"Wie oft wurde ich von meiner Alleinerziehenden als Hure beschimpft", dachte ich und erinnerte mich an den verhängnisvollen Muttertag 85. Vermutlich hätte sich an diesem 2. Sonntag im "Wonnemonat" Mai alles in Wohlgefallen aufgelöst, wenn mir die Gastgeberin nicht zum Abschied einen Hundertmarkschein mit den Worten in die Hand gedrückte hätte "da nimm, damit dein Liebhaber nicht soviel bezahlen muss". Als ich noch das mütterliche Ultimatum gestellt bekam, mich erst dann wieder blicken zu lassen, wenn ich zur Vernunft gekommen und zu ihrem Lieblingsschwiegersohn zurückgekehrt sei, platzte meine imaginäre Fruchtblase, die nach 29jähriger Schwangerschaft meine Selbstgeburt einleitete. "Ich schwöre, du siehst mich nie wieder", brüllte ich zum Abschied und verließ, ohne mich mich umzublicken die Matrix einer Despotin, die vorgab mich geboren zu haben, obwohl ihre Leibhaftige bei meiner Geburt in den Wehen lag. Der andere Umstand, dass meine Eizelle bereits bei der Geburt meiner Gebärmutter zur Welt kam, fiel mir erst in den Wechseljahren ein. Sogesehen bin ich die Tochter (griechisch: Kore) einer traumatisierten Großmutter, die kein Geheimnis daraus machte, dass ich kein Wunschkind sei. Möglicherweise wäre unsere Beziehung anders verlaufen, wenn ich mit Hoden zur Welt gekommen wäre, so aber tat ich ihr an Muttertag 85 (Pankratius/12. Mai) mit meinem Abgang jenen Gefallen, den sie sich vier Monate vor meiner Geburt herbeigesehnt hatte.
Wider meines Pankreas-Schwurs ließ ich mich wenige Tage nach Aschermittwoch 1991 anstaltshalber bei der "Verstorbenen" im
Neuperlacher Krankenhaus blicken. Onkel Aleks, der großmütterliche
Neffe aus erster Ehe, der, was ich zu dem Zeitpunkt nicht einmal ahnte,
mein 13jährige Gebärmutter geschwängert hatte, begleitete mich zu einem
aus medizinischer Sicht gehirngeschädigten Pflegefall, der, sobald meine
Leibhaftige auftauchte aus dem Fenster starrte. Aus barmherziger
Neugierde übernahm ich die mütterliche Amtspflegschaft, welche mir
Einblicke in eine gemeinsame Vergangenheit möglich machte, die meine
bisherige genetische Weltanschauung auf den Kopf stellte. Dass sich der
Gehirnschlag am 17ten Geburtstag meiner Leibhaftigen ereignete, die vor
der Einschulung von DNA-Papa Lorenz Aasgeier und dessen Ehefrau Rosemarie
einschließlich urgroßmütterlicher Immobilie adopiert worden war, ging
aus den Krankenakten hervor, dass die Adoptivfamilie in Ungnade gefallen
und den Geburtstag des Faustpfandes nutzte, um die Erblasserin von den
Vorteilen einer immoblilen Schenkung zu überzeugen, erfuhr ich von
meinem anonymen Samenspender, der mit der geschiedenen Frau des Onkels,
die, um den Leumund ihres Neffen aus erster Ehe zu schützen das eigene
Fleisch verdammte, unter einem Dach lebte. Die räumliche Nähe machte,
nachdem ich zur Einsicht gelangte, dass der am 19. Oktober 1961
verstorbene Franz Haußman nicht mein leiblicher Vater ist, Tschika
(Onkel) Aleks zum Hauptverdächtigen, der, so nahm ich an, mit seiner
Ujna (Frau des Onkels) ein Techtelmechtel gehabt hatte, doch eines Tages
tauchte beim Losungswort "Hure" in meinem Hippocampus eine
gleichnamige, mir als Nichte verkaufte, Doppelgängerin auf, die, so
wurde mir erzählt, erst im Rotlichtmillieu gelandet und dann spurlos
verschwunden sei. Frei nach dem Motto "Totgesagte überleben jene, die
sie zum Schweigen haben" wurde die wie vom Erdboden verschluckte im
Millenniumsjahr nach einem Autounfall ins Neuperlacher eingeliefert.
Dort stellte sich heraus, das die Unfallursache nicht Alkohol am Steuer
gewesen ist, sondern ein Gehirnschlag, der das Gefährt der Wagenlenkerin
zu einem Geisterfuhrwerk machte, welches eine Schnellstraße überquerte,
bevor es in parkende Autos krachte. Bemerkenswert an der Geschichte
ist, das die "Verschwundene", seit ihrem Abgang behördlich gemeldet,
jederzeit auffindbar gewesen wäre, folglich ist das slawische
Volkstheater, das mir von Mutti und deren Lieblingsnichte im
Zusammenhang mit deren angeblich verschwundenen Schwester vorgespielt
wurde, eine kollektive Inszenierung gewesen, um von einem dunklen
Familiegeheimnis abzulenken, das postum ans Tageslicht kam...

"Wenn ich mich nicht täusche bekam Rosemarie Woodhaus einen Sohn", widersprach mir Gedankenleserin Soraya, die in Antonionis (Blow Up) I tre volti (Die drei Gesichter einer Frau) selbst vor der Kamera stand. "Ich meine nicht den Polanski...". "Schrecklich diese Geschichte mit Sharon Tate...". "Wenn Rajmund Roman Liebling nicht das Unheil heraufbeschworen hätte, wären seine Frau und John Lennon noch am Leben", sagte die Merkouri mit einem Unterton, der mir zu verstehen gab, dass sie nicht alle jüdischen Regisseure sympathisch fand. "Der Polanski heißt Liebling?". Die Gefragte nahm einen tiefen Zug, der die halbe Zigarette zum Glühen brachte. "Es gibt nur wenige Kulturschaffende, die den Mut besitzen ohne Pseudonym aufzutreten. Ich bin als Merkouri geboren und gestorben, ebenso mein Lebensgefährte, der sich zuerst in "Stella" und dann ich mich unsterblich verliebte". "Wem "Αγάπη που 'γινες δίκοπο μαχαίρι κάποτε μου 'δινες, μόνο τη χαρά μα τώρα πνίγεις τη χαρά στο δάκρυ δε βρίσκω άκρη, δε βρίσκω γιατρειά" nicht unter die Haut geht, ist kein Rembetes". "Καταλαβαίνω, damit hat dich Demeters Sohn geködert". Ich schüttelte den Kopf. "Roza Eskenazy lernte ich erst in den Wechseljahren kennen. Der Köder hieß Nena Venetianou, an der ich mich nicht satt hören konnte: "Könnt ihr aufhören in Rätsel zu sprechen", fuhr mein brünettes Jerusalem-Syndrom dazwischen. "Sorry, Demeters Sohn ist/wahr kein Perseus, sondern ein blauäugiger Hellene aus Volos (Pilion), der sieben Monate vor dem großen Erdbeben (19./21. April 1955) zur Welt kam, um mir an meinem 34ten Geburtstag einen Heiratsantrag zu machen. Vermutlich wäre aus mir zu Beginn der 90iger eine Kiria "Frau" Tsitsanis geworden, wenn sich Dimitras Zweitgeborene nicht mit falschen Federn geschmückt hätte, jedenfalls wurde mir beim Jungfernflug bewusst, dass Lohengrins Flügel nur selbstgebastelte Attrappen waren. Unabhängig davon entfachte der Argonaut in mir ein "Griechisches Feuer", das, sobald ich wie eine Walküre auftauchte, um nach Luft zu schnappen, immer wieder aufloderte. "Freud'scher Versprecher", unterbrach mich Condoleezza, die mir aufmerksam zugehört hatte. "Was für ein Versprechen?", erwiderte ich mit dem gleichnamigen Bärlach-Krimi von Dürrenmatt im Hinterkopf. "Du hast statt Walfisch Walküre gesagt - wenngleich", mein dunkles J-Syndrom überlegte kurz, "der Walfang im Zusammenhang mit Wagners Brunnhilde durchaus Sinn macht.
Sogleich tauchte in meinem Kopfkino der von Walfangbooten verfolgte Moby Dick auf: Kapitän Ahab gelingt es, den Wal zu entern, er verfängt sich auf
ihm allerdings in Tauen und wird von dem Wal unter Wasser gezogen. Nach
dem erneuten Auftauchen hängt Ahab tot an der Flanke Moby Dicks und
vollführt eine Armbewegung, mit der er den noch lebenden
Besatzungsmitgliedern scheinbar zuwinkt. Der einzige Überlebende ist Ismael, der sich auf
dem Sarg, den Queequeg, ein polynesischer Harpunier in Vorahnung seines eigenen Todes für sich hat
zimmern lassen, retten kann. "Ein echter Literatur-Klassiker",
schwärmte Yale-Absolventin Hillary und versuchte mit der Aussage zu
punkten, dass der Erzähler, welcher sein Walfänger-Trauma zu Papier
brachte, Bezug auf Ahab nimmt, einem gottlosen König, der, wie von
Hellseher Elija prophezeit..." "Wenn Jack the Ripper seine Hurenmorde
angekündigt hätte, wäre er auch als Prophet in die Kriminalgeschichte
eingegangen", funkte die Merkouri dazwischen und zitierte einen Satz der
mich hellhörig machte: "Pythagoras hat am meisten von allen
Menschen Forschung geübt, und indem er diese Schriften zusammenlas, nahm
er sie als seine eigene Weisheit, Vielwisserei und Lügenkunst, die
man(n) Weltanschauung nennt". "Du willst doch nicht behaupten, dass
Pythagoras der Urheber der Heiligen Schrift ist", rief Hillary empört,
bevor ihr die streitbare Ex-Kulturministerin, die in "Sonntags...nie!"
eine auf die Barrikaden gehende Hafenhure aus Piräus spielt, erneut
einen Maulkorb verpasste. "Hast du als First Lady nie darüber
nachgedacht, ob die zwölf Jünger, die wie Jesus den Märtyrertod starben,
mit den olympischen Göttern identisch sein könnten, die, bis auf
Apollon, im heidnischen Rom, das dem Mythos zufolge von Exil-Trojanern
gegründet wurde, eine neue Identität erhielten? Aus Zeus wurde Jupiter
und aus dem Petrus, jener Stein (griechisch: petra)..." (...) "in den
der Bruder meiner Patengroßtante Rosalie ein Rosenkreuz rammte...!".


"Τώρα μιλάς με γρίφους". "Signomi, mir ist soeben ein Licht aufgegangen", murmelte ich und klärte Milena über meine komplizierte Genologie auf, die bei jenem Kempfenhausener Findling endete, den der Ziehvater, meines Ziehvaters mit besagtem Rosenkreuz verschandelte. "Ich bin das Findelkind eines Findelkindes, welchem ein eisernes Rosenkreuz, an dem ein armseliger Christus hängt, wie ein Geweih aus dem Schädel wächst", lautete mein Schlussakkord vor der nächsten Ouvertüre. "Dass du eine Dianerin bist, weiß ich, als du nach der JHaider-Todesnacht im Lindauer Hafen ins Boot gestiegen..." Ich wurde leichenblass". "Artemis...Kunsthaus Bregenz, Jan-Fabre-Ausstellung 2008", schoss es mir durch den Kopf. Als ich an besagtem Abend heimkam übermittelte mir der Tagesschausprecher die Nachricht, dass der Kärtner Landeshauptmannes einen tödlichen Autounfall hatte." Zwangsläufig musste ich an meinen letzten Aufenthalt auf dem Drachenberg sowie an das alitäre Hausschwein "Lupita" denken, die in der Freinacht die Sau rausließ und einer militanten Lesbe die Kühlerhaube demolierte. Die Wolfssau, die dem Eindringling zeigte, wer Herrin im Hause ist, war nicht die einzige, die an diesem konspirativen Wochenende die Selbstbeherrschung verlor, jedenfalls provozierte mich eine androgyne Figara, die dem alitären Aufruf der "Schwarzen Witwe" über JHaiders Machenschaften Gericht zu halten aus Bielefeld gefolgt war, mit der Fangfrage "was eine wie ich, die mit'nem Kerl Tisch und Bett teilt in einem patriarchatsfreien Raum zu suchen hätte". Hätte mich die Bielefelderin gefragt, warum ich mit einem Juden oder Nigger verkehre, hätten sämtliche Alarmglocken geschrillt, so aber übte ich mich aufgrund ihrer Alkoholprobleme in Toleranz und nahm am nächsten Tag (es war ein Sonntag) an einem rituellen "Manifest" außerhalb des Matriarchats teil. Die Federführung übernahm die alitäre Meisterin, die nicht ein Anathema aussprach, sondern die unheilvollen Energie, die von JHaider ausging, in einen spirituellen Bumerang verwandelte. Auf dem Heimweg, verblieb mir genügend Zeit, das erste Wochenende auf dem Drachenberg ohne die Zofe zu analysieren. Bis dato war ich von Frauen die Frauen lieben nicht ausgegrenzt worden, nun stand die Frage nach meiner matriarchalen Existenzberechtigung im Raum, die sich nicht löschen ließ, zumal in meinem Unterbewusstsein das Gefühl aufkeimte, dass die Fraueninsel ohne die Treulose nur noch die halbe Miete wert sei. Mit diesem bitteren Beigeschmack schmökerte ich in der Neuerscheinung, welche die nunmehr alleinstehende Kulturschaffende auf den Markt gebracht hatte, um ihren Leserinnen durch die Blume (in dem Fall war es eine Feuerlilie) zu erklären, dass der ehemaligen Liebsten nur 1/3 des gemeinsam erwirtschafteten Zugewinns zustehen würde. Damals ging Shoushan (hebräisch: Lilie/Lilith) unverzüglich auf die Barrikaden um zumindest moralisch ein Unentschieden zu erzielen, das auf den ersten Blick als Eigentor bewerwurde, doch dann brachte mich der alitäre Werbeslogan "Wir füllen Weisheit in Flaschen ab" auf die Schnapsidee, der kulturschaffenden Essenztherapeutin den Codenamen "66,6%ige" zu geben.


Melina Merkouri sah mich nachdenklich an: "Υπάρχει ένα πρόβλημα?" "Was für ein Problem?" "Πώς να το πούμε - also die 66,6%ige ist eine von uns". "Was heißt eine von U.N.S." "Eine von uns bedeutet, dass die 2/3-Mehrheit eine Sevensister ist!" Ich erstarrte: "Eine von euch?" Melina nickte: "Ενας από εμάς" "Dann ist sie der Werwolf..." "Jede von uns kann die La Loba sein", protestierte das iranische Siebengestirn und stellte mir die Fangfrage, ob ich schon mal in Sardes gewesen bin. "Oh ja", strahlte ich und erzählte vom unvergesslichen Segeltörn an der Costa Smeralda. "Stellt euch vor, auf der stürmischen Überfahrt von Porto Vecchio nach Elba habe ich die Schwanzflosse eines Wales gesehen". "Und der Skipper hieß Ahab Aga Khan?" "Glaubt meinetwegen was ihr wollt, jedenfalls hieß der Kapitän der Nordwind nicht Boreas...". An der Stelle unterbrach ich meine energische Durchsage und dachte an den Pelasgischen Schöpfungsmythos, in dem eine Taubengöttin namens Eurynome ein Weltei legt, um das sich Schlangengott Ophion zum Ausbrüten siebenmal windet. Als Boreas, der Nordwind, welcher vor dem Fortpflanzungsakt phallische Schlangengestalt annimmt, postum behauptet der Schöpfer der Welt zu sein..." "Verbannte ihn der Hl Geist in die 3. Welt", unterbrach mich Condoleezza und rollte eine strategische Weltkarte aus, auf der die antiken Schurkenstaaten rot markiert waren: "S.a.r.d.e.s - ist keine Luxusinsel im Mittelmeer, sondern die Hauptstadt des antiken Königreichs Lydien. "Verstehe, die "eine von uns" heißt deshalb Al Lydi weil sie aus Lydien stammt", erwiderte ich und stellte meinem J-Syndrom die sarkastische Frage, ob Hapag Lloydi auch mit der 66,6%igen verwandt sei. "Beide sind in Hamburg geboren", erwiderte Melina Merkouri und fing an gegen meinen Willen das goldene Reeperbahn-Päckchen zu entblättern. "Panik?" Auf das Schlimmste gefasst staunte ich über den Inhalt, den ich niemals errraten hätte. "Was zum Teufel...!" "Null Ahnung", erwiderte die Zustellerin und drückte mir Lieferschein und Rechnung in die Hand. "Sechshundertfünfundvierzig Euro für fünfzig 10ml Apfelessigfläschchen mit Blumenaufkleber!?" "Inklusive Umsatzsteuer!"
"Bin
ich Krösus, das sind ja Apothekerpreise", knurrte ich ahnunglos, dass
Krösus den Untergang Lydiens bewirkte und fischte willkürlich eines der
Fläschchen aus dem Karton. Das Etikett "Feuerlinie" entsprach dem Cover
eines Buches, in dem die 66,6 %ige die Minderwertigkeit ihrer
"treulosen" Lebensgefährtin publik gemacht hat. Neugierig geworden löste
ich den Schraubverschluss, um zu testem, ob die Essenz nach Lilie
duften würde oder nichtt: "Eine entflammte Frau ist sich dessen
bewußt, dass der Augenblick des Entstehens von Verzauberung, Verlangen,
Begehren ausgekostet werden muss, denn wenn die Berührung endlich da
ist, ist der Augenblick des Entflammens vorbei..." Erschrocken
drehte ich mich um, doch von der Entflammten war, bis auf Milenas
Zigarettenglut, kein Fünkchen zu sehen. "Kannst du Stimmen imitieren?" "Γιατί ρωτάς"
"Ich hätte schwören können, die Stimme der Al Lydi gehört zu haben?".
Melina, bis zur österreichischen Einbürgerung der Exilgriechin eine
Landsfrau der 66,6%en, lächelte geheimnisvoll: "Die Stimme kommt aus dem
Fläschchen". "Du willst mich wohl auf den Arm nehmen", brummte ich
ungläubig, drosselte aber vorsichtshalber die Sauerstoffzufuhr der
Feuerlilienessenz mit dem rechten Däumling, der daraufhin unangenehm
heiß wurde. Fast wäre das kochendheiße Glas auf dem Boden zerschellt,
wenn nicht Condoleezza geistesgegenwärtig die Katastrophe verhindert
hätte. "Puh, noch mal gut gegangen", lobte ich mein dunkles J-Syndrom,
da die prozessorientierte Dealerin, wenn überhaupt, in ihrer gnadenlosen
Geschäftstüchtigkeit nur das komplette Sortiment, das ich nicht einmal
bestellt..." "Wer von euch Hirngespinsten hat sich während meiner
Unterweltexkursion am PC zu schaffen gemacht?" "Na ja...!" "Deine
Erbschaft", zischte ich wütend und drückte der ehemaligen US-First Lady
Lieferschein, Rechnung sowie das öminöse Päckchen in die Hand. "Und was
machen wir mit Feuerlilie?" "Zuschrauben, Fingerabdrücke abwischen und
mit den anderen 49 Schwestern an die Verdrussadresse zurücksenden".
"Schade", seufzte Hillary, die sich noch nicht geschlagen gab, "ich
dachte, dass dies ein nettes Geburtstagspräsent..."
"Welches
Datum ist heute?". "2. September 2013?"
"Ach", stöhnte ich und starrte wie hypnotisiert auf das
Feuerlilienfläschen, das seit dem "Augenblick des Entflammens" keinen
Ton von sich gab. "Siehst du Gespenster?", fragte Prinzessin Soraya
besorgt. Ich schüttelte den Kopf. "Heute Nacht
jährt es sich zum 11ten Mal, dass die St.-Emmerans-Brücke
abgebrannt ist", flüsterte ich mit einer konspirativen Geste und
überlegte, ob sich in dem anonymen Päckchen noch weitere spirituelle
Brandbeschleuniger oder Voodoo-Cocktails verbergen könnten. Synchron
entflammte in meinem Gehirn das "Griechische Feuer",
das im Byzantinischen Reich als Geheimwaffe galt. Ich stürzte zu meinem
PC: L.y.d.e.r. Dass die indogermanischen Lyder ca. 700 Jahre vor
Christus das Osmanische Reich dominierten, verschaffte ihnen im
Zusammenhang mit der byzantinischen Wunderwaffe ein historisches Alibi,
nachdenklich stimmte mich, dass sie als Erfinder des Münzgeldes in die
Geschichte eingegangen sind. "Die Al Lydi ist hinter dem Euro her, wie
der Teufel hinter der armen Seele", resümierte ich und erhoffte mir bei
Margarete Petersen einen schamanischen Hinweis: Mutter der Erde bin
ich. Man findet mich
auf Märkten, an den Schaltstellen der Geld- und Warenströme, auf
Feldern, in Gärten. Ich kenne die Macht der Münzen, beide Seiten –
Reichtum und Armut, Anhäufung und Mangel. Ich bin Wiegende - Ruhende
- Stillende - Sammlerin – Heilerin - Genießerin. Wirke auf das, was
noch nicht in Erscheinung getreten ist. Ich bin die eingerollte Schlange
am Ende der Knochenwirbel, wenn sie sich entrollt, zittert das Gras.
Mein Mann, dessen Körperhaftigkeit der meinen gleicht, baute mir ein
Boot, das mich über den Fluss bringt (Tarot-Quelle: Mutter der Münzen).
"Bis
auf die eingerollte Schlange ist alles im grünen Bereich", dachte ich
bevor ich über das Schlusslicht der lydischen Könige stolperte: Krösus
entstammt der Mermnaden-Dynastie und gilt als ältester Sohn des lydischen König Alyattes dessen Tochter den künftigen Tyrannen von Ephesos zur Welt brachte. Ich traute meinen Augen nicht und zoomte den Bildschirmtext in eine großere Dimension: A.l.y.a.t.t.e.s. Ich hatte mich nicht getäuscht.. "Gehört Alyattes auch zu UNS", fragte ich provokant und dehnte das Lyderreich von der Südsteiermark bis zum Grenzfluss Halys
aus.
"Du meinst Hallstatt?". Ich schüttelte den Kopf: "Der Halys plätschert
nicht im Salzkammergut, sondern in der Urheimat der Al
Lydi, deren Vorfahren, wie die meisten Pontus-Hellenen, nach dem
Zusammenbruch des Osmanischen Kaiserreiches in die griechische Heimat
flüchten mussten", sagte ich einleitend, bevor ich vertonte, dass
Alyattes Hügelgrab mit einem Durchmesser von 355 m und einer Höhe von 35
m die größte Nekropole von Sardes sei, aus deren Kuppe, ähnlich wie bei
etruskischen Ehrengräbern, ursprünglich fünf Phallussymbole ragten.
"In dem Zusammenhang fällt mir das Pentagon..." Ich hielt inne und
starrte erneut auf das Feuerlilienfläschchen, das nach dem Coming-out
keinen Mucks von sich gab. Vor meinem Al-Lydi-Transit schenkte ich
Pentagrammen keinerlei Aufmerksamkeit, mittlerweile sind sie aus meinem
Leben nicht mehr wegzudenken. Die 66,6%ige ordnete das Schutzzeichen,
das auch Salomons Siegel oder Drudenfuß genannt wird, dem 7. Zeichen der
Weisen Alten zu. "Das Zeichen leitet sich vom Apfelgehäuse-Pentagramm
ab, das als Symbol der Erdmutter KORE galt. Es heißt, dass Zigeunerinnen
Äpfel noch immer querschneiden, damit der "Stern der Erkenntnis" zum
Vorschein kommt, steht in der Gebrauchsanweisung auf Seite 209
geschrieben. Die Quersumme von 209 ist 11. Erneut dachte ich an die
brennenden Türme, deren Einsturz die Geburt des NSA.Zeitalters
bewirkten.

"Die Ursache des retrograden Drehsinns und der besonders niedrigen
Geschwindigkeit der Venusrotation ist nicht bekannt. Einer Hypothese
zufolge könnte es das Resultat einer Kollision mit einem großen Asteroiden
sein. Die siderische Rotationsperiode erscheint allerdings nicht
vollkommen willkürlich, denn sie steht eigenartigerweise in einem fast
exakten 2:3-Verhältnis zur Bahnperiode der Erde". "Frau
Merkel?". Condoleezza setzte ihr hinterhältigstes Grinsen auf und auch
Hillary lächelte verschwörerisch, bevor sie mir die Frage stellten, in
welchem Apfelessigläschchen die Kanzlerin konzentriert sei.
"Vermutlich verteilt sie sich auf Alpha & Omega und überlässt 1/3
der rotgrünen Oppostion", erwiderte ich genervt. "Nicht übel, die
beharrliche Ackerwinde und die Zyklame in die engere Wahl zu nehmen,
schließlich kann die mächtigste Frau der Welt einer Extraportion
"Schönheit" vertragen, aber in diesem Fall kommt die Essenz erst am 17.
Oktober 2013 auf den Markt", lobte mich DHL-Botin Melina Merkouri auf
und zog ein unverkäufliches Muster aus ihrer Brusttasche: Thuja occidentalis,
die homöopathische Blüte der Befreiung ist hilfreich, wenn ein Fluch
bzw. oder Verwünschungen auf einer/einem lastet. Sofort musste ich an
Apollon denken, dem nachgesagt wurde, dass er die von ihm verursachten
Krankheiten wieder heilen konnte. Gleichzeitig kam mir Herakleia von
Ephesos in den Sinn, die einst sagte "Gut und übel sind eins. Quälen
doch die Ärzte die Kranken mit allerlei Schneiden und Brennen und
fordern noch Lohn, den sie gar nicht verdienen, denn sie wirken doch nur
wieder ein und dasselbe. "Alyattes, welcher seine Herrschaft bis ans
Mederreich ausdehnte, lässt seine Gläubiger bei der Wiedergutmachung
bluten", dachte ich und machte mich u. a. beim Bamberger Apfelweibla
schlau. Das ätherische Öl des abendländischen Lebensbaumes enthält das
Nervengift Thujon, das nicht nur in der Thuja, sondern auch im Thymian,
Wermut, Reinfarn, Rosmarien, Beifuß (Artemisia) und Echtem Salbei
enthalten ist. Ende des 19. Jahrhunderts kam Thujon in Verbindung mit Absinth
in Verruf, ein Schweizer Heilelexier, das, so behauptete man(n) zu
Beginn des Pharma-Zeitalters, bei Drogensüchtigen Schizophrenie,
Epilepsie und Selbstmord hervorrufen würde. Unabhängig davon fiel mir
Königin "Mut" Tuja
ein, die Mutter von Ramses, der Große, welcher so alt wurde wie
Methusalem, aber auch der Opiumkrieg, welcher den Untergang des
chinesischen Kaiserreiches bewirkte.
"Kennst du den Roman "À
Rebours - Gegen den Strich" von Joris-Karl Huysmans?", unterbrach mich
Soraya. Ich wurde hellhörig: "Carl Haussmann?". "Ich meine nicht den
haußmännischen Uhrgroßvater aus Freiburg sondern Charles Marie Georges Huysmans, der
wie Zola zur Pariser Bohème zählte und mit seinem Kultroman über die
Dekadenz Berühmheit erlangte". Ich schüttelte den Kopf: "Meine
Großmutter schwärmte für Zola, aber von diesem Huysmans höre ich zum
ersten Mal". Soraya überlegte kurz. "Der 1884 erschienene Roman
handelt von einem alleinstehenden letzten Adelssproß, der sich, vom
Leben enttäuscht, in ein einsames Landhaus zurückzieht, um sich in
dieser Abgeschiedenheit seinen Passionen widmen zu können. Die
Romanfigur Jean Floressas Des Esseintes sammelt wertvolle Bücher,
widmet sich der bildenden Kunst und erwirbt unbezahlbare exotische
Pflanzen, die allesamt eingehen. Höhepunkt der Dekadenz ist der Erwerb
einer Riesenschildkröte, deren Panzer er solange mit Gold und
Edelsteinen verziert, bis die Zierde am Reichtum zu Grund geht. Der
extravagante Lebensstil ruiniert schließlich auch die Gesundheit des
"Absinth-Trinkers, der von seinem Hausarzt gezwungen wird, in eine
Gesellschaft zurückzukehren, aus der er geflüchtet ist. Der Roman endet
mit dem Gebet: Herr, hab Mitleid mit dem Christen, der zweifelt, mit dem Ungläubigen,
der glauben will, mit dem Sträfling des Lebens, der sich nachts
aufmacht, allein unter dem Firmament, das nicht mehr erleuchtet wird von
den Trostfackeln der alten Hoffnung!

"Ist dir die Münchner Hofschauspielerin Marie Dahn-Hausmann bekannt, die von Märchenkönig Ludwig II. einen Brief erhielt, in dem er einen Satz aus Schillers Drama "Die Braut von Messina" zitierte: Ein ewig Rätsel will ich sein, mir und anderen...?" "Ich - ich kann mich nicht entsinnen...!" Soraya zögerliche Antwort stimmte mich nachdenklich. "Vielleicht hilft dir Sisi' Schwester auf die Sprünge, deren Lebenstraum schon vor der märchenhaften Hochzeitsnacht mit Vetter Ludwig in die Brüche ging. Bis auf das Schambein blamiert verstrickte sich die gedemütigte Ex-Braut des Märchenkönigs postum in außereheliche Affären, die ihr durch einen psychiatrischen Exorzismus in einer Grazer Nervenheilanstalt ausgetrieben wurden. Elf Jahre nach ihrer sexuellen Bekehrung ist die kastrierte Weisheit (griechisch: Sophie) in der Rue Jean Goujon anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung, die von den Trostfackeln alter Hoffnungen erwärmt wurde, verbrannt". "Rue Jean Goujon!" Bildete ich mir das ein, oder war die blasse Sophaya noch farbloser geworden. Kaum war der Freud'sche Versprecher in meinem Gehirn wie eine Seifenblase zerplatzt, kam mir mein Ausflug in die Unterwelt gegenüber des Dante-Bades in den Sinn. Die Inspiration kam im Zusammenhang mit der chronologischen Frage, ob Soraya Esfandiary-Bakhtiary bei der FJS-Beerdiung unter den Trauergästen weilte, oder zu dem Zeitpunkt schon selbst unter der Erde lag. Condoleezza antwortete daraufhin in sarkastischer Manier, dass sich die Soraya, falls sie kein Double hatte, bis zum 25. Oktober 2001 in ihrer Luxuswohnung in der Avenue Montaigne aufgehalten hätte, die am anderen Ufer der Champs Elisees als Avenue Matignon in den Boulevard Haussmann mündet. Danach kam es zum traditionellen Wortgefecht, weil mich mein mehrsprachiges Jerusalem-Syndrom mit der französischen Übersetzung von "Westfriedhof" hinters Licht führte. "Error", rief ich wie aus der Pistole geschossen und erklärte der vermeintlich "Ahnungslosen", dass Sorayas Leichnam nicht in Paris sondern auf dem Münchner Westfriedhof unweit des haussmännischen Gräberviertels bestattet sei. Daraufhin offenbarte mir Hillary, dass sie es verdächtig finden würde, dass Sorayas jüngerer Bruder die Vorbereitung der schwesterlichen Trauerfeier nicht überlebte.

"Ist dir die Münchner Hofschauspielerin Marie Dahn-Hausmann bekannt, die von Märchenkönig Ludwig II. einen Brief erhielt, in dem er einen Satz aus Schillers Drama "Die Braut von Messina" zitierte: Ein ewig Rätsel will ich sein, mir und anderen...?" "Ich - ich kann mich nicht entsinnen...!" Soraya zögerliche Antwort stimmte mich nachdenklich. "Vielleicht hilft dir Sisi' Schwester auf die Sprünge, deren Lebenstraum schon vor der märchenhaften Hochzeitsnacht mit Vetter Ludwig in die Brüche ging. Bis auf das Schambein blamiert verstrickte sich die gedemütigte Ex-Braut des Märchenkönigs postum in außereheliche Affären, die ihr durch einen psychiatrischen Exorzismus in einer Grazer Nervenheilanstalt ausgetrieben wurden. Elf Jahre nach ihrer sexuellen Bekehrung ist die kastrierte Weisheit (griechisch: Sophie) in der Rue Jean Goujon anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung, die von den Trostfackeln alter Hoffnungen erwärmt wurde, verbrannt". "Rue Jean Goujon!" Bildete ich mir das ein, oder war die blasse Sophaya noch farbloser geworden. Kaum war der Freud'sche Versprecher in meinem Gehirn wie eine Seifenblase zerplatzt, kam mir mein Ausflug in die Unterwelt gegenüber des Dante-Bades in den Sinn. Die Inspiration kam im Zusammenhang mit der chronologischen Frage, ob Soraya Esfandiary-Bakhtiary bei der FJS-Beerdiung unter den Trauergästen weilte, oder zu dem Zeitpunkt schon selbst unter der Erde lag. Condoleezza antwortete daraufhin in sarkastischer Manier, dass sich die Soraya, falls sie kein Double hatte, bis zum 25. Oktober 2001 in ihrer Luxuswohnung in der Avenue Montaigne aufgehalten hätte, die am anderen Ufer der Champs Elisees als Avenue Matignon in den Boulevard Haussmann mündet. Danach kam es zum traditionellen Wortgefecht, weil mich mein mehrsprachiges Jerusalem-Syndrom mit der französischen Übersetzung von "Westfriedhof" hinters Licht führte. "Error", rief ich wie aus der Pistole geschossen und erklärte der vermeintlich "Ahnungslosen", dass Sorayas Leichnam nicht in Paris sondern auf dem Münchner Westfriedhof unweit des haussmännischen Gräberviertels bestattet sei. Daraufhin offenbarte mir Hillary, dass sie es verdächtig finden würde, dass Sorayas jüngerer Bruder die Vorbereitung der schwesterlichen Trauerfeier nicht überlebte.
"Rue Jean Goujon wie Absinth
Thujon", wiederholte ich und googelte nach Paris, um in Windeseile
darüber informiert zu sein, dass der Pate, Jean Goujon, ein
hugenottischer Bildhauer ist, der die Bartholomäus-Nacht nicht
überlebte. Goujon bekanntestes Werk, eine liegende Diana, die
einst den Louvre bereicherte, gilt seit dem 2. Weltkrieg als
verschollen. "Die gleichnamige Straße", an der Stelle machte ich eine
Pause und wendete mich direkt an Soraya, die jetzt fast transparent
wirkte, "...in der am 4. Mai 1897 Prinzessin Sophie (*22. Februar 1847)
bei einem Großbrand ums Leben kam, mündet mit der Avenue Montaigne in
einem spitzen Winkel..." (ich trat auf die Bremse) "...im Place de
L"Alma-Tunnel, welcher am 31 August 1997 Lady Di zum Verhängnis wurde",
unterbrach mich Condoleezza Rice ohne Vorwarnung und hielt mir noch
einmal die Pressemitteilung der Berliner Zeitung unter die Nase, die
mich bewog, das Soraya-Grab auf dem Cimetière de l'Ouest aufzusuchen:
PARIS, 6. November 2001. Es war, als treffe sich eine untergegangene Epoche
zu ihrer eigenen Beerdigung. Müde und reich aussehende, vornehmlich
ältere Herrschaften, etwa 150 an der Zahl, fanden sich am
Dienstagnachmittag vor der Amerikanischen Kathedrale in Paris ein: Es
galt Abschied zu nehmen von Soraya, der einstigen Kaiserin des Iran. Die
war am 25. Oktober im Alter von 69 Jahren von ihren Bediensteten tot
aufgefunden worden.
Am Dienstag sorgte die traurige, vom Schah von Persien wegen ihrer
Unfähigkeit, Kinder zu bekommen, verstoßene Märchenfee, später eine
schillernde, rastlose Figur des internationalen Jetsets, noch einmal für
eine Überraschung: die frühere Herrscherin des Iran war Protestantin.
Es war 15. 03 Uhr, als ein einfacher Leichenwagen vor der American
Cathedral in der Avenue George V. , dicht bei den Champs Élysées,
vorfuhr. Ganz in der Nähe, in der Avenue Montaigne, hatte Soraya gelebt.
Keine Eskorte begleitete den Wagen mit dem Sarg, der mit einem blauen
Tuch bedeckt war, auf dem eine einzige rote Rose lag.
Vor der Kirche hatte sich eine große Schar von
Kamerateams und Fotografen aus der ganzen Welt angesammelt, die nun
nach prominenten Gesichtern suchten. Zur Trauerfeier durften nur geladene Gäste wie z. B. der Graf von Paris,
Henri d Orléans, Ira von Fürstenberg, Beatrix zu Hohenlohe-Langenburg,
Rixa von Oldenburg, Anne von Bourbon-Sizilien oder der Bruder des verstorbenen Schah, Gholam
Rheza, der ohne Sorayas Nachfolgerin Farah Diba erschien. Auf der Einladung stand:
"Zur Feier der Erinnerung an das Leben Ihrer Kaiserlichen Hoheit
Prinzessin Soraya Esfandiary-Bakhtiary - 22. Juni 1932 bis 22. Oktober
2001. " Vorbereitet hatte die Feier, Sorayas Bruder
Bijan Esfandiary, der vorigen Freitag (2. November)
in Paris gestorben ist. "Die Esfandiarys scheinen auf Tragödien abonniert",
sagte einer der Trauergäste.
Soraya, deren Vater iranischer Botschafter in Bonn war und die fließend
Deutsch sprach, wurde eingeäschert. Sie soll - gemeinsam mit ihrem
Bruder - in München in der Familiengruft der Esfandiarys beigesetzt
werden. Letzte Station eines tragischen Lebens.
"Bin ich hier richtig bei Haußmann?" Bevor ich das Wort "Mamanka"
hervorwürgen konnte, begann eine Art Rätselspiel: "Ich tippe auf Klee,
Blüte der Bemusterung, ich denke es ist Lavendel, die
Überraschungsblüte, quatsch, das ist der traumatisierte Milchstern...".
"Kalt, eiskalt meine Damen, es ist weder Kirsche, Krokus noch Ackerwinde
sondern die Acker- bzw. Ankawitwenblume, die Blüte des inneren
Richtungssinns, die laut Etikett ein Gespür für eigene Wünsche und
Bedürfnisse weckt - will eine mal kosten?" "Untersteh' dich", rief ich
erschrocken und riss Hillary die Ankawitwenessenz aus der Hand, bevor
mich diese belehrte, dass der lateinische Name der zur Familie der
Geißblattgewächse zählenden Ackerwitwe, die in der Kräutermedizin bei
Hautkrankheiten, Ekzemen, Erkrankung der Atemwege sowie
Verdauungsschwäche angewendet wird, knautia avensia sei. Das
durch "die Verdauungsschwäche mit innerem Richtungssinn" hervorgerufene
schadenfreudige Grinsen verging mir wieder, als ich hörte, dass die
"Ackerwitwe" u. a. vom Widderchen bestäubt wird, das explizid von
violetten Blüten angelockt wird. "Ach", murmelte ich in Gedanken an die
rothaarige Gemahlin des Voodoo-Totengottes Baron Samedi, die zum
schwarzen Kleid violette Accessoires trägt. "Doch ein
Verdauungsschlückchen gefällig?" "Wollt ihr mich vergiften?" Hillary
schüttelte den Kopf: "Die AW-Essenz schenkt ein Gespür für die eigenen
Wünsche und Bedürfnisse und lässt wissen, was man will und wohin man
will". Ich holte tief Luft: "Dr. Hillary es ist mir scheißegal was auf
dem Ettiket steht, Fakt ist, dass soeben aus diesem Fläschchen die
Stimme meiner Großmutter Anka (osmanisch: die Begnadete) ertönte, die zu
Lebzeiten meine Wünsche und Bedürnisse negierte und alle verteufelte,
die nicht nach ihrer Pfeife tanzten. So gesehen ist es nicht
verwunderlich, dass sich meine Alleinerziehende mit der 66,6 %igen gegen
mich verschworen hat, denn was die Unfehlbarkeit anbelangt, sind die
beiden "Diven" aus einem Guss bis auf den Unterschied, dass sich meine
Begnadete im Gegensatz zur schöpferischen Feuerlilie nicht mit fremden
Federn schmücken würde."
"Was macht dich so sicher?", unterbrach
mich Soraya, die nach dem Verlust der Transparenz zum blcichen Teint ein
vornehmens Dirndl trug. "Das sagt mir mein Bauchgefühl", reagierte ich
in Erinnerung an die köstlichen Speisen, die Hobbygärtnerin Anka aus
eigener Ernte auf den Tisch zaubern konnte. "Habt ihr auch Apfel..."
(...). "Nein", unterbrach ich Hillary barsch, bei uns daheim kommt nur
Zitrone in den Salat. "Doch ein Schlü...". Langsam wurde mir die
Aufdringlichkeit meines Jerusalem-Syndroms zu dumm. "Jetzt sage ich es
zum letzten Mal...!" "Ein mit Wasser verdünnter Apfelessigtrunk hilft
hervorragend gegen Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte und Übergewicht!",
unterbrach mich die essenzielle Ursache meiner Fettleibigkeit. "Bei den
lydischen Inflationspreisen kein Wunder", knurrte ich angefressen,
bevor der Begriff "Quintessenz" in Verbindung mit Pentagramm und der Fünf-Elemente-Lehre in meinem Gehirn auftauchte.. "Und nun?"
"Zum letzten Mal: i.c.h.m.a.g.k.e.i.n.e.a.p.f.e.l.e.s.s.i.g - weder
richtungsweisend noch befreiend!!!" Condoleezza schüttelte den Kopf:
"Let's go, bei der ist Hopfen und Malz verloren". "Noch ein letzter
Versuch", bettelte Hillary, bevor sie von mir wissen wollte, ob ich mich
schon mit dem Hebräischen Alphabet befasst hätte. Ich nickte gekränkt.
"NUN ist eine deutsche Präposition, aber auch der 14. hebräische
Buchstabe mit dem kabbalistischen Zahlenwert "50". Im Tarot
repräsentiert die 14te Karte den Tod, astrologisch ist "nun" mit dem
Sternbild Skorpion verknüpft". "Ach", begrüßte ich die externe
Erleuchtung, bevor mir intern die jordanische "Blaue Vollmondnacht"
einfiel, in der mein frischgebackener Ehemann von einer Skorpia
"geküsst" wurde. Dass mir in dem Zusammenhang Anästhesistin, die bei der
Lesung "In den Gärten der Kore" neben mir Platz nahm und den Umstand,
dass ich mit der Autorin befreundet bin, zum Anlass nahm, um in mein
Leben einzudringen, einfiel, liegt an dem Umstand, dass die
"Grenzgängerin" am letzten Tag des Sonnenzeichens Skorpion
auf die Welt kam, welcher von Artemis ausgeschickt wird, den
Plejadenjäger Orion zu töten. Ich muss gestehen, dass die vermeintliche
"Kore", die mich optisch an meine "verlorene Tochter" erinnerte, meinen
"Garten" bereicherte. Der "magische Zufall" wollte es, dass ich zwei
Tage vor meinem Geburtstag (48) bei einer Friedensdemonstration auf dem
Marienplatz Bassamedi über den Weg lief, der eine Woche nach unserer
Eheschließung in der Nacht vom 30/31. Juli 2004 von einer Skorpia
narkotisiert wurde. Wenige Tage vor meinem royalen Abflug nach Amman
hatte ich mich mit Kira Kronauer, die eine Woche nach meinem 48ten
angeblich zu "Zweit" von ihrem dreimonatigen Alexandra David-Neel-Tripp
aus Indien zurückgekehrt war, im Münchner Stadtcafe getroffen, um mit
ihr die Rückzahlung einer geliehenen Geldsumme zu regeln. Im Vorfeld war
unsere "Mutter-Tochter-Beziehung" nicht am hindustischen Kreditrahmen,
sondern am Umstand zerbrochen, dass der "Stiefvater" exakt ins
Beuteschema einer paranoiden Neurotikerin passte, die sich vergeblich
ins Zeug legte, um das gleichaltrige "Che-Double" von ihren esoterischen
Reizen zu überzeugen.
Ob
Kira nach dem unfriedlichen Ende unserer Korephase mit Kiria (gr.
Herrin) Al Lydi Kontakt aufgenommen hat, kann ich nicht beschwören, aber
ich bin mir sicher, dass sich die berauschende Skorpia-Schützin in
einem dieser Essenzen enthalten ist", überlegte ich bevor sich mein
Bauchgefühl bei der ameisensäurehaltigen "Brennessel"
einpendelte, die laut Beschreibung eine neue Form des familiären
Miteinanders möglich macht. Die "Urtica" gilt als Kriegerin (Amazone)
unter den Pflanzen, die negative Energie abzufangen und zu
transformieren weiß. Der Umstand bezieht sich auf die
Schmetterlingsraupen, die sich bei der kulinarischen Brennesselmahlzeit
nicht das Maul verbrennen. RutengängerInnen sehen einen Zusammenhang mit
"Strahlungorten", jedenfalls wachsen die brennenden Nesseln, die sich
bis auf die Antarkis (Neuschwabenland & das Pentagon lassen grüßen)
besonders ergiebig an Wasseraderkreuzungen, von denen es heißt, dass
sich dort die Ahngeister treffen. In der Wortsynthese Urica &
Wasserkreuzung kam mir nicht nur Hexenkönigin Hekate (griechisch:
100/2x50) in den Sinn, sondern die Quelle der Norne Urd, die wie
al-Manat (arabisch: Schicksal) die "schwarze" (vergessene) Vergangenheit
präsentiert.
Davon ausgehend, dass die "Schwarze Witwe", wie
sich die Al Lydi in ihren Heimatkrimis bezeichnet, nichts dem "Zufall"
überlässt, durchforstete ich erneut die alphabetisch geordnete
Essenz-Orientierungshilfe, in der die zukünftige Thuja noch nicht
präsent ist. Die ersten 22 Blüten im alydischen Alphabet beginnen mit
der beharrlichen Ackerwinde und enden mit dem angeheirateten
Familiennamen einer Lebensgefährtin, die sich nicht nur in meinem
beruflichen Umfeld als Verräterin entpuppte. Miss Shamrock geb. Schreck
begleitetete mich auf meiner ersten Reise in die patriarchatsfreie Zone,
wo wir mit anderen "Wildfrauen" oberflächlich in das alydische
Labyrinth-Mysterium eingeführt wurden. Einer Vorahnung folgend betrat
ich die Matrix der 66,6%igen nicht wie alle anderen in der unsichtbaren
Nacht, sondern machte mich im Morgengrauen alleine auf den Weg in den
Temenos. Dass ich bei meiner Ankunft Glocken läuten hörte, kam nicht von
ungefähr, schließlich ist mein Großvater mütterlicherseits ein
Nachfahre jenes Glockengießers, der aus erbeuteten Türkenkanonenkugeln
die Grazer Liesl gegossen hat. Auf dem Drachenberg ist die Liesl
nicht zu hören, aber vermutlich war die Glocke (*1587) auf dem
G-Schlossberg nicht das einzige Geläute, welches in der Werkstatt von
Meister H.i.l.g.e.r gegossen wurde.
Hatte ich mich getäuscht, oder
war das Mamanka-Ackerwitwenfläschchen beim Stichwort "Hilger"
zusammengezuckt?. Während ich wie eine Anglerin auf weitere Reaktionen
wartete, fragte mich Hillary, ob Hilger der Vorname meines Ahnherr sei. "Why do you know that?".
"Weil mein Großpapa mütterlicherseits auf den Namen Hilger getauft
wurde!". "Du meinst Holger!" "Nein H.i.l.g.e.r, der Kampfspeer!"
"Deshalb heißt du Hillgery", meinte ich scherzhaft ohne an die legendäre "Heilige Lanze"
in der Schatzkammer der Wiener Hofburg zu denken, bevor ich mich erneut
der Quintessenz-Analsyse widmete. In der hebräisch-arabischen
Schreibweise beginnt die Reihenfolge mit der schönen Zyklame
(Narr/Eulenspiegel) und endet ohne Thuja mit dem traumatisierten
Milchstern, welcher auf das Tarot übertragen das Weltgericht
präsentiert. Mit der künftigen "Befreiungsblüte", die u. a. Verwünschen
auflösen soll, muss sich die Trauma-Blüte mit dem illuminatären 23. Rang
begnügen und Odermenning, der Essenz des inneren Friedens, das
"Schlusslicht" überlassen, von der ich als unprofessionelle Kräuterhexe,
die Brennessel von Lavendel unterscheiden vermag, noch nie etwas gehört
habe. Nach dem Motto "viele Feindinnen erweitern den essenziellen
Horizont" erfuhr ich als Cyberhexe via NSA-Internet-Umleitung binnen
Sekunden, dass Räucherungen mit Odermenning Angriffe aus der Schwarzen
Magie, Flüche, Verwünschungen und böse Geister abhalten, ja sogar
auflösen können. "Das rosenartige Agrimonia eupatoria, im
Volksmund auch Kaisertee oder Ackerkraut genannt, ist ein gutes
Schutzmittel gegen energieraubende
Mitmenschen und auszehrende Situationen und bewirkt für 2,65 €uro/100 g,
dass die Betroffenen für die kleinen Dinge des Lebens wieder
Dankbarkeit empfinden können", belehrte ich mich selbst, bevor mir im
Zusammenhang mit dem Stichwort "Essig" (griechisch: oxi wie Sauerstoff)
das 19. Kapitel des Johannes-Evangeliums einfiel: Darnach,
da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllt
würde, spricht er: Mich dürstet! Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Isop und hielten es ihm dar zum Munde. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied. Ich googelte weiter: Ysop
(Hyssopus officinalis), auch Bienenkraut, Eisenkraut, Isop, Essigkraut
oder Josefskraut genannt, leitet sich vom Hebräischen אֵזוֹב (ésóv) für
"heiliges Kraut" ab. Ysop, ein Verwandter der "Ohregana", lindert
Ohrensausen, Atembeschwerden und Zahnweh. Das
frische Kraut, mit Zucker zerstoßen, hilft bei frischen Wunden und
Schnitten. Der nächste Schritt war ein Blick in die alydische
Essigliste: Ysop, Blüte der inneren Heilung. Alphabetisch die
rückwärtige Nr. 4, die im Margarete Petersen-Tarot die Herrscherin
repräsentiert nach der Maxime: Berge, wo Gräser und Bäume wachsen,
umgeben dich - Leere und Fülle. Einen Platz einnehmen. Entblößt und
offen einen neuen Raum betreten - Organische Wirklichkeit - ein Körper,
der viele Sprachen versteht und spricht. Hingabe und Kreativität wird in
der Mitte des Herzens geboren. Nahrung - Ernährung - Quelle des Seins.
Die Essenz findet verschüttete Traumata, schenkt Träume, lässt wichtige
Zusammenhänge verstehen und öffnet die Tür zur Gegenwart.

"Wer denkst du konzentriert sich in Ysop?", unterbrach mich Melina Merkouri, die, von wem auch immer den Auftrag bekam, mir Pandoras Mitgift ins Haus zu bringen. Ich musste nicht lange nachdenken: "Die Kaiserin, besser gesagt die schlesische Großmutter meiner Leibhaftigen, die die Hetzjagd, die sich während und nach meiner Schwangerschaft gegen mich richtete hätte beenden können, es jedoch nicht tat, sondern einer anderen meinen Thron überließ". "Ein Schlückchen Is...?" Jetzt war das Maß voll "Es ist vollbracht", schrie ich in einer dramatischen Lautstärke, die nicht nur das Feuerlilienfläschchen erschütterte und vollendete eine kabbalistische Numerologie, bei der sieben autonome ApfelEssigBlütenEssenzen übrig blieben: Krokus (Anderswelt), Kürbis (Körperlichkeit), Lavendel (Überraschung) Löwenzahn (Loslassen), Lungenkraut (göttliche Führung), Kukuruz (slawisch: Mais) und der von Thuja verdrängte traumatisierte Milchstern. Der ungebundene (ledige) Mais, die alydische Aussage wird Monsanto nicht überraschen, ist eine genmanipulierende Stabilitätspflanze, die satt und zufrieden macht und bei der Anwenderin ein neues, vertrauenvolles Verhältnis zur Erde entstehen lässt. "Noch Fragen?" Melina Merkouri hob die Hand: "Ist die 66,6% eine hebräische Feuerlilie?". Für einen Moment verschlug es mir die serbische Muttersprache: "Nein, sie heißt weder Shoushan (hebräisch: Lilie) noch Lilith, sondern wie jene thujanische Bundeskanzlerin, die vor ihrer bundesrepublikanischen Politkarriere in der deutschen Demokratie Physik promovierte". Der angriffslustige Gesichtsausdruck von Condoleezza Rice ließ sich auch nicht durch das Zauberwort O.d.e.r.m.e.n.n.i.n.g abmildern: "Eines verstehe ich nicht, weshalb konzentriert sich die 66,6%ige auf die lilitäre Schaffensblüte und nicht auf Lungenkraut, die Blüte der göttlichen Führung?" "Die passende Antwort findest du in meiner Geburtsurkunde unter der Rubrik "Vornamen", sowie im brandgefährlichen Bestseller "AA - Der weibliche Weg das Patriarchat zu verändern" auf Seite 210/11 Lilith & Lilie (Seite 220/21), das 3. Zeichen im alydischen Schöpfungskreis. Ich zitiere: Das Symbol "Lilith" radikalisiert Frauen und erinnert an Schwertfrauen wie Judith, die Holofernes kurzerhand den Kopf abschlug, als sie das Gefühl hatte, er hätte es verdient..." "Kennst du den Mythos von Inanna und der Hollerbaum?" "H.u.l.u.p.p.u.b.a.u.m", korrigierte ich Hillary. "Die einen sagen Holler, die anderen Huluppu, wo ist der biologische Unterschied". "Der Huluppu war ein Holunder?" "Heiliger Gesangsverein, bis bei dieser Jukebox der Groschen fällt, vergehen Jahrzehnte", tönte es aus dem Feuerlilith-Fläschchen. "Schieb dir die Goldstücke in den Arsch und mach deine eigene Musik", knurrte ich zurück, bevor ich an den Holler vor dem Waschhaus denken musste, in dem "Mamanka" ihre haußmännischen Flitterwoche überlebte.
Ob es besser gewesen wäre,
mich nicht an das Waschhaus zu erinnern, welches wie das Yantsinger
Geisterhaus schon etliche Jahre Geschichte ist, kann ich nicht sagen,
jedenfalls ließ sich die großmütterliche Ackerwitwen-Essenz erst dann
zum Schweigen bringen, als ich Mamankas bayerische Schwiegermutter in
den Zeugenstand rief, mit der ich mir immer dann einen Nenner teilen
musste, wenn ich für meine Alleinerziehende zum Trauma wurde. Name: Nr.
15, Schöllkraut, Blüte des eigenen Raumes, verwandt mit dem Schlafmohn
im Volksmund auch Trudenmilchkraut genannt. Bürgerliche Bezeichnung:
Cäcilia Gerg, eheliche Haußmann, Familienstand: verwitwet, von Beruf
Hausfrau. "Hallo Oma, kannst du mich hören". "I bin ned dei Oma?" Ich
ließ mich nicht aus der Ruhe bringen. "Im Gegensatz zu deinem
Stammhalter, der mir keine Wiege schreinern sondern wie Aschenputtel in
der Kohlenkiste schlafen lassen wollte, kenne ich meine Herkunft,
trotzdem gibt es Ungereimheiten bezüglich deiner Schwiegertochter, die
mir seit meiner Kindheit im Magen liegen. "O mei d'Sandra", seufzte die Chelidonium majus, die, so heißt es, für besseren Durchblick sorgt. "Ich
spreche nicht von der ersten Frau deines Sohnes, sondern von der
zwei..." "I hob nua oa Schwiegadochta, de andre war a Ehebrecherin und
Ehebruch war bis 1969 strafbar". Dr. jur. Hillary nickte zustimmend: "In
Maryland werden Ehebrecher zu 10 $ Strafe verdonnert!" "Wie gut, dass
sich das Weiße Haus in Washington D.C. befindet, andernfalls wäre
Billery die Levinsky teuer zu stehen gekommen", feixte Melina Mercouri,
die im Anschluss Condoleezza die scherzhafte Frage stellte, ob Laura bei
ihren Weekend-Aufenthalten in Washington im Waschhaus nächtigen musste
oder nicht. Es dauerte eine Weile bis sich die aufgebrachte Ackerwitwe
wieder beruhigt hatte und ich das giftige Schöllkraut fragen konnte, ob
es richtig sei, dass sie ihre künftige Schwiegertochter, Anka
Isailowitch geb. Popp, nach deren Entlassung aus dem Sanatorium
genötigt hätte, im Waschhaus zu wohnen? "Freilich, wos hätt'n d'Leid
g'sogt, wenn de mit mei'm Buam unt'a oam Doch g'wohnt hätt". "Und nach
der Hochzeit?" "A Ehebrecherin bleibt a Ehebrecherin, mit und ohne
Trauschein". "Für die Krankenpflege war ich gut genug!", konterte
Mamanka und zählte auf, was sie für die Mutter eines Mannes getan hätte,
den sie aus Dankbarkeit geheiratet hätte. "Wos hoaßt do Pflege, i bin
von der'a erst verhext und dann vergift woar'n!". "Oma du hattest
Darmkrebs!". "I bin ned dei Oma und jetzt los ma mei Ruha..."
"Halihallo,
hört mich jemand, ich bin's Lisa Shamrock, die Blüte der pflegeleichten
Bemutterung", tönte es plötzlich aus dem Päckchen. "Die intrigante
Schreckschraube hat mir in dieser kostbaren Sammlung noch gefehlt",
knurrte ich wie die Bestie von Barkerville und erklärte den
Hirngespinsten, dass mir diese Puffmutter gestohlen bleiben kann. "In
dem winzigen Gläschen soll sich eine Bitis Arietans befinden?",
rief Melina Merkouri entzückt. "Eine was?" "Deutsch: P.u.f.f.o.t.t.e.r".
"Ich rede von P.u.f.f.m.u...". Ich drosselte meine Sauerstoffzufuhr.
"Wie heißt die Puffotter biologisch: Bitis A.r.i.e.t.a.n.s." "Ach",
ächzte ich und ergoogelte infolge, dass die meisten afrikanischen
Schlangenbisse auf das Konto der gefürchteten Puffotter geht, deren
gewebezersetzende Giftvorrat ausreicht, um bis zu fünf Menschen töten zu
können. Früher lautete die offizielle Bezeichnung nicht arietans
sondern lachesis. "Lachesis? - Ist das nicht eine der
hellenischen Schicksalsgöttinnen". Melina Merkouri zeigte den Daumen in
Richtung Wäschespeicher: "Klotho spinnt, Lachesis bestimmt die Länge des
Schicksalsfaden, die Moire
Atropos schneidet den Zopf wieder ab". Condoleezzas sarkastisches
Lächeln kündigte erneut eine verbale Gemeinheit an, jedenfalls münzte
ihre Anspielung, dass sich die schicksalshafte Lebensdauer bei
Verwendung einer Königskobra bis auf das 4fache verlängern würde, auf
den Body-Mass-Index (BMI), den ich von meinen Urahnfrauen in die Wiege
gelegt bekam. Bei "in die Wiege gelegt" kam mir die haußmännische
Anekdote in den Sinn, die bei jedem Familientreffen bei denen für
Heiterkeit sorgte, die nicht in meiner Haut steckten, jedenfalls fand
ich es gar nicht witzig, dass mein väterlicher "Schutzengel" zu
Lebzeiten auf die mütterliche Frage "ob er mir eine Wiege schreinern
könne" geantwortetet haben soll, dass ich seinetwegen in der Kohlenkiste
schlafen könnte. Bald darauf wendete sich das Blatt, denn in den
folgenden Jahren entpuppte sich das Aschenputtel als beliebtes
Fotomodell und bekam zur Belohnung den komfortabelsten Kinderwagen, den
es in der Nachkriegszeit zu kaufen gab. Kurz bevor ich das 7te Lebenjahr
erreichte, starb der zeugungsunfähige Papa an Lymphdrüsenkrebs. Fortan,
so die tröstenden Worte, würde mich mein ziehväterlicher Kameramann als
Guardian begleiten nach der Maxime: Heiliger Schutzengel mein, lass
mich dir empfohlen sein, in allen Nöten steh mir bei und halte mich von
Sünden frei. In dieser Nacht, ich bitte dich, erleuchte, führe, schütze
mich...
ass
mich dir empfohlen
sein;
in allen Nöten steh mir bei,
und halte mich von Sünden frei.
An diesem Tag (in dieser Nacht) ich bitte dich,
erleuchte, führe, schütze mich.
Amen.<br /><br /> Dieser Text stammt aus dem Ökumenischen
Heiligenlexikon<br /> von der Webseite <a
href='http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Schutzengel.html'>http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Schutzengel.html</a>
Heiliger
Schutzengel
mein,
lass mich dir empfohlen sein;
in allen Nöten steh mir bei,
und halte mich von Sünden frei.
An diesem Tag (in dieser Nacht) ich bitte dich,
erleuchte, führe, schütze mich.
Amen.<br /><br /> Dieser Text stammt aus dem Ökumenischen
Heiligenlexikon<br /> von der Webseite <a
href='http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Schutzengel.html'>http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Schutzengel.html</a>
"Sooo...".
Spontan drosselte ich mein Output, da ich mir nicht 100% sicher war, ob
die traumatisierte (Y)Sophia in Bayern als Soraya inkarniert ist oder
nicht. "Ist dir auf dem Westfriedhof in Vollmondnächten ein
schlafwandelnder Schutzengel namens Franz Haußmann über den Weg
gelaufen?", fragte ich die Dirndl-Prinzessin und suchte in der alten
Müller-Backzutaten-Blechkiste, in der seit Jahrzehnten unsere
Familienfotos aufbewahrt werden, nach einem zweidimensionalen Ebenbild.
Sogleich richtete sich die Aufmerksamkeit nicht mehr auf Ackerwinde,
Ackerwitwenblüte, Borretsch, Brennessel usw., sondern auf die
chaotischen Familienverhältnisse.in der haußmännischen
Erinnerungsschachtel. Die Niederschrift der Kondolenz werde ich mir
ersparen, nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Babyfotos meiner
Leibhaftigen bei den Hirngespinsten gesteigertes Interesse erweckten.
"Ganz die Melina...!". "Stimmt, fast könnte man meinen, ich sei die γιαγιά".
In der Tat konnte ich nicht leugnen, dass "Stella" Merkouri als
schauspielende Hafenhure von Piräus meiner Leibhaftigen nicht unähnlich
war. Während mir das AZ-Double in den Sinn kam, das mich in den Medien
bei einer Anti-Nazi-Kundgebung vertrat, an der ich nicht teilnehmen
konnte, offenbarte Gaja Merkouri ihrem Publikum, dass in ihrer
Muttersprache milo ein Apfel, meli der Honig und mulo weder ein Maulesel noch ein Müller sondern ein(e) Untote(r) sei, die/der solange umgeht, bis sie/er die mentale Balance
erreicht hätte". Sofort kam mir Argonaut Jorgos in den Sinn, der mir zu
"Liebzeiten", in denen ich mental auf dem Zahnfleisch kroch, prophezeit
hatte, dass ich, sobald meine Seele den Zustand der Ausgewogenheit
erreicht hätte, eine unvorstellbare Kraft verspüren würde. "Ach, Psychaki mou...!"
Ich zuckte zusammen. "Befindet sich der Ρροδότες (prodotes/griechische
Verräter) auch in diesem altiären Sortiment?", zischte ich wie ein
überhitzter Dampfkessel und überprüfte den Lieferschein von A bix Z.
Zuerst schwankte ich zwischen Kürbis und Wermutstropfen, um mich
eindeutig für die Authenzitätsblüte zu entscheiden, die Dogmen und
aufgesetzte Ideen entlarvt. "Ist aber Zwetschge?", wiedersprach
mir die Ackerwitwe. "Sliwowitz ist ein serbisches Nationalgetränk und
kein Argonautenfrühstück". Melina runzelte die Stirn. "Mamanka hat
recht, es muss die Δαμάσκηνο sein, schließlich leitet sich Volos nicht
von Woolworth, sondern von Veles ab, einem der Hauptgottheiten in der
slawischen Mythologie...", hörte ich sie sagen, bevor ich mich vor
meinem eigenen Schatten erschreckte.


"Die russische Bezeichnung der Plejaden als Volosyni wird mit Veles/Volos in Verbindung gebracht, der nach der Christianisierung zum Teufel mutiert ist. Die Rolle des ursprünglichen Viehbeschützers übernahm, vermutlich aufgrund der Namensähnlichkeit, der Heilige Blasius", wikeplädierte ich wie versteinert und begab mich auf eine Zeitreise ins Jahr 1990. Deutschland war ein Jahr nach dem Mauerfall zum drittenmal Fußballweltmeister geworden und ich rollte mit dem Hellas-Express zuversichtlich von München nach Saloniki um Demeters Schwiegertochter zu werden. Im Grunde stand meinem meditäranen "Lebenstraum" nichts im Weg bis auf den Bräutigam, der mir beim griechischen Heimspiel nur auf dem Wasser liebenswert erschien. Das Meer (griechisch: thalassa), das ließ sich nicht verleugnen, war das Element eines Phantoms, dem ich zum ersten Mal in den ausklingenden Raunächten 1990 im Cafe "Chaos" begegnet bin. Es war keineswegs Liebe auf den ersten Blick, jedenfalls wollte ich den blauäugigen Hellenen mit einer nicht minder "blauäugigen" Freundin verkuppeln, die immer wieder an die falschen Kerle geriet. Dass ich am Ende selbst im "Argonautennetz" zappelte, lag an der Filmmusik "Der Bienenzüchter", den die vermeintliche Braut, die sofort Strohfeuer gefangen hatte, nach dem ersten Takt erkannte, sowie am griechischen Akzent, mit dem der "Hochzeiter" meinen Kosenamen "Psychaki" (Seelchen) aussprach. An meinem 34ten Geburtstag erhielt ich einen Heiratsantrag und als ich vier Monate später nach einer "endlosen" Zugfahrt, die sich halbzeitlich durch das Land meiner slawischen Ahngeister erstreckte, in meiner neuen Heimat ankam, fühlte ich mich wie im 7. Himmel, zumal ich von Schwiegermutter Demeter nicht wie eine Konkurrentin, sondern wie eine Kore empfangen wurde. Weniger gastfreundlich begrüßten mich die angriffslustigen Wespen, die mich am dritten Tag der "Hochzeitsreise" zur Furie werden ließen, die den halben Hausrat, der sich auf der "Argo" befand, in der Ägäis versenkte. Nach diesem Ausraster blieb Argonaut Jorgos nichts anderes übrig, als sich in den Golf von Volos zurückzuziehen, der aus der Googleperspektive durchaus mit einer Gebärmutter (Latein: matrix) vergleichbar ist. Auf der Insel "Palio Trikeri" (A) konnte ich mich vom Wespentrauma erholen, das rückwirkend gesehen eine Schwangerschaft, die mir zum Verhängnis geworden wäre, verhinderte. "Was bedeutet Trikeri", wollte Soraya , der ich auf der ich auf der "Roseninsel" ins Netz gegangen war, wissen. "Tri heißt drei und keri ist die griechische Kerze" "Das ist die halbe Wahrheit", unterbrach mich Melina Merkouri, "trikeri" ist die Abkürzung von "trikerimata", was soviel wie drei Münzen heißt: Einen neuen Raum betreten. Ein Platz für neue Erfahrungen und Möglichkeiten. Es kann auch ein Ort für spirituelle und andere öffentliche Zusammenkünfte sein. Durch Körperübungen, Yoga, Massage entsteht Bewusstsein für Körperräume. Auf der Ebene des materiellen Austauschs, Handel. Ideen und Gedachtes verdichten sich. Alle drei Ebenen, Körper, soziale Kontakte, Verdienst, wirken zusammen.
(Quelle: Tarot Margarete Petersen - Drei Münzen)
"Ach",
seufzte ich und dachte mit etwas Melancholie an das einsame Traumhaus
auf Trikeri, das nur mit dem Boot zu erreichen ist. Wäre mein Verlobter
Eigentümer dieser im südfranzösischen Landhausstil erbauten Cottage
gewesen, hätte ich eigenhändig die Hochzeitsglocken geläutet, so aber
zeigte er mir voller Stolz ein Grundstück in einer suptropischen
Orangenplantage des kinderlosen Erbonkels, auf dem er sich mit mir und
unseren Nachkommen ein Domizil errichten wollte. Den Blick aufs Meer
gerichtet, gab es meinerseits kein Veto, doch als ich vom Strand aus in
unmittelbarer Nachbarschaft eine Zementfabrik entdeckte, hörte sich der
Einklang auf. "Hier möchte ich nicht mal begraben sein", knurrte meine
innere Sauhündin, die sich eine andere Perspektive erwartet hätte. "Wenn
du Hans-Michael nicht...". "Wenn mir dein reichgeliebter Schwiegersohn
ganz Hellas geschenkt hätte, wäre ich nicht bei dem ödipalen Spießer
geblieben", giftete ich zurück. "Aber deine Trauzeugin...". "Die
Klopetra kann mit verbundenen Augen Rosen nicht von 'nem toten Fisch
unterscheiden", fuhr ich dazwischen, packte das
Ackerwitchenessenzfläschchen an der Schraubpipette und warf es aus dem
Mansardfenster. "Congratulation", knurrte Hillary, "jetzt bleibst du auf
deinen Verbindlichkeiten hocken". "Wenn das so ist, kann ich die
restlichen Geschwister auch entsorgen!". "Das würde ich mir an deiner
Stelle gut überlegen", drohte mir die Feuerlilie mit der Begründung,
dass wir alle im selben Boot sitzen würden.
"Bootes?"
Kaum war das Echo verklungen kam mir eine Idee. "Wieviele Argonauten
sind an Bord?" Melina Merkouri sah mich erstaunt an. "Die klassische
Variante zählt 50 Helden". "Wer ging mit Startnummer 12 ins Rennen". "Δεν καταλαβαίνω"
"Was gibt's da nicht zu verstehen, die alphabetische Feuerlilie geht
mit und ohne Thuja als Nr. 12 ins Rennen", reagierte ich in Gedanken an
die Gehängte im Tarot, sowie an jene tödliche Bundesstraße, die das
Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, in zwei Hälften teilte. Luisa Francia
bezeichnete die "Zwölfer", welche Lindau mit Freyung bzw. Prag
verbindet, Heilige Highway bzw. Drachenstraße. In der Münchner
Lindwurmstraße absolvierte ich meine Lehrjahre in einem Beruf, dem ich
seit 72 Jahren treu geblieben bin. Hätte ich den Vater meiner
Leibhaftigen, der wie ich auf dem Rücken der Drachin aufgewachsen ist,
zu Beginn unserer Volljährigkeit (1. Januar 1975) geheiratet, könnten
wir in zwölf Jahren unsere Goldene Hochzeit feiern. Dass der adoleszene
Lebenstraum im Sommer 1975 zerplatzt ist, lag nicht an Braut &
Bräutigam, die seit Frühsommer 1972 von einer gemeinsamen Zukunft
träumten, sondern an den äußeren Umständen, die zu jenen anderen
Umständen führten, die für mich zum Alptraum wurden, weil ich als
17jährige Liebesrausch und Fortpflanzung nicht in Einklang bringen
konnte. Fünfzehn Jahre nach Beginn der Volljährigkeit wiederholte sich
das Trauma, als Argonaut Jorgos sich nach einem Orgasmus in der
Marsstraße einbildete, mich geschwängert zu haben. Als meine
Regelblutung mit vierwöchiger Verzögerung einsetzte, war ich die
glücklichste Frau der Welt, die ihre Euphorie nicht zeigen konnte, um
mutmaßlichen Vater, den ich über die Schmerzgrenze hinaus liebte, nicht
in eine tiefere Depression zu stürzen. Wäre der Wunschtraum des
Argonauten in Erfüllung gegangen, hätten wir im September 1990
geheiratet, so aber läuteten die Hochzeitsglocken für meine
Nachfolgerin, die 2017 fünfundzwanzig Jahre mit einem Phallus
verheiratet ist, dem jene Tassen im Schrank fehlen, die ich nach der
Fußball-WM 1990 über Bord geworfen habe. "Chapeau!",
:applaudierte Melina und hielt mir die Argonautenliste unter die Nase:
"Der 12te im Alphabet ist Argos, Sohn des König Phrixos, welcher als
Erbauer der Argo in die Mythologie einging". Im ersten Moment perplex,
wagte ich den Absprung in die nächste Dimension: "Kiria Argolydi jetzt
g'hörst da Katz!", knurrte ich, um im selben Atemzug die Merkouri zu
fragen, ob Phrixos der Bruder jener Helle sei, die bei der Flucht nach
Kolchis vom fliegenden Widder "Chrysolmeles" stürzte. "Am Ziel
angekommen bekommt der Zwilling Chalkiope, Medeas Schwester, zur
Gemahlin. Um Zeus zu danken opfert der hellenische Schwiegersohn das
Leben jenes verwitweten Widders, welcher ihm das Leben rettete. Dessen
"Goldenes Vlies" wird solange im Drachenhain aufbewahrt, bis Chalkiopes
Sohn in Kolchis auftaucht, um das mütterliche Erbe einzufordern. Dem
Mythos zufolge hilft Tante Medea den Argonauten das Goldene Vlies
stehlen, welches den Habsburgern eine römisch-katholischen
Vormachtstellung garantiert, die aus historischer Sicht 1438 mit
der Krönung von Albrecht II. beginnt und am 11. November 1918 mit der
Verzichtserklärung des letzten H-Kaisers endet. Fünf Jahre nach dem
unfreiwilligen Ende einer 480jährigen Erfolgsgeschichte "misslingt" vor
der Münchner Feldherrnhalle zwischen Wittelsbacher-Residenz und Orden vom Goldenen Vlies-Theatinerkirche,
der sogenannte Hitlerputsch, welcher dem habsburgischen Führer zu jener
Popularität verhilft, ohne die es im Reichskristalljahr 1938 keinen
Anschluss Deutschlands an Österreich ("Unternehmen Otto" 500 Jahre
Habsburg 1438-1938) gegeben hätte.
Erster
OVGV-Großmeister ist/wahr Philipp, der Gute, das letzte Ordensoberhaupt
vor der österreichisch-spanischen Dualität des "Goldenen Vlieses"
ist/wahr der kinderlose Habsburgerkaiser Karl II., welcher mit dem Beinamen El Hechizado, der
Verhexte, in die Kirchengeschichte einging. Amtierender iberischer Gran
Maestre ist König Juan Carlos, derzeitiger österreichischer Großmeister
ist der älteste Sohn des "Thronfolgers" Otto Habsburg, welcher nicht
in Schönbrunn sondern im Pöckinger Exil zum Oberhaupt des Hauses
Habsburg-Lothringen heranreifte. Γλαῦκας εἰς Ἀθῆνας κομίζειν, - Eulen nach Athen tragen,
ist ein populäres Sprichwort, dass die Illuminaten die Eule zu ihrem
Markenzeichen machten, kann in Wikipedia nachgelesen werden, dass die
Gemeinde Pöcking sich seit 1980 mit einer auffliegenden, goldbewehrten
blutroten Eule (altgriechisch: glaukos) wappnet, ist wie folgt unter der
geschichtslosen Homepage www.poecking.de dokumentiert: Die Eule ist das Wappentier der Herwart von Hohenburg, die Farbgebung geht auf die Familie
Rosenbusch sowie die Grafen von La Rosée zurück. Schlüsselfigur ist Basselet de La Rosée,
juristischer Beamter und Logenbruder des Illuminatenordengründers Adam
Weishaupt. Nach dem bayerischen Geheimbundverbot bekannte sich die
"Spanische Rose" im salomonischen Dienste der Wittelsbacher nicht zu den
Rosenkreuzern sondern zur vatikanischen Propaganda Fide
(P2). Der reformierte Name Rosenbusch taucht nicht nur in Pöcking,
sondern auch im immobilen Zusammenhang mit den Schlössern Leutstetten
(Gauting), Notzing (Erding) und Elkofen (Ebersberg) auf. Nach dem
Untergang Napoleons ehelichte Jakob von Washington, ein
angeblicher Verwandter jenes US-Präsidenten, welcher einem
Illuminaten-Mythos zufolge eliminiert und durch einen Doppelgänger aus
der Jesuiten-Hochburg Ingolstadt ersetzt worden sein soll, das Notzinger
Dornröschenschloss. Der La Rosée-Freimaurer-Schwiegersohn Joseph von
Hazzi, dessen böhmischer Familienname an den Marranen Joseph Nasi erinnert, verkauft die Mitgift seiner Gemahlin Josephine La Rosée an Herzog Max in Bayern,
dessen Gemahlin außer der "Sisi" (Romy Schneider) noch weitere neun
Nachkommen hervorbrachte, die, am Heiligabend 1837 in München geboren,
ihre Geschwister mehr oder weniger in einen Schatten stellte, der ihr
selbst zum Verhängnis wurde. Das schwerste Los zog Sisi' Schwester
Sophie, die am 19. Juni 1886...
Fortsetzung folgt...
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