passen wiederum zur ladinischen Sage über die Schneekönigin Tanna, die im dänischen Märchen von Christian Andersen nur Sneedronningen heißt. Im Gegensatz zur Königin der Crodere (Steinmenschen), welche u. a. in der Glyptothek, im Vatikan, Louvre oder im Nymphenburger Park unzählige Besucher magisch anziehen, begibt sich die namenlose nordische Schneekönigin nicht zu den Irdischen, um sich in einen Menschensohn zu verlieben, sondern lockt hübsche Knaben in ihr Reich, indem sie den Schatzsuchern vorgaugelt, dass die glitzernde Steine auf ihrer flauschig weißen Daunendecke keine Eiskristalle sondern Diamanten sind. Der Spuk findet erst dann ein Ende, wenn es dem schneeblinden Schatzsucher gelingt, das Wort "Ewigkeit" zu schreiben. "In welcher Sprache?", unterbrach mich Condoleezza. "Vermutlich in Dänisch", rief ich aus der Pistole geschossen, um hinterher festzusellen, dass auch die englische Ewigkeit "ages" wie aigis heißt. "Ach", staunte ich und begnügte mich mit dem Gedanken, dass Frau Lot beim Anblick der Gorgone zu einer Salzsäule erstarrt ist. Der Gedanke bewirkte, dass ich an Argonaut Jorgos (Gorgone Georg) himmelblaue Augen denken musste, die dieser von seinem Vater, und jener von dessen ertrunkenem pateras in die Wiege gelegt bekam. "Dein griechischer Hochzeiter war der Sohn eines Mönchs?". Ich musste lachen. "Ρατερας heißt weder Pater noch Erdgeschosse (Parterre/auf der Erde) sondern Vater wie Papa". "Vielleicht war der ertrunkene Seemann der vaterlose Sohn eines Meteoramönches, welcher heimlich Damenbesuch erhielt", feixte Milena bis mir das Lachen verging, als ich an den Gemeindemissionar Pater Schmitt aus dem Redemptoristenkloster Gars denken musste, der, wenn er die Urlaubsvertretung des Yantsinger Kirchenfürsten machen durfte, mehr in unserer Geisterhausküche als im Pfarrhaus hockte. Diesbezüglich nachbarliche Anspielungen, die unter die Gürtellinie gingen, wehrte die lutherische Witwe ab, indem sie den primitiven Bauern, die beim Schachspiel nicht zum Zuge kamen, erklärte, dass der Seelsorger es sich zur Aufgabe gemacht hätte, sie zu missionieren. Bei solchen Gelegenheiten vergaß meine rebellische Alleinerziehende nie zu erwähnen, dass der Schmitt eher ein Protestant werden, bevor sie, Anka Haußmann, sich zum Katholizismus bekehren würde. Dass mich Condoleezza nachdenklich anstarrte, kam einer Unwetterwarnung gleich. "Na ja", sagte mein dunkles Jerusalem-Syndrom nach einer Weile, "angesichts deiner passionierten Seelsorgerei könntest du tatsächlich am Stammbaum des Redemptoristen hängen, dem der Neffe aus ersten Ehe ganz gelegen kam um diesem die unbefleckte Empfängnis in die Schuhe zu schieben.

"Bluten" muss bzw. zur Ader gelassen wird auch das opferbereite Volk (griechisch: laos wie Laus), welches stellvertretend für den (stellvertretenden) König einen Krieg gewinnen muss über den Herakleia von Ephesos einst sagte: Polemos pantōn men patēr esti - Auseinandersetzung ist aller Dinge Vater, aller Dinge König, die einen erweist er als Götter, die andern als Menschen, die einen macht er zu Sklaven, die anderen zu Freien bzw. Freimaurer, die sich selbst nicht als freie Mauren sondern als "Söhne der Witwe" bezeichnen. Im Fall des Prinzregenten bekommt die "FM-Witwe" durch Therese von Sachsen-Hildburghausen ein zweites Gesicht, in dem diejenigen, die Allegorien zu deuten wissen, einiges herauslesen können, da die Patin der gleichnamigen Oktoberfestwiese die Gemahlin König Ludwigs I. ist, welchen die androgyne Lola Montez, die/der den bajuwarischen Erzgießern als Vorbild diente, zu Fall brachte. Der Prinzregentenpapa (Ludwig I.) hatte im Vorfeld keine Gelegenheit ausgelassen seine Gemahlin, der er nicht mal das Wasser reichen konnte, wenn er sich auf den Thron stellte, in der Öffentlichkeit zu erniedrigen. Die Außenwirkung hilt sich in Grenzen, andernfalls würde der Bräulöwe auf der Ludwigswiese stellvertretend für Millionen "Säuglinge" nicht nach der Mama brüllen. Es ist anzunehmen, dass die sächsische Theresidenz, welche am 26. Oktober 1854 an Cholera starb, ihren treulosen Gemahl mehr als einmal verfluchte, zumal er sich ihr gegenüber nicht so verschwenderisch zeigte, wie bei seinen Musen, die ihre Liebesgunst in Gold aufwiegen ließen. Frei nach der Devise, dass bellende Hunde nicht beißen, kommen mir angesichts alternder (>40) Playboys Zweifel, ob die in den Medien zur Schau gestellte Promiskuität der Realität entspricht. Der Umstand, dass weder Thronfolger noch Prinzregent, sondern der am 1. Juni 1815 im Schloss Mirabell zur Welt gekommene Prinz Otto Mamas Liebling war, könnte ein verschwiegener Hinweis sein, dass sich Mutter Therese auch nicht ans eheliche Treuegelübte hielt. Es heißt, dass Ludwigs Gemahlin zu jenen Prinzessinnen zählte, die Napoleon hätten heiraten sollen, welcher sich beim ottonischen Eisprung (8. September 1814 - Maria Geburt) eine "Auszeit" auf der Isola Elba gönnte. Rechnerisch fiel der erste Tag der letzten theresischen Periode von einem 28-Tage-Rhythmus ausgehend auf den 25. August. 31 Jahre nach Otto' Ovulation erblickte dessen Neffe, Kronzprinz Ludwig Otto Friedrich Wilhelm (25. August 1845) im Schloss Nymphenburg das Licht einer Welt, die dem bayerischen "Sonnenkönig" im Laufe seines Lebens immer unerträglicher wurde.
Ob der Gralskönig ein lupenreiner blauer Wittelsbacher ist, ist ebenfalls fraglich, da dessen eigensinnige Gebärmutter, statt im Goldkäfig zu verkümmern, lieber am Seil verwegener Bergsteiger hing, bevor sie nach der Geburt des Pseudo-Königs "Otto" gänzlich auf weitere Nachkommen verzichtete. Ottos gleichnamiger Lieblingsonkel könnte wiederum am Stammbaum von Freischütz-Komponist Carl Maria von Weber hängen, ein Vetter von Mozarts Gemahlin Constanze, der u. a. bei Thereses Klavierlehrer Unterricht nahm. Aus der Operettenperspektive wäre es durchaus denkbar, dass der in Salzburg geborene Lieblingsprinz, welcher die osmanischen Kanonen, aus denen u. a. der Kopf der Bavaria gegossen wurden, bergen und nach München exportieren ließ, ein geborener "Freischütz" ist. Unabhängig davon bekehrte sich Königin Therese, die (wer weiß das schon) der 40jährige TBC-Patient Carl Maria am 5. Juni 1826 in London zur "Witwe" machte, nicht wie ihre alpine Schwiegertochter zum Vatikan, sondern starb plötzlich und unerwartet in den Zeiten der Cholera als überzeugte Lutheranin. Aus diesem Grund fand das heidnische Begräbnis in Abwesenheit ihres abgedankten Gemahls statt. Sarkopharg einschließlich protestantischer Herzurne wurde zunächst in der Fürstengruft der Theatinerkirche zwischengelagert, bevor die sterblichen Überreste in der Benediktinerabtei St. Bonifaz ein neues Domizil fanden. Wer auf die absurde Idee kam Thereses Totenruhe zu stören, um der "Verbannten" anno 2002 verspätete Rehabilierung zu erteilen, indem man sie an die Seite eines Monarchen umbettete, der ihr zu Lebzeiten das Leben zur Hölle machte, wissen nur die Leichenschänder zu denen u. a. Altabt Odilo Lechner zählt. Ob sich "Odin" im Vorfeld die Erlaubnis von Mama Brigitte und Baron Samedi einholte wage ich zu bezweifeln, zumal die Wahl von dessen Nachfolger im folgenden Jahr alles andere als friedlich verlief. Der Umstand, dass der Prior von Andechs nicht wie erhofft 2003 zum Abt gekürt wurde, führte dazu, dass der Andechser Prior Anselm Bilgri den Ora-et-labora.Orden verließ und, ohne auf das Priesteramt zu verzichten, sich privatisierte.

"Geld unterliegt im Laufe unseres Lebens der Inflation, der Wert der Zeit dagegen steigt. Wer rechtzeitig umwechselt, gewinnt", lautet die Botschaft eines AB ohne "T", die aus der Denkfabrik von Christian Schütze stammt, welcher das Sprichwort "time is money" in einen Rohstoff wie Erdöl verwandelt. "Zeit heilt alle Wunden" heißt eine andere Redewendung die besagt, dass, sobald Gras über eine Sache gewachsen ist, die Ursache in Vergessenheit gerät. IrrTUM ist grammatikalisch männlich, jedenfalls würde ich als "Wittelsbacher-Seelsorger" nicht die Hand ins Feuer legen, dass die verspätete Rehabilitierung einer "Verb(r)annten" eine Absolution für diejenigen ist, die z. B. vom Nachlass der Bernauerin profitierten, deren Lebensuhr am 12. Oktober 1435 zu ticken aufhörte. Als Wiedergutmachung ließen die Raubmörder am Ort des Geschehens eine Totentanzkapelle errichten, in der die mutmaßliche Augsburger Baderstochter, die einen unstandesgemäßen Herzog (bajuwarisch: Zuagroasta) zum Manne nahm, u. a. die Mühlliesl zum frivolen 3/4-Takt auffordert. An dieser Stelle meldete sich Soraya zu Wort, um eine Viertelstunde über den Wiener Opernball zu schwärmen, bevor sie auf den Punkt kam und mir durch die Blume zu verstehen gab, dass Königin Therese an ihren Hochzeitstagen (°° 12. Oktober 1810) die Bernauerin heimsucht, um mit ihr den Brautwalzer einzustudieren. Auf meine neugierige Frage, woher sie das alles wisse, reagierte die Prinzessin zögerlich, doch als ich sie mit unserer Begegnung auf der Roseninsel konfrontierte, gab sie endlich zu in ihrem früheren Leben die Verlobte eines Märchenkönigs gewesen zu sein, mit dem sie bis dato eine Rechnung offen hätte. Die Art wie Soraya "Siebengestirn" die offene Rechnung betonte machte mich stutzig, jedenfalls bohrte ich solange nach, bis ich in der Straubinger Donau auftauchte und die Bernauerin, Hildburghauserin, Possenhofnerin und Isfahanerin auf einen Nenner brachte: P.e.r.s.e.p.h.o.n.e
Das einzige was mir Kopfzerbrechen machte war die Tatsache, dass Sophie in Bayern (22. Februar 1847) bei Thereses Beisetzung (26. Oktober 1854) bereits sieben Lenze zählte. Die Erklärung, dass es auch in der Renaissance "Frühchen" gibt, die solange in der Warteschleife verbleiben, bis der irdische Anschluss frei ist, leuchtete mir ein, jedenfalls lag ich mit meiner Vermutung, dass der Schah von Persien der wiedergeborene Märchenkönig ist, goldrichtig. In dem Zusammenhang fiel mir am 159ten Todestag der Theresidenz die ladinische F.a.n.e.s-Saga ein, die von einem Märchenprinzen namens Eye-de-Net erzählt, welcher aus dem Durani-Land in die Dolomiten kam, um die Amazonenkönigin Dolasilla und mit ihr das Fanesvolk ins Unglück zu stürzen. Eine ladinische Zeitgenossin, die nach menschlichem Ermessen viel zu früh ihren Platz räumen musste ist/wahr Anita Pichler, die mir mit dem Vorwort zu T.a.n.n.a aus der Seele spricht: Es sind Geschichten von der Zeit vor der Zeit und von einem Ort vor dem Ort, den sie benennen. Sie erzählen das Immergleiche, was alle Geschichten erzählen: sie erzählen vom Werden und vom Vergehen, von Erde, Wasser, Wind und Feuer. Sie erzählen von der Materie, der Urmutter Tanna. Nichts von dem was darin erzählt wird, kann bewiesen werden, doch aus allem zwinkert uns, winzig, etwas Wahres zu; wahr wie Hunger, Durst und Nahrung, wie Wasser und Angst, wie Zuneigung und Ablehnung, wie die Zeit, die kommt und kommt und dann vorbei sein wird.“
tanna2010.mythen
"Geschichten erzählen von einer Zeit bevor die Uhr erfunden wurde ist auch meine Passion", seufzte ich mit dem Gefühl in der richtigen Zeit am falschen Ort zu leben, andererseits wäre ich eine andere, wenn ich am 22. März 1956 in Meran auf die Welt gekommen wäre und an der Universtität Venezia Slawistik studiert hätte? Anita Pichler, die von 1978 bis 1982 in Ostberlin lebte, widmete ihre Doktorarbeit dem russischen Futurismusdichter Welimir Chlebnikow, der am 9. November 1885 im buddhistischen Kalmückien auf die Welt kam, um Mathematik, Naturwissenschaften, Sanskrit und Slawistik zu studieren. Rasputins dichtender Zeitgenosse ohne festen Wohnsitz (Käfig), übernahm in seiner Geisterwelt die Rolle eines Scheinwissenschaften praktizierenden Weltherrschers, welcher im Grenzbereich zwischen Mathematik und Poesie den Untergang des Zarenreiches, die Fortsetzung des Weltkrieges sowie die Entkolonialiserung Afrikas prophezeit und am 6. April 1897 als Zwölfjähriger folgendes Gedicht schrieb:
Als
Anita Pichler ihre Doktorarbeit über Boris Pasternaks Artgenossen
schrieb, ahnte sie nicht, dass sie 100 Jahre später auf den Tag genau
ihren attraktiven Käfig bzw. Körper verlassen wird. Es ist anzunehmen,
dass "Tanita" den Befreiungstag bewusst wählte, um nach einem erfüllten
Leben ihrem Krebsleiden ein Ende zu machen. Am 7. April 1997
wiederholte sich der Todestag meiner alleinerziehenden Mamanka, die
meinen Lebenstraum, Olympiasiegerin im Weitsprung zu werden "steinigte"
und mich statt ins Gymnasium in eine kaufmännische Realschule der Armen
Schulschwestern schickte, bei denen ich mich in drei Internatsjahren zu
einer Rebellin entwickelte, die versteinerte Denkmuster mit einem Satz
wie Erdnüsse knackt. Im Gegensatz zu Welimir Chlebnikow übernehme ich
nicht den Vorsitz in einer fiktiven Weltherrschaft sondern überlasse
dies Aufgabe den Naturkräften und jenen Ahngeistern, die mir genügend
Freiraum schenken bzw. denken, um schamanistische Geisterstunden
moderieren zu können. "Wie alle weibliche Rebellinnen, die sich nicht in
die patriarchale Schablonen zwängen lassen, musste ich eine Menge
Lehrgeld zahlen, bis ich dort angelangt bin, wo ich heute bin", knurrte
ich und schnappte mir die Blüte der Bemutterung, welche mich in der
letzten Aprilwoche 1997 in eine südfranzösischen
Strumpffabrikanten-Villa einlud. Fünf Wochen zuvor hatte ich mich mit
einem kurdischen Dichter vermählt, der in den Flitterwochen meine
damalige Busenfreundin Gudrun Camerloher schwängerte. Abidin Haußmann
ist war nicht der einzige, der einen Volltreffer bei einer "Verirrten"
landete, die auf unserem gemeinsamen Lebensweg von einem männlichen
Unheil in die nächste Katastrophe schlitterte. Höhepunkt der Tragödie
ist/wahr ein ehemaliger Unteroffizier, der sich nach der Entlassung aus
der Armee zum Physiotherapeuten ausbilden ließ. Unabhängig davon, dass
ich als Rebellin um informierte Männer einen großen Bogen mache, konnte
ich nicht verstehen, dass meine kreative Literaturexpertin sich für
einen "Bademeister" namens Artur begeistern konnte, der gelegentlich das
Telefonbuch benutzte. Die gemeinsame Schwangerschaft endete nach fünf
Monaten mittels Einschreiben, in dem der 35jährige Supermann der am
Boden zerstörten Schwägerin seines besten Freundes mitteilte, dass er
nach reiflicher Überlegung zum Entschluss gekommen sei, die Verlobung zu
beenden und die "Große Liebe" ihrem Schicksal zu überlassen.
Einige Jahre später, meine Patentochter ging bereits in die Schule,
verfasste ich nach dem Jahrtausendwechsel ein mehrseitiges
Kündigsschreiben, das unbeantwortet blieb. Unabhängig davon kutschierte
ich mit Lady Shamrock, die zwischen Millennium und meiner jordanischen
Hochzeitsreise auf der Strecke blieb, Ende April an Bozen vorbei, ohne
etwas von der Existenz einer Meranerin zu ahnen, die dem
Himalaya-Messner postum die Tanna-Saga schmackhaft machte, andernfalls
wäre mir die Königin der Crodere nicht in Begleitung von Donasilla an
Samhain 2010 im Schloss Sigmundskron begegnet...
"Und wie war's?, überfielen mich die Hirngespinste im Chor. "Wie soll was gewesen sein", erwiderte ich, um die Geister auf die Folter zu spannen. "Na die Begegnung mit Tara!" "Mir ist nicht die tibetische Schicksalsgöttin Tara sondern die steinerne Tanna begegnet", reagierte ich besserwischerisch, ohne zu achten, dass ich mich in der Geisterwelt auf dünnem Eis bewegte. "Tara...Tana - wo ist der Unterschied? "Buchstäblich". Soraya schüttelte den Kopf. "Das kann ein Übersetzungsfehler sein, schließlich lässt sich ein schlampig geschriebenes "r" durchaus mit einem "n" verwechseln. In diesem Moment kam mir der blaue Stein in den Sinn, der in der Fanes-Saga ebenfalls Rajeta heißt. Der Sage nach gelangt Dolasillas Widersacherin, die Zauberin Spina de Mul, welche einsame einsame Wandergesellen in Gestalt eines halbverwesten Maultiers verführt, in den Besitz der "Sorajeta". Im Kampf um den Zaubercristall geht der schwarzäugige Prinz aus dem Duraniland (Iran) als Sieger hervor, der den "Blauen Witwenmacher" Tannas Nachfolgerin zurückgibt. Dolasilla behält solange die Oberhand bis sich ihre weiße Aigis auf dem Schlachtfeld verdunkelt. Der gleichnamige mit dem Medusenhaupt verzierte Brustpanzer der Kriegsgöttin Pallas Athene steht für deren göttliche Macht. Es heißt, dass ein schreckliches Gewitter aufziehen würde, sobald Athene das Ziegenfell ausschütteln würde. Wenn Frau Holle ihre Federnbetten von Schwestern, die in den be'er (hebräisch: Brunnen) gefallen sind, schütteln lässt, fallen statt Daunen Schneeflocken auf die Erde. Die passen wiederum zur ladinischen Sage über die Schneekönigin Tanna, die im dänischen Märchen von Christian Andersen nur Sneedronningen heißt. Im Gegensatz zur Königin der Crodere (Steinmenschen), welche u. a. in der Glyptothek, im Vatikan, Louvre oder im Nymphenburger Park unzählige Besucher magisch anziehen, begibt sich die namenlose nordische Schneekönigin nicht zu den Irdischen, um sich in einen Menschensohn zu verlieben, sondern lockt hübsche Knaben in ihr Reich, indem sie den Schatzsuchern vorgaugelt, dass die glitzernde Steine auf ihrer flauschig weißen Daunendecke keine Eiskristalle sondern Diamanten sind. Der Spuk findet erst dann ein Ende, wenn es dem schneeblinden Schatzsucher gelingt, das Wort "Ewigkeit" zu schreiben. "In welcher Sprache?", unterbrach mich Condoleezza. "Vermutlich in Dänisch", rief ich aus der Pistole geschossen, um hinterher festzusellen, dass auch die englische Ewigkeit "ages" wie aigis heißt. "Ach", staunte ich und begnügte mich mit dem Gedanken, dass Frau Lot beim Anblick der Gorgone zu einer Salzsäule erstarrt ist. Der Gedanke bewirkte, dass ich an Argonaut Jorgos (Gorgone Georg) himmelblaue Augen denken musste, die dieser von seinem Vater, und jener von dessen ertrunkenem pateras in die Wiege gelegt bekam. "Dein griechischer Hochzeiter war der Sohn eines Mönchs?". Ich musste lachen. "Ρατερας heißt weder Pater noch Erdgeschosse (Parterre/auf der Erde) sondern Vater wie Papa". "Vielleicht war der ertrunkene Seemann der vaterlose Sohn eines Meteoramönches, welcher heimlich Damenbesuch erhielt", feixte Milena bis mir das Lachen verging, als ich an den Gemeindemissionar Pater Schmitt aus dem Redemptoristenkloster Gars denken musste, der, wenn er die Urlaubsvertretung des Yantsinger Kirchenfürsten machen durfte, mehr in unserer Geisterhausküche als im Pfarrhaus hockte. Diesbezüglich nachbarliche Anspielungen, die unter die Gürtellinie gingen, wehrte die lutherische Witwe ab, indem sie den primitiven Bauern, die beim Schachspiel nicht zum Zuge kamen, erklärte, dass der Seelsorger es sich zur Aufgabe gemacht hätte, sie zu missionieren. Bei solchen Gelegenheiten vergaß meine rebellische Alleinerziehende nie zu erwähnen, dass der Schmitt eher ein Protestant werden, bevor sie, Anka Haußmann, sich zum Katholizismus bekehren würde. Dass mich Condoleezza nachdenklich anstarrte, kam einer Unwetterwarnung gleich. "Na ja", sagte mein dunkles Jerusalem-Syndrom nach einer Weile, "angesichts deiner passionierten Seelsorgerei könntest du tatsächlich am Stammbaum des Redemptoristen hängen, dem der Neffe aus ersten Ehe ganz gelegen kam um diesem die unbefleckte Empfängnis in die Schuhe zu schieben.
"26/27. Oktober
2013 - Condoleezzas undenkbarer Gedanke, dass Pater Schmitt meine
13jährige Gebärmutter geschwängert haben könnte, fühlt sich authentisch
an", notierte ich, die Postbushaltestelle "Gars/Inn" in der Elisenstraße
vor Augen, in mein Tagebuch und lenkte meine Gedanken die (Z)wölfer
"flussabwärts, um zwischen Haag und Rattenkirchen in Richtung Inntal
abzubiegen. Dort wurde ich von einer rotzüngelnden grünen Inn-Schlange
empfangen, die mir erklärt, dass der schwarze "Löwe" im Yantsinger und
Rattenkirchner Wappen kein Black Panther sondern ein Wolf sei und die
von Herzog Tassilo III. gegründete "Cella Garoz", welche bis zur
napoleonischen Sekularisation zum Bistum Salzburg gehörte, der SS. Maria
sowie Radegundis geweiht ist. "SS-Maria", rief ich erschrocken. Die
grüne Schlange, die mir zum ersten Mal Anfang September 2003 unterhalb
der Südtiroler Wallfahrtskirche St. Verena am Wegesrand erschienen ist,
lächelte geheimnisvoll bevor sie mir ohne Überheblichkeit erklärte, dass
SS nicht nur die Abkürzung von Schutzstaffel sei, wenngleich die
Sanctis eine himmliche Schutzmacht sind. "SS steht z. B. für Sacra
Scriptura (Heilige Schrift), SommerSemester, SonderSchule oder
SchwangerSchaft". "Ach", rief ich verwundert und erklärte der "Grünen",
dass ich nach Gars gekommen sei, um einen Schwangerschaftstest zu
machen. "Bist du nicht schon in den Wechseljahren?". Es dauerte eine
Weile bis ich dem Garser Wappentier meine Vita anvertraute, die zuletzt
bei Radegundis - sorry - Redemptoristen-Pater Schmitt hängen blieb. Die
Schlange überlegte kurz: "Ich kenne einen Tenor namens Joseph Schmidt,
aber der kommt für eine mögliche Vaterschaft nicht in Frage, weil dieser
am 16. November 1942 im Schweizer Internierungslager Girenbad an
Herzversagen starb - allerdings unter Umständen, die nicht ganz koscher
sind". "Nicht koscher?". "Nicht koscher" wiederholte die Schlange und
erzahlte mir, dass der in der Bukowina orthodoxe Jude, welcher in Berlin
Gesang studierte, nach der Premiere seiner Filmbiographie "Ein Lied
geht um die Welt" seine Koffer packte. Die Odyssee führte von Wien über
Palästina nach New York, wo der Stern am Opernhimmel am 7. März 1937 in
der Carnegie Hall debürtierte. Warum Joseph Schmidt nach Europa
zurückkehrte wissen die Geister, die ihn 1938 auf die Idee brachten nach
Austria zu flüchten. Von dort ging es nach Belgien und von da im
November 1940 nach Frankreich, wo der Emigrant in La Bourboule
zwangsinterniert wurde. Im September 1942 gelang ihm nach diversen
gescheiterten Versuchen die Flucht in die Schweiz, wo er bis zur Klärung
seines Falles in Girenbad interniert wurde. Eine Halsentzündung führte
schließlich zum Herztod eines Mannes, der durchaus nach seiner
"Beerdigung" im Freiburger Kloster Matran Zuflucht gefunden haben
könnte. "Kloster Matran", wiederholte ich verwundert und erzählte der
grünen Schlange vom Schicksal der Hirsemühlenhündin Madra, die,
stellvertretend für ihren Lieblingssohn Merlin, Ende Februar 2007 einen
Giftköder verschluckte. "Hirsemühle in Mühldorf?" Ich schüttelte den
Kopf: "Am Gunthersteig zwischen Niederaltaich..." "und dem Panzinger
Feng Shui-Gelände...?" "Woher..." "Einfältiges Menschenkind, gegen die
Vernetzung der Wasserschlangen ist das sogenannte "Soziale Netzwerk" ein
alter Hut", schmunzelte die grüne Schlange und gestattete mir, sie mit
ihrem Rufnamen anzusprechen: "Du kannst Mamba zu mir sagen!"
"M.a.m.b.a", krächzte ich und wich drei Schlangenlängen zurück,
schließlich wirkt der Venenbiss besagter Giftnatter binnen Minuten
tödlich. "Na gut, wenn dir Mamba nicht gefällt, dann kannst du mich Garcia
nennen". "Geborene Nasi?" "Die Schlange verfärbte sich leicht rosarot.
"Woher...?" "Aus dem sozialen Netzwerk", grinste ich und stellte DOÑA GRACIA MENDES
sogleich die Frage, ob es wahr sei, dass die Venezianer ihren
Lieblingsneffen, Joseph Nasi, zwischen den Markus-Platz-Säulen
aufknüpfen wollten. "Si", erwiderte die grüne Mamba und schimpfte wie
ein Rohrspatz auf den vermeintlichen "Neffen", der sie einst um ihre
Mitgift geprellt hat. "Deinem Gift zufolge war das sicher kein Almosen",
reagierte ich verständnisvoll, bevor es ans Eingemachte ging. "Weißt
du, dass sich auf dem Marsplatz ein unsichtbarer Salomonischer Tempel
befindet?" "Ich habe mir schon gedacht, dass die beiden veneziansischen
Säulen nicht Theodor und Markus sondern Jachin und Boras heißen". "Auch,
aber ich spreche vom M.a.r.s.p.l.a.t.z. - Zirkus Krone, do you
remember?".
"Ach",
reagierte ich und verwandelte die Sembachs in jenen Semptbach, welcher
vor der Yantsinger Wallfahrtskirche aus der Erde quillt, um sich in die
Isar zu ergießen. "Kannst du dich an die Frieda Sembach erinnern".
Logisch, die Elefantenfrau ist mir unvergesslich geblieben, ebenso der
Clown, die Scheibletten-Käsebrote und die Orangen, die es in der Pause
gab". "Die Frieda ist eine Ur-ur-Enkeltochter des Magiers Jacob Philadelphia,
der eigentlich Meyer hieß". Ich schluckte: "Jacob Meyer?" "Yes!".
"Jacob Meyer hieß der verdammte Malermeister, der mich vor meinem ersten
Eisprung missbraucht hat - der Teufel soll ihn holen!". Die grüne Mamba
machte ein nachdenkliches Gesicht: "Soviel ich weiß, steckt er seit
seinem Ableben bis zu den Augenbrauen in einer Nitroverdünnung".
"Befriedigendes Ende für einen Kinderficker", dachte ich gnadenlos und
konzentrierte mich auf philadelphischen Urahnen der Elefantendomina,
welche am 2. November 1995 in Starnberg starb. Es heißt, dass der am 14.
August 1735 in Philadelphia geborene "Jacobmeyer" vor seiner Rückkehr
nach Europa ein Rosenkreutzschüler gewesen sein soll, der u. a. auf
Goethe und Schiller Eindruck machte. Anfang Januar tauchte der Magier in
Göttingen auf, wo er von dem Mathematiker Georg Christoph Lichtenberg
derart bloßgestellt wurde, dass er die Stadt ohne Vorführung verließ.
Vier Wochen später stürzte der Turm der Göttinger Nikolai-Kirche ein. Ob
der Ur-Urgroßvater der Frieda-Sembach-Krone nachgeholfen hat, bleibt
sein Geheimnis, dass die Rosenkreutzer mit den Salomonischen Logenbrüder
auf einen Nenner gebracht werden, ist u. a. dem Prinzregenten zu
verdanken, nach dem ein Münchner Teilstück der (Z)wölfer benannt ist.
"Gratuliere - eine Dendroaspis viridis ohne
Maulkorb als Haustier sorgt garantiert für tödlichen Nervenkitzel",
knurrte Condoleezza, die in ihrer Funktion als Außenministerin den
Beinamen "Kobra" erhielt. "Hast du Halluzinationen, besagte "Grüne
Schlange" ist ein Secondhandwollschal aus der Türken...". Binnen
Sekunden tropfte mir der Schweiß aus dem Haaransatz. "Und jetzt?" Wie
erstarrt stand ich da und wagte nicht zu atmen. "Ohne Serum, no chance".
"Vielleicht kann eine der mutmaßlichen Gedankenleserinnen so freundlich
sein und im Hellabrunner Terrarium nach einer Gebrauchsanweisung
fragen!?" "Jetzt mach dir nicht ins Hemd, ich bin's Garcia, das
Totemtier der Klostergemeinde Gars, die bis zur Säkularisation zum
Bistum Salzburg gehörte!", zischte mir die Grüne ins Ohr, die
theoretisch weniger giftig wie ihre schwarze Schwester aber denoch
tödlich ist. "Na gut", seufzte ich schweißgebadet in einer schier
aussichtslosen Situation dem Tode geweiht und machte Garcia die anderen
Hirngespinsten bekannt, denen ich dreimal erklären musste, dass die
Nachfahrin derjenigen, die vom Herrgott verflucht worden ist auf dem
Bauch zu kriechen, es für möglich hält, dass der "Tenor" Joseph Schmidt
mein Samenspender sein könnte. "Sorry", knurrte Condoleezza, die vor
ihrer Politkarriere Konzertpianistin werden wollte, dominant, "der ist,
dafür lege ich die Hand ins Feuer, im November 1942 in einem Schweizer
Internierungslager gestorben!". "Pass auf, dass du dir nicht deine
manikürten Fingerchen verbrennst", züngelte Garcia, die mich in der
Funktion an die Lordkanzler-Schlange Sir Hiss aus dem Zeichentrickfilm
"Robin Hood" erinnerte und fragte die Ex-Bush-Außenministerin, ob sie
Schmidts Leichnam identifiziert hätte.
"1 : 0 für die Drach..." "Das süffisante Grinsen verging mir in dem Augenblick, als mir nach den freud'schen Versprecher siedendheiß einfiel, dass es mythologisch gesehen zwischen Drachen und Schlangen keinen Unterschied gibt. "Garcia, darf ich dich etwas fragen?" "Nur zu mein Kind, fragen kostet nichts, höchstens dein Leben!" Der Knödel, der mir im Hals stecken blieb, war mindestens so groß wie ein Fußball, deshalb wählte ich einen Umweg über die Wappenbeschreibung der Marktgemeinde Gars am Inn, in der die "Grüne" als Wasserschlange (Ringennatter) beschrieben ist, die auf die Lage des Ortes hinweisen soll. Wenn Garcia eine harmlose Ringelnatter wäre, müsste ich mir über meine Kurzlebigkeit keine Gedanken machen, aber mit einer Grünen Mamba, die mir wie ein Strickschal um den Hals hing, konnte von Harmlosigkeit keine Rede sein. "Mich mit einer Natrix natrix zu verwechseln, kann tödlich sein", erwiderte Garcia und gab mir den Tipp, die Argonautin Mendea nut der portugiesischen Zwölf zu verknüpfen. Zunächst verstand ich Garser Bahnhof, welcher auf der Strecke Mühldorf - Rosenheim liegt, welche zehn Jahre und 13 Tage vor dem mysteriösen Tod des Märchenkönigs eröffnet wurde, doch dann half mir El Star Gada auf die Sprünge, indem sie mich erinnerte, dass die "Retterin des jüdischen Volkes" keinen Arid sondern einen Bankier namens Francisco Mendes wie Men + doze (portugiesisch: Z'wölf) geheiratet hatte. Als Gracia Nasi-Mendes acht Jahre nach der lukrativen Hochzeitsnacht verwitwete, zog sie zu ihrem Schwager Diogo Mendes (jüdisch: Meir Benviste) nach Antwerpen, der die 33jährige Schwägerin sechs Jahre später zur Alleinerbin kürte. "Ach", staunte ich theatralisch: "Die steinreichen Gebrüder Mendes sind vermutlich von einer giftigen Matrix gebissen worden?" "Den bissigen Mutterwitz hat sie von mir", kicherte Garcia und gab zu verstehen, dass sie den Inn verkörpern, aber in Union mit der Z'Wölfin die 12er repräsentieren würde. "Ich hatte also recht mit der Annahme, dass...". "Nicht ganz, schließlich hast du neulich in dein Tagebuch notiert, dass die Bundesstraße 12 keine Drachen-Ley-Line sondern die Heilige Highway der La Lupa sei". "Wie hätte ich ahnen können, dass ihr euch eine Hauptschlagader teilt?" Wir teilen nicht, mein Kind, ich verkörpere die kaltblütige Vene, La Lupa, Begleittier der Jagdgöttin Diana, ist für die Arterie zuständig." "Und warum bist du grün und nicht blau?" "Erstens trinke ich nie, wenn ich am Steuer sitzte, zweitens verkörpere ich nicht die blaue Donau sondern den grünen Inn, welcher St. Moritz mit Passau verbindet". "Mit Sankt Moritz!?" Garcia nickte stolz. "Mein Geburtsname ist S.e.l.a - wie das gleichnamige Joch. Als Sela passiere ich den Silvaplaner- und St. Moritzersee bevor ich mich bei Samedan mit der Flaz paare und mich als En (keltisch: Wasser) in die Nibelungenstadt Passau schlängle, wo wir uns in die Donau ergießen". "Das bedeutet, dass du die Matrone bzw. die Urmutter der seligen Saligen bist, von denen es heißt, dass sie einer/einem Wohlstand bescheren, solange sich die Begünstigten an die Spielregeln der Natrix halten?" "Ach ich hab's gewusst, dass an dir weder Hopfen noch Malz verloren ist", murmelte die "Grüne" und offenbarte mir, dass mich die Wölfin abgeschrieben hätte, wenn ihr nicht das "zufällige" Deja-Voodoo mit Argonaut Jorgos, welcher das Rotkäppchen aus dem Dornröschenschlaf weckte, eingefallen wäre.
"1 : 0 für die Drach..." "Das süffisante Grinsen verging mir in dem Augenblick, als mir nach den freud'schen Versprecher siedendheiß einfiel, dass es mythologisch gesehen zwischen Drachen und Schlangen keinen Unterschied gibt. "Garcia, darf ich dich etwas fragen?" "Nur zu mein Kind, fragen kostet nichts, höchstens dein Leben!" Der Knödel, der mir im Hals stecken blieb, war mindestens so groß wie ein Fußball, deshalb wählte ich einen Umweg über die Wappenbeschreibung der Marktgemeinde Gars am Inn, in der die "Grüne" als Wasserschlange (Ringennatter) beschrieben ist, die auf die Lage des Ortes hinweisen soll. Wenn Garcia eine harmlose Ringelnatter wäre, müsste ich mir über meine Kurzlebigkeit keine Gedanken machen, aber mit einer Grünen Mamba, die mir wie ein Strickschal um den Hals hing, konnte von Harmlosigkeit keine Rede sein. "Mich mit einer Natrix natrix zu verwechseln, kann tödlich sein", erwiderte Garcia und gab mir den Tipp, die Argonautin Mendea nut der portugiesischen Zwölf zu verknüpfen. Zunächst verstand ich Garser Bahnhof, welcher auf der Strecke Mühldorf - Rosenheim liegt, welche zehn Jahre und 13 Tage vor dem mysteriösen Tod des Märchenkönigs eröffnet wurde, doch dann half mir El Star Gada auf die Sprünge, indem sie mich erinnerte, dass die "Retterin des jüdischen Volkes" keinen Arid sondern einen Bankier namens Francisco Mendes wie Men + doze (portugiesisch: Z'wölf) geheiratet hatte. Als Gracia Nasi-Mendes acht Jahre nach der lukrativen Hochzeitsnacht verwitwete, zog sie zu ihrem Schwager Diogo Mendes (jüdisch: Meir Benviste) nach Antwerpen, der die 33jährige Schwägerin sechs Jahre später zur Alleinerbin kürte. "Ach", staunte ich theatralisch: "Die steinreichen Gebrüder Mendes sind vermutlich von einer giftigen Matrix gebissen worden?" "Den bissigen Mutterwitz hat sie von mir", kicherte Garcia und gab zu verstehen, dass sie den Inn verkörpern, aber in Union mit der Z'Wölfin die 12er repräsentieren würde. "Ich hatte also recht mit der Annahme, dass...". "Nicht ganz, schließlich hast du neulich in dein Tagebuch notiert, dass die Bundesstraße 12 keine Drachen-Ley-Line sondern die Heilige Highway der La Lupa sei". "Wie hätte ich ahnen können, dass ihr euch eine Hauptschlagader teilt?" Wir teilen nicht, mein Kind, ich verkörpere die kaltblütige Vene, La Lupa, Begleittier der Jagdgöttin Diana, ist für die Arterie zuständig." "Und warum bist du grün und nicht blau?" "Erstens trinke ich nie, wenn ich am Steuer sitzte, zweitens verkörpere ich nicht die blaue Donau sondern den grünen Inn, welcher St. Moritz mit Passau verbindet". "Mit Sankt Moritz!?" Garcia nickte stolz. "Mein Geburtsname ist S.e.l.a - wie das gleichnamige Joch. Als Sela passiere ich den Silvaplaner- und St. Moritzersee bevor ich mich bei Samedan mit der Flaz paare und mich als En (keltisch: Wasser) in die Nibelungenstadt Passau schlängle, wo wir uns in die Donau ergießen". "Das bedeutet, dass du die Matrone bzw. die Urmutter der seligen Saligen bist, von denen es heißt, dass sie einer/einem Wohlstand bescheren, solange sich die Begünstigten an die Spielregeln der Natrix halten?" "Ach ich hab's gewusst, dass an dir weder Hopfen noch Malz verloren ist", murmelte die "Grüne" und offenbarte mir, dass mich die Wölfin abgeschrieben hätte, wenn ihr nicht das "zufällige" Deja-Voodoo mit Argonaut Jorgos, welcher das Rotkäppchen aus dem Dornröschenschlaf weckte, eingefallen wäre.
"Du
hast dafür gesorgt, dass ich in den Januarraunächten 1990 auf die
Schnapsidee kam, mit Klaus Regensburger ins Cafe Chaos zu gehen?"
"Selbstverständlich - es war fünf vor Z'wölf und du irrtest wie ein
dementes Schaf durchs Leben, ohne dessen Sinn zu verstehen". Apropos
Jorgos - ich muss euch schnell einen Pay-TV-Joke erzählen, den ich bei
"Sex feet under" gesehen habe. Bei einem Treffen zweier Ex-Lover will
der männliche Part von ihr wissen, ob sie ihn in guter Erinnerung hat.
Oh ja, dein Penis ist großartig gewesen, das Problem daran ist, dass du
an ihm hängst". "Spinnst du - mir platzt gleich die Oberhaupt", stöhnte
die Grüne, bevor mir fiel die Zwetschenessenz in den Sinn kam, in der
sich jener hellenische Prinz konzentrierte, der mich an meinem 34ten
Geburtstag aus dem D-Schlaf weckte. "Kannst du mal halten", knurrte ich
und steckte Garcia die Blüte der Bemutterung ins Maul, um mir den
Sliwowitz beidhändig vorknüpfen zu können. "Wasch scholl ich mit 'nem
leeren Pfandfläschchen - ich bin doch kein Flaschenrecyclingbehälter?",
maulte die Grüne. "Wieso leer?". "Ich weiß nicht wie ich es dir sagen
soll", reagierte Hillary verlegen, "aber Feuerlilie, Klee und Zwetschge
sind auf dem Weg nach Großlappen um nach der Ackerwitwe zu suchen.
"Einen kleinen Schluck...". "N.E.I.N und nochmals N.E.I.N!"
"Ich würde in dieser heiklen Situation barmherzige Vogelmiere, die den
nächsten Schritt vorgebende wilde Margerite oder Wegwarte, die Blüte der
bedinungslosen Liebe, empfehlen", hörte ich Garcia sagen, nachdem sie das leere Kleeblütenfläschchen wie einen Kirschkern ausgespuckt hatte.
"Ist D.I.E auch da?" "Wer ist die?" "Mit
"DIE" meine ich weder Prinzessin Diana noch Frau Todt, sondern Eva
Maria von Kuehn, geb. Weglager, die jene "Barmherzigkeit" verkörpert,
welche in meiner Sammlung unter der Kategorie "Scheinheiligkeit"
abgelegt wird". "Aber die Evi..." Hätte Alice Edelbauer die
Scheinheilige nicht in Schutz genommen, hätte ich an meinem 7. Sinn
gezweifelt, so aber bekam ich den Spielball direkt vor die Füße.
"...ist eine hinterfotzige Vatertochter, die um ihren Vorteil willen
über Leichen geht". "Momentmal - du hast ihr doch den Lenz...". "Da gab
es nichts zum Ausspannen, da zu dem Zeitpunkt noch nichts eingespannt
war, andernfalls hätte sich dein Sohn nicht auf den ersten Blick in den
Rückspiegel in mich verliebt". Der Weglager-Blog "Flowers on the table for four",
in dem mich die Offiziersgattin, die ihre "Große Liebe" mit keiner
Silbe erwähnt, als unsportlich bezeichnet, obwohl ich im Gegensatz zu
ihr mit einem Fuß im Olympiakader stand, gab mir den Rest. "Du kannst
doch nicht einer den Krieg erklären, nur weil sie dich als schwerfällig
hinstellt?" Ich holte tief Luft: "Heutzutage bin ich übergewichtig und
unsportlich, bevor ich ins Klosterinterant kam, war ich es nicht. Im
Gegenteil, nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft kam ein Talentscout
ins Geisterhaus, um mit meiner Alleinerziehenden über meine
leichtathletische Zukunft zu verhandeln. Die hätten alles bezahlt:
Sportinternat, Teilnahme an den Wettkämpfen, Ausrüstung, doch die Alte
sagte niet". Ich machte eine kurze Denkpause bevor ich die Essenz Nr. 41
aus einem Karton lupfte, in dem vier Fläschchen fehlten. "Der
lateinische Vogel heißt aves und die Wahrscheinlichkeit, dass die BSE
(barmherzige Schwester Eva) im Gefolge der Ackerwitwe auftaucht, ist
ziemlich wahrscheinlich", brummte ich. "Bist du zur späten Einsicht
gelangt, dass dir ein Schluck Barmherzigkeit nicht schaden könnte",
konterte Alice und ließ die nächste Bombe platzen. "Weißt du, dass die
Weglager Evi Lokalpolitikerin geworden ist". "Lass mich raten: NPD
oder CSU. Ich persönlich tippe auf die christliche Sozialpartei mit
nationaldemokratischer Gesinnung nach der Devise "Lieber Maria statt Scharia". "Von wegen, die stellvertretende USC-Ortsvorsitzende hat sich das Albert-Schweizer-Motto "Du lebst nicht alleine auf der Welt. Du teilst sie mit Deinen Brüdern"
auf die Fahne geschrieben. "Hätte mich auch gewundert, wenn die BSE
unsere Welt nicht an die Waffenbrüdern verteilen würde", knurrte ich und
stellte das "Unkraut" unsanft in ein Sortiment zurück, dem vier
Essenzen fehlten: "Ehrlich? - weibliche Herrenmenschen sind mir ein
Graus". "Neidisch?" Im ersten Moment war ich nicht sicher, ob es sich
bei der Vogelmieren-Stimme um die stellvertretende Yantsinger
Unionsvorsitzende handelte oder um deren bigotte Großmutter, die sich
mit dem Reichenhaller Reichsbahnhofsvorsteher, welcher wie seine
NSDAP-Vorbilder eine pädophile Schwäche für Kindfrauen hatte, in jungen
Jahren einmal fortpflanzte. In dem Augenblick kam mir in den Sinn, dass
ich ein halbes Jahr bevor "Baron Samedi" meinen Weg kreuzte, mit der
Weglager nach Berchtesgaden kutschierte, um den "Seelenstein" ihrer
mütterlichen Großmutter am Malerwinkel im Königsee zu versenken. "Was
zum Teufel ist ein Seelenstein?", unterbrach mich Condoleezza. "Ein
mobiler Geisterwohnort", antwortete ich und empfahl den Unwissenden
meinen Blog "Brandneu", den bis auf Verfassungsschutz, BND, MOSSAD und
NSA kein Mensch interessiert, da meine geistreichen Gedankenspiele
irdischen Zeitgenossinnen zu kompliziert sind.
Fortsetzung folgt....
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