Montag, 11. November 2013

(7) TSCHOVANA

"Am 19. Juni 1867 wurde der zum Tode verurteilte Kaiser von Mexiko, Erzherzog Ferdinand Maximilian Joseph Maria von Österreich, hingerichtet, aber an die Geschehnisse des 19. Juni 1886 kann ich mich nicht entsinnen", murmelte Soraya, die sich in der Zwischenzeit umgezogen und zum roten Dirndl, welches farblich zur Pöckinger Eule passte, eine champagnerfarbene Seidenschürze trug. "Die Mexikaner hatten einen Habsburger als Kaiser?", rief ich perplex. "Offiziell war der mexikanische Operettenkaiser Habsburger, genetisch ist der Enkel Napoleons ein Wittelsbacher!" Sogleich kam mir als Hobbygeschichtsprofessorin  die napoleonische Ferntrauung mit der österreichischen Kaisertochter in den Sinn, die am 20. März 1811 im Pariser Tuilerien-Palast einen Sohn zur Welt brachte, welcher auf den Namen Napoléon-François-Joseph-Charles Bonaparte getauft wurde. Der "Sohn des Adlers", wie der Kronprinz mit Beinamen hieß, fühlte sich bei der Reifeprüfung zu Sisis Schwiegermuttertante Sophie Friederike Dorothea Wilhelmine von Bayern hingezogen, welche ihrem Gemahl am 18. August 1830  den Franzl bzw. Kaiser Franz Josef I. schenkte Bis zur nächsten Niederkunft, vergnügte sich Tante Sophie F. D.W., die ihrer Schwiegertochternichte nicht nur im Sisi-Film das Leben zur Hölle machte, solange mit dem napoleonischen Neffen, bis sie am  6. Juli 1832 in Schloss Schönbrunn einen weiteren Habsburger Kaiser hervorbrachte, welcher am 19. Juni 1867 in Mexiko erschossen wurde. 16 Tage nach der Entbindung erlag Napoleons Stammhalter,  dem bei Hofe Erzherzog Ferdinands Vaterschaft angedichtet wurd, an Maria Magdalena 1832 (22. Juli) der Schwindsucht. Bonapartes Neffe, Kaiser Napoleon III. reagierte auf die Wiener Gerüchteküche, die seine Thronfolge in Frage stellte, indem er dem mutmaßlichen Bastard den Aztekenhexenkessel schmackhaft machte. Gegen den Willen der aufgebrachten spanischen Kolonialherren zum Kaiser gekrönt, der für die französischen Gläubiger die mexikanischen Staatsschulden eintreiben sollte, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann dieser vor der Habsburger Kapuzinergruft um Einlass bitten würde. Der verlief nach dem selben Schema wie der Einlass von Otto Habsburg, welcher am US-Unabhängigkeitstag 2011 (4. Juli) im Pöckinger Exil den goldenen Löffel abgeben musste. Im ersten Teil nennt der Zeremonienmeister die Herkunft des Verstorbenen, die ihm durch das Schicksal (Karma) in die Wiege gelegt wurde, dieser Vorstellung folgen Ehrungen und Auszeichnungen, die dem Toten aufgrund eigener Leistungen verliehen worden sind. Der die Schwelle zur Kapuziner-Unterwelt bewachende "Guglmann" antwortet daraufhin jedesmal "Wir kennen ihn nicht!" Die rituelle Unkenntnis basiert auf der Überzeugung, dass die irdischen "Verdienste" traditionell auf der Erde zurückbleiben sollen.. Einlass in die Gruf, so das Internet-Archiv der "Kleine Zeitung", findet der Verstorbene nicht als Kaiser, König oder Erzherzong, sondern als "sterblicher, sündiger Mensch" - also so wie jeder Mensch vor Gottes Richterstuhl tritt,: demütig und angewiesen auf die Barmherzigkeit Gottes,..
http://www.kleinezeitung.at/habsburg-anklopf-zeremonie
Die Mühlliesl sagte einst zu dem Thema: "Es wird sich zeigen, dass der Bettelmann auf dem Ross nicht zu derreiten ist". Das mag alles seine Richtigkeit haben, aber ich weiß noch immer nicht..." Ich nickte Soraya verständnisvoll zu und gab ihr zu verstehen, dass 19 Jahre nach der mexikanischen Hinrichtung der bayerische Märchenkönig, welcher am 13. Juno 1886 unter mysteriösen Umständen vis-a-vis der einstigen La Rosée-Hofmark im Würmsee ertrank, zu Grabe getragen wurde. Am 19. Juni 2004 ist Bassamedi, dem ich an Napoléon-François-Joseph-Charles Bonaparteam 193tem Geburtstag (20. März 2004) im Schatten der Münchner Mariensäule begegnet bin, über den Jordan geflogen, um unseren Identitätswechsel vorzubereiten. "Identitätswechsel", murmelte Soraya, um anschließend von einer Münchner Fronleichnamsprozession zu berichten, bei der sie sich, um nicht erkannt zu werden, als Nazarenos verkleidet hatte. "Als Naziwas?", rief ich verblüfft. "In Spanien heißt die Bruderschaft "Hermandad". Ich schüttelte den Kopf: "Noch nie gehört!". Nach weiteren verbalen Missverständnissen riss Condoleezza der Geduldsfaden: "Do you now Ku-Klux-Klan?" Endlich ging mir ein Licht auf: "Du meinst die Guglmänner, die ihre Tradition seit dem unerwarteten Tod des Staufer-Kaisers Barbarossas pflegen  und die König-Ludwig-Verschwörungstheorie am Leben erhalten?" Soraya seufzte erleichtert. "Wie heißen die spanischen Kapuzenbrüder noch mal?" "N.a.z.a.r.e.n.o.s" wie Nizariten, besser bekannt als Assassinen. "Du hast dich als Franziskanernonne verkleidet?", fragte ich ungläubig. Nizariten sind keine Anhänger des Franz von Assisi sondern A.s.s.a.s.s.i.n.e.n", knurrte Condoleezza und drückte mir Dan-Brown' Taschenbuch  Illuminati in die Hand. "Belongs to your bookcasel". "Ach so", flüsterte ich und sah in meinem Gehirnkino Flug AA 11 an 9/11 in den Nordturm der Münchner Twin-Towers krachen. Zum ersten Mal hörte ich diesen Namen, als die Medien die Al-Quadia-Kamikazis nicht mit japanischen Selbstmordattentäter, sondern mit einer persischen Geheimbruderschaft verglichen, die von Hasan-i Sabbah, welcher ca. 1034 in der schiitischen Pilgerstadt Qum auf die Welt kam, gegründet wurde. Im folgenden Jahrhundert bzw. 1181/82 kam in Assisi Giovanni Battista Bernardone zur Welt, um als Franz von Assisi in eine vatikanische Kirchengeschichte einzugehen, die in missionarischem Blutvergießen ersäuft. Es heißt, dass der legendäre Lieblingsjünger Giovanni (deutsch: Johannes), welcher  in Ephesos eines natürlichen Todes sterben durfte, der evangelistische Verfasser der Johannes-Offenbarung sei, ich persönlich tippe auf die "Schwarzen Fransikaner" (Minoriten). aus Assisi, die das Lebenswerk ihres Bettelordensgründers (**3. Oktober 1226) bis dato am Leben erhalten.

"Du glaubst, dass Franz von Assisi der Verfasser der Apokalypse ist?" Zuerst nahm ich an, dass Soraya wieder die Gestalt einer Krähe angenommen hätte, doch dann machte mich Hillary auf eine Elster aufmerksam, die sich vor dem Küchenfenster am Blumenkohl zu schaffen machte. "Du kannst mich Hansi nennen?". "Hansi? Du bist doch kein Kanarienvogel!" "Na gut, dann Tschovana". "Männlich oder weiblich". "Beides", krächzte der schwarzweiße Rabenvogel, bevor sie das menschliche Gehirn und den cavolfiore in einen Topf warf. "Stimmt, in Formaldehyd eingelegt ist das Gehirn dem Kafiol ähnlicher wie dem Kohlrabi". "Hast du schon mal 'nen Blumenkohl der Länge nach halbiert?" "Äpfel, Birnen, Tomaten ja, Blumenkohl nein". Nachdem ich mich mit dem Küchenmesser vom anatomischen Querschnitt eines Gemüsegehirns überzeugen musste, wollte die androgyne Tschovana wissen, ob mir bekannt sei, dass die Urheimat des kreuzblütenartigen  "Lebensbaumes" Asia Minor ist. Noch beide Blumenkohlhälften in der Hand schüttelte ich mein Gehirn in horizontaler Richtung. "Dann weißt du auch nicht, dass die ersten Minoriten meinen Lebensmittelpunkt nicht Assisi sondern Asisium nannten. "Du stammst aus Assisi?" Ursprünglich kommen meine Ahngeister aus Ephesos, doch im Zuge der Völkerwanderung haben sie sich am Monte Subasio angesiedelt. Sogleich kam mir Bassaridos vierwöchige Ahnreise in den Sinn. Die erste Woche verbrachten wir an einem geheimnisvollen Ort bei Orvieto, die zweite verbrachten wir in Perugia, der Geburtsstadt von Bassams Großmutter mütterlicherseits, die nach dem Tod ihre Identität verlor. Nach unserer Ankunft in der Ferienwohnanlage außerhalb der Stadt, machten wir uns an Sisi' Todestag bzw. Mamankas serbischem Geburtstag (10. September) auf den Weg in die Wiege meiner umbrischen Schwiegergroßmutter, die als Nonne verkleidet nach Palästina floh, um dem Holocaust zu entgehen. Wann Ĝadda (dschadda/arabisch: Oma) Bassams verwitweten Großvater  Abed Alrahim Masamh ehelichte ist nicht bekannt, ebenso Name, Geburtsdatum, Todestag usw. Unvergesslich sind hingegen arabische Studenten, die uns unmittelbar nach der Ankunft am Fontana Maggiore mit einem palästinensischen Volkslied überraschten, sowie eine weiße Katze (griechisch: Γάτα/gadta) mit blauen Augen, der wir auf dem Subasio begegnet sind. Das Wort Magie leitet sich vom griechischen Verb "kochen" ab, in Ĝaddas italienischer Muttersprache heißt eine Person, die verschwiegen wird, nicht Tabu sondern Persona ingrata, was soviel wie unerwünschte Person heißt. Dass ich als leibliche Tochter einer persona non grata eine persona ingrata² bin, lässt sich nicht verleugnen, da die am 10. September 1913 in Stara Pazova geborene Anka "Anna" Popp kein Geheimnis daraus machte, dass der Bastard ihres Bastards ihr nur Umstände machen würde. So gesehen bin ich eine hundertprozentige Seelenverwandte von SchwiegerĜadda non grata, die in Lettland nicht nonna (italienisch: Großmutter) sondern "Jahr" (italienisch: anno) heißen würde.
Der Familienname Anno (lettisch: gad) taucht namentlich 5233 Mal (Quersumme 13) in Europa auf, statistischer Schwerpunkt ist nicht die römische Halbinsel sondern die Bretagne & Britannien. Die keltische Konzentration basiert auf die Fruchtbarkeitsgöttin Anu, die in ihren unzählichen Aspekten mit Morrigan und Danu (Danubia/Donau) identisch ist. Das Donauweibchen mündet ins Schwarzmeer, das durch eine Meerenge bzw. Gebärmutterhals mit dem Weißmeer verbunden ist. Es ist anzunehmen dass Nonna Ĝadda mit einem Dampfer in ein "Verheißenes Land" gelangte, das von den UreinwohnerInnen Shām wie Shamrock (Irland) genannt wird. Nach der Geburt zweier Töchter und einem Sohn, verschwand die "Fremde" nach dem Holocaust von der Bildfläche. "Sono tornato ad Assisi", unterbrach Tschovana meine Reise in die Vergangenheit. "Willst du damit andeuten, dass du die Reinkarnation meiner Schwiegergroßmutter bist?", rief ich mit Gänsehautfeeling. "Sieht man das nicht?" Ich schüttelte den Kopf: "Ich sehe lediglich eine schwarzweiße...". "Kufiya", unterbrach mich die Elster, bevor sie mir offenbarte, dass sie nach ihrer Rückkehr im Klarissen-Kapuzinerinnen-Kloster "Santa Croce", welches anno 1723 von vier Müllerstöchter aus Michaelsbuch in Assisi gegründet wurde, einen geruhsamen Lebensabend gehabt hätte, wenn..." "Aus Michael' Buch?", murmelte ich paralysiert, während mir Mamankas Lieblingsschwiegersohn Hans-Michael in den Sinn kam, der von meiner ersten Schwiegermutter Hansi gerufen wurde. "Michaelsbuch ist keine Klosterbücherei sondern eine niederbayerische Siedlung, an der du mit deinem Qinquecento unzählige Male vorbeigerast bist, ohne ihr Aufmerksamkeit zu schenken". Obwohl das Stichwort "niederbayerisch" eine konkrete Vorahnung bewirkte, stellte ich mich dumm, um Nonna Tschovana aus der Reserve zu locken, die mir mit dem Hinweis, dass ein magischer Zirkel um die Michlbucher Mühle die Apoiner-Mühle sowie das Feng Shui zwischen Schaufling und Lalling tangieren würde, eine klassische Steilvorlage für ein Eigentor lieferte.
"Aridike?", seufzte ich und erinnerte mich wehmütig an vergangene Tage, als die Lokmüllerin, die Ĝaddas Enkelsohn Bassam Daoud Yousef als ihren Schwager bezeichnete, noch Herrin über die Kauzinger Hirsemühle war, in der ich mich in den ersten fünf Jahren nach dem Millennium zur "Kleinen Hexe" entwickeln konnte. Anders wie bei der 66,6%igen habe ich mich nach diesen Lehrjahren von Meisterin Aridike nicht im Bösen getrennt, sondern die Lokmüllerin nach einer Phase der Konjunktion aus den "Augen" verloren. Die Trennung (Geburt) erfolgte nicht abrupt wie der Einsturz der Reichenhaller Eishalle, sondern wie ein schleichender Tod, welcher von einer verbitterten Kräuterhexe aus dem Linzer Waldviertel bewirkt wurde, die rückläufig gesehen am Stammbaum der Pölzl Klara hängt, die am 20. April 1889 einen Buben..." "Mama mia, lass den verdammten Braunauer aus dem Spiel", funkte Tschovana dazwischen, deren in Kuwait aufgewachsener P-Enkel (P = Mensch palistinäsischer Herkunft, J = Jude) bis zu unserem Identitätswechsel als irakischer Asylbewerber in Perlesreuth gemeldet war. Zunächst auf den Landkreis Freyung beschränkt, erkämpfte sich "Passarido" eine bayernweite Residenzpflicht, die zur Folge hatte, dass der Geduldete, ohne gegen das bayerische Rassegesetz zu verstoßen, am 20. März 2004 auf dem Münchner Marienplatz auf meinen Lebenszug (S22) aufspringen konnte, der planmäßig ins vorolympische Athen fahren sollte. Dass die palästinenische Mitgift mit der ich zwei Tage später meinen 48ten Geburtstag feierte, ausgerechnet am 8ten Todestag von Aridikes ErblaSSer aufgetaucht ist, erfuhr ich aus einer Internet-Enzyklopädie, in der die Vita sämtlicher Nazi-Promis publiziert wird wie z. B. von Emil Haussmann, der meinem gleichnamigen Ziehvater Franz Haußmann verblüffend ähnlich sieht. "Doppelgänger" Emil, ein Württemberger Volksschullehrer trat ebenso der P.a.r.t.e.i  bei wie Namensvetter Franz, welcher als Reichsbahnbeamter im Mittleren Dienst bis zum verlorenen Endsieg eine Werkstatt leitete, in der FremdarbeiterInnen Akkumulatoren instandsetzen mussten. Während der eine bis Kriegsende dem Führer an der Heimatfront diente, um einer balkanesischen Fremdarbeiterin den Hof zu machen, nahm Emil nach zweijähriger Schreibdiensttätigkeit im Stuttgarter "Eichmann-Referat" am Überfall auf Polen sowie am "Unternehmen Barbarossa" teil. Welcher Verbrechen gegen die Menschlichkeit sich das "Double" hat zuschulden kommen lassen, ist nicht publik gemacht worden, Fakt ist, dass Emil Haussmann nach Erhalt der Anklageschrift  die "Rote Jacke", die alle zum Tode verurteilten "Landsberger" tragen musste, bereits sechs Wochen vor Beginn des Einsatztruppenprozesses im Nürnberger Untersuchungsgefängnis an den Nagel hängte. 14 der 23 hinterbliebenen Mitangeklagten wurden zum Tode verurteilt, vier Hinrichtungen wurden am 7. Juni 1951 in Landsberg vollstreckt, die anderen erfuhren mit Unterstützung der "Stillen Hilfe" durch US-Hochkommisar  John Jay McCloy Gerechtigkeit durch Gnade, die die SD-MaSSenmörder ihren zivilen Opfern nicht gewährten. Im Gegensatz zu Einsatztruppenleiter Emil Haussmann, der persönlich an der barbarischen Treibjagd teilnahm, kommandierte Dr. Albrecht Lokmüller die Deutsche Reichsbahn, die schon vor der Wannseekonferenz unzählige "Persona non grata" in Vernichtungslager deportierte. Ab Ende 1942 fuhren die RB-Züge ohne Umwege nach Auschwitz-Birkenau. An dieser Stelle zog die Elster die verbale Notbremse. "Anfang und Ende der Kreislinie ist nicht die Gaskammer sondern die Apoiner-Mühle" hieß das Lösungswort, das eine Weiche in Bewegung setzte, die meinen Lifetrain eine andere Richtung geben sollte.

Zunächst verstand ich Bahnhof, da ich sogleich an den Mühldorfer Todeszug erinnerte, der am Morgen des 27. April 1945 aufgrund eines Lokomotivschadens in Poing liegen blieb. Einige KZ-Häftlinge nutzten den unplanmäßigen Zwischenaufenthalt zur Flucht. Als eine Gruppe Flüchtlinge an der Poinger Grundschule vorbei lief, informierte ein Luftwaffenleutnant namens Windmüller eine in der Nähe befindliche SS-Einheit, bevor er sich mit seinen Männern und bewaffneten Zivilisten auf den Weg zum Bahnhof machte, um die KZler in die Waggons zurückzutreiben. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei. Es gab mindestens 50 Tote und mehr als 200 Verletzte, nur wenigen konnten entkommen. Am Abend fuhr der "Geisterzug" Richtung München weiter..." "...an Walpurgis 1945 hielt er vor dem Berliner Führerbunker, einen Monat später wurde Mehdorns RB-Ahnherr in einem Moosburger Kriegsgefangenenlager interniert", unterbrach mich Tschovana, die sogar wusste, dass der oberste Dienstherr der Reichsbahn, dessen Gemahlin sich sechs Monate nach Aridikes Geburt hat scheiden lassen, in der Nacht vom 8./9. Dezember 1945 aus der Kriegsgefangenschaft fliehen und via Rattenlinie nach Argentinien flüchten konnte. Nach dem Sturz von Evita Peróns Gemahl, der vor dem verlorenen Endsieg verkündete, dass Hitlers Kampf im Frieden wie im Krieg der argentinische Leitstern sein werde, kehrte der "Eisenbahner", der sich vor Gericht nicht mehr entsinnen konnten, dass unter seiner Führung mehr als eine Million Juden in die Vernichtungslager transportiert wurden, wieder in die Heimat zurück, um bis zur Rente einer namhaften deutschen Stahlfabrik, die von 1933 bis 1945 nicht existierte, als Transportexperte zu dienen. Einen Tag vor Hitlerstodestag 1973 bekam der "Vergesslichen" bei der Vergangenheitsbewältigung ein strategischen Herzinfarkt, dem ein chronische Verhandlungsunfähigkeit folgte. Der Prozess wurde eingestellt, sodass der rüstige Prototyp eines technokratischen Nationalsozialisten, welcher seiner Gesinnung bis über den Tod hinaus treu blieb, vier Wochen nach seinem 91ten Geburtstag (26. Februar 1996) starb, ohne das "Bewusstsein" zu erlangen. Um die väterliche Schuld zu sühnen investierte Aridike dessen Nachlass in die Einöde Hirsemühle, die zur Anlaufstelle für Matriarchatsforscherinnen, Schamaninnen, Spinnerinnen, Grenzgängerinnen usw. wurde. Bald schon zählte ich zum "Inneren Kreis" einer dominanten Gastgeberin, die u. a. bei Ute Schiran in die "Lehre" gegangen ist, sich mit Hekate verbunden fühlte und nicht viel für die dogmatischen Methoden der Al Lydi übrig hatte nach der FJS-Devise: "Ich brauche als Demokratin keine Opposition. Nach der Frühgeburt von Aridikes Enkeltochter Lea, die aufgrund von Komplikationen in einer Frauenklinik zur Welt kam, deren Umbau mich über Jahre beruflich beschäftigt hat, stieg ich von der Wahlschwester zur "Co-Großmutter" auf, die anstelle von Aridike, die nicht täglich nach München fahren konnte, die frisch vermählte schwangere Tochter bemuzzrtz hatte.
"Ĝadda & CO₂-Ĝadda", habt ihr in der Küche Wurzeln geschlagen?", tönte Hillary aus dem Livingroom, welcher in der Hirsemühle selbst für die Co-Großmutter tabu war. Nur zweimal durfte ich die Räumlichkeiten betreten, die durch den Zauberspruch "A.r.i.d.i.k.e.s  p.r.i.v.a.t.e.r.  B.e.r.e.i.c.h" von der Anderswelt abschirmt wurden. Im letzten Jahr unserer astrologischen Konjunktion erfuhr ich beiläufig von der Existenz eines "Ahnzimmers", das ich all die Jahre nicht wahrgenommen habe, obwohl der nach altem Hund riechende Staubsauger, mit dem ich vor der Abreise "mein" Gästinnenzimmer reinigte, vor der Türe parkte. Ob der Lokmüller nach dem Ableben in einen Beutelstaubsauger reinkarniert ist, der wie Kerberus das Ahnzimmer seiner Tochter bewachte, kann ich nicht sagen, ich weiß nur, dass das Geisterzimmer nur "Auserwählte" betreten durften. Eine davon war Wildgard Eisenhut geb. Rumpumpl, eine gewerkschaftlich organisierte sozialistische Linzer Kräuterhexe, die, so hatte es den Anschein, ihren Lebensabend in der Hirsemühle verbringen wollte. Der magische "Zufall" wollte es, dass ich eines Tages in Arikes Abwesenheit die unabkömmliche Dauergästin Wildgard beim Hirsehaushundehüten vertreten musste. Es war das erste Mal, dass ich ohne Aridike in der einsamen Waldeinöde nächtigen "musste". Obwohl die Hirsehündinnen Madra und Lin Chen keine Schoßhündchen waren und ich mich mit einem Küchenmesser in mein Zimmer einschloss, schlief ich in dieser "Horrornacht" so gut wie gar nicht, da ich mich von einer Gefahr bedroht fühlte, die ich nicht einschätzen konnte. Hätte ich den Artikel über das Krimidebüt "Tannöd" (* Januar 2006) schon im Vorfeld gelesen, wäre mir vielleicht im Lieblingszimmer der Linzer Kräuterhexe die Bauernmagd Maria Baumgartner in den Sinn gekommen, deren schreckliches Ende dem verfilmten Bestseller als Spiegelbild diente. Während die anderen Opfer zur Familie zählten, befand sich die Baumgartnerin in der Hinterkaifecker Mordnacht nur "zufällig" am Tatort. Wäre die neue Magd nach dem Vorstellungsgespräch ihrer Vorahnung und nicht der Bitte ihrer Schwester gefolgt, hätte es in der Nacht vom 31. März / 1. April 1922  in der Einöde im Donauries nur fünf Mordopfer gegeben, deren Tod nie gesühnt wurde.
Wie es in jener Nacht zu dem Déjà-vu hat kommen können, wäre mir bis dato rätselhaft, wenn mir Tschovana nicht den entscheidenden Tipp gegeben hätte:  "Der Lokmüller ist zwar in Passau geboren, aber dessen Sippe stammt aus dem Donauries, genauer gesagt aus Waidhofen". "Befindet sich dort nicht..." Die Elster nickte. "Das Familiengrab "Gabriel-Gruber", in dem auch die Baumgartnerin keinen Frieden findet, deren Großmutter wiederum eine geborene Lockmüller ist. "Aridike hängt am selben Stammbaum wie die Baumgartnerin?". In diesem Zusammenhang fiel mir wieder das Gebotsschild "A.r.i.d.i.k.e.s  p.r.i.v.a.t.e.r. B.e.r.e.i.c.h" ein, von dem nach einem Wortzauber noch das Vaterreich übrig blieb, das in Verbindung mit dem Ahnenzimmer eine Erklärung wäre, weshalb mich im Traumzimmer der Linzer Kräuterhexe das Tannöd-Feeling überkam. Auf meine Frage, in welchem Verhältnis sie zu Aridike stehen würde, die ihren Enkel als Schwager bezeichnete, erhielt ich von Tschovana die plausible Antwort, dass die ältere Schwester des Lokmüllers ihr Ordensgelübte 1923 im Kloster Aiterhofer ablegte, bevor sie einer Eingebung folgend nach Assisi ging usw." "Lass mich raten, das Kloster Aiterhofen befindet sich bei Schrobenhausen?" Tschovana schüttelte den Kopf: "Im Landkreis Straubing-Bogen am anderen Donauufer der Gemeinde Hunderdorf, wo in der Nacht vom 15/16. September 1753 die Zwillinge Elisabeth und Matthäus Lang auf die Welt kamen. Als der Bub im ersten Lebensjahr starb, wurde statt seiner Elisabeth für tot erklärt, welche als "Mühlhiasl" zur Legende wurde. Mühlliesls Großmutter väterlicherseits ist eine gewisse Maria Hagnberger, die den Lang-Müllersohn von der Brennberger Höllmühle zum Manne nahm. 1841 gelangten die glorreichen Regensburger T&Taxler in Besitz einer abgebrannten Schlossruine, die seit 1935 Eigentum der Gemeinde Brennberg ist, in die sich 1945 laut Chronik die Amerikaner einquartierten". "Die Amis annektierten nach dem Holocaust ein abgebranntes Kaff, in der sich Fuchs und Hase good night sagen?", wiederholte ich in der Hoffnung, dass Hillary & Co...". "Sag mal, wie war das mit der CO₂-Ĝadda gemeint?" Mein brünettes Jerusalem-Syndrom lächelte tiefgründig: "Kohlenstoffdioxid, ein unbrennbares, saures, wasserlösliches, farb- und geruchloses Gas, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O) mit der Summenformel CO₂, welches umgangssprachlich im Zusammenhang mit kohlendioxidhaltigen Getränken wie z. B. Coca Cola Kohlensäure genannt wird und sowohl bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichender Sauerstoffzufuhr sowie im Organismus von Lebewesen als Produkt der Zellatmung entsteht.
 
"Ach", reagierte ich und konzentrierte mich erneut auf den höhlmühlischen Brennberg, der in der Höcherl-Epoche zur "Think Tank" europäischer Argrarpolitik mutiert ist. Ob der "Raubritter von Brennberg", wie sich der einstige Innen-/Agrarminister selbst bezeichnete, von einem "Taxler" gezeust wurde, bleibt ein fürstliches Familiengeheimnis, Tatsache ist, dass a) 14 Tage nach Höcherls Geburt die Titanic einen Eisberg rammte und b) der uneheliche Waldbauernbub in der NS-Zeit eine erstaunliche CSU-Politkarriere hinlegte. In biochemischer Verbindung mit dem "Hagnberger" Hias, den der Zwiesler Heimatforscher Paul "Baumsteftenlenz" Friedl, in seinem volkstümlichen Roman "Mühlhiasl, der Waldprophet", mit einem Zigeuner-Findelkind namens Matthias Stormberger aus Rabenstein in einen Kessel wirft, ergibt dies ein hellsichtiges Gemisch, das wörtlich nach "Starnberg" führt, da in einem Kalender, welcher 1959 ans Tageslicht kam, im Zusammenhang mit der Deffenik-Glashütte im Jahr 1766 ein Pottaschenbrenner namens Starnberger erwähnt ist. In der Zwiesler- bzw. Arber-Grenzregion endet/beginnt der Gunthersteig, ein "Pilgerweg" zwischen dem Kloster Niederalteich und Dobrá Voda (Voodoo), welcher an einen Volksheiligen erinnert, der ein Schwager des Hunnenkönig Stephan I. gewesen sein soll. Dieser ehelichte Gisela Liudolfinger, die Schwester jenes Heinrichs, welcher mit seiner Gemahlin, Kaiserin St. Kunigunde, die, ohne sich die Sohlen zu verbrennen, über glühende Pflugscharen laufen konnte, das fränkische Bistum Bamberg gründete. Aus den Luidolfinger gingen die kaiserlichen Ottonen hervor, welche mit Gottes Hilfe die Hunnen besiegten, in der legendäre Nibelungen-Saga ist Gunther jener Wormser Burgunder-König, welcher mit "Waldküre" Brunhilde, dank der Tarnkappe seines Schwagers, eine platonische Hochzeitsnacht überlebt, bevor ihm Schwester Kriemhilde, die nach dem siegfriedischen Trauerjahr Hunnenkönig Attila Etzel ehelicht, den Kopf abschlagen lässt.Vielleicht wäre der Passauer Nibelungen-Mythos in Vergessenheit geraten, wenn Freigeist Richard Wagner, welcher 8 Jahre nach dem "Ableben" der Mulo-Liesl in Leipzig zur Welt kam, die Nibelungengeschichte nicht vertont hätte. Mulo ist in der Zigeunersprache ein Untoter, dem sich die Zukunft in der Vergangenheit offenbart.
Obder Waldprophet mit dem "Großen Fisch, welcher über den Wald fliegen werde", die V2-Wunderrakete meinte, mit der die NASA-Argonauten (Apollo 11) am 21. Juli 1969 auf dem Mond gelandet sind, kann ich nicht sagen, ich weiß nur, dass das Royal-Jordan-Luftschiff, mit dem ich am 14. Juli 2004 bzw. 215 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille über Donau und Jordan in die palästinensische Ostzone schwebte, einem Orka gleicht. Historisch gesehen absolvierte die von Goebbels propagandierte "Vergeltungswaffe" am 3. Oktober 1942 (Namenstag: Franz von Assisi) ihren ersten Jungfernflug, um nach 296 Sekunden in fünfacher Schallgeschwindigkeit in der Nordsee zu landen. 46 Jahre später auf den Tag genau starb ein bayerischer Ministerpräsident, dem in den vorangegangen Raunächten eine Notlandung auf dem gesperrten Moskauer Flughafen geglückt war. Wäre die Maschine mit FJS am Steuer abgestürzt, hätte der Wolfratshauser Thronfolger Edmund I. nie die Gelegenheit gehabt seinen alten Kindheitstraum, der ebenfalls vom Mulo-Hiasl vorausgesagt worden ist, in die Wege zu leiten. Das aus dem Eisen-Hund, welcher durch den Vorderwald bellt, am End' nix geworden ist, lag an der unverständlichen Prophezeiung die besagt: Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am (?) am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug zehn Minuten – schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo meine s Charles de Gaulle in äh Frankreich oder in äh in (?) in Rom wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen dann werden Sie feststellen dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen um ihr Gate zu finden – Wenn Sie vom Flug – äh vom Hauptbahnhof starten Sie steigen in den Hauptbahnhof ein Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Franz-Josef Strauß dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München – das bedeutet natürlich dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern an die bayerischen Städte heranwächst weil das ja klar ist weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen... "Als MP (Mulo-Prophet) Stoiber mit der legendären Transrapid-Rede beim Münchner CSU-Neujahrsempfang 2002 (21. Januar/St. Agnes) den Alten Rathaus rockte, hockte der Höcherl bereits auf jener Wolke, die ursprünglich für den Münchner Dienstmann Alois Hingerl reserviert war und blickte auf eine erfolgreiche Vita zurück, die ca. 40 Wochen vor seiner Geburt  in 93179 Brennberg mit einem Eisprung begann", murmelte ich und dachte daran, dass sich Goebbels, Hitler und Heydrich im Kreise hochrangiger brauner Kumpane am 9. November 1938 in den selben Räumlichkeiten trafen, um des Hitlerputsches 1923 zu gedenken. Goebbels Rede gilt als Signal für die Reichsprogromnacht, die als Probelauf für den Holocaust gesehen wurde. Unabhängig davon feierte man(n) im Bayerwald in jener Schicksalsnacht das sogenannte "Wolfauslassen", das im Zusammenhang Hitler, den seinen Vertrauten "Wolf" nannten, eine apokalyptische Dimension bekommt, die der Mulo schon 100 Jahre vor der Geburt des "Braunauers" spürte. Dessen Ur-Großvater mütterlicherseits, Laurenz Pölzl, ist/wahr ein Zeitgenosse des Waldpropheten. Dass dessen Vorhersagen bis ins Waldviertel vorgedrungen sind, wäre keine Hexerei, schließlich muss man(n) von Deggendorf aus nicht donauaufwärts rudern, um nach Linz bzw. Wien zu gelangen. Dem "Baumsteftenlenz-Roman" ist zu entnehmen, dass die Hirten zu Beginn der Weidezeit mit Goaßl'n bewaffnet in den Wäldern rund um die Schachen, wie die Almen im Böhmerwald heißen, die wilden Tiere schreckten. Nach dem Abtrieb wiederholte sich das Brauchtum, um den verbannten Wölfen, Bären, Luchsen usw. zu signalisieren, dass der Wald bis zur nächsten Sommersaison wieder ihnen und den Geistern gehören würde. Dass im Wald tatsächlich andere "Naturgesetze" wie im Englischen Garten gelten, bekam ich bei meinem ersten Aufenthalt in der Hirsemühle zu spüren, als uns Aridike einen Ausflug zum "Steinernen Labyrinth" empfahl, das im Volksmund "Steinernes Kirchlein" heißt. Im Labyrinth lag ein abgebrochener Birkenast, von dem ich mir ein paar Zweiglein mitnehmen wollte. Da diese sich gegen die Amputation kräftig zur Wehr setzten, musste ich "Gewalt" anwenden, um an einen "Hexenbesen" zu kommen, der mich nicht nur in die Irre führte, sondern dreimal die Füße wegzog, sodass ich wie eine, der man(n) den Stuhl unter dem Hintern wegzog, auf den Waldboden krachte.
 
"Wer nit hören will, muss fühlen und wer am 31. März 1912 das Licht der Welt erblickte wurde an Johanni gezeugt", krächzte Tschovana in einer Sprache, die sich wie Oberpfälzisch mit ladinischem Akzent anhörte. Der Slang machte mich stutzig, deshalb ging ich der Elster solange auf die Nerven, bis sie zugab im früheren Leben einer der vier Michaelsbucher-Nonnen gewesen zu sein, die anno 1723 das Klarissen-Kloster in Assisi gegründet haben. Dass die Nonne in der alten abgerissenen Plattlinger Marktkirche St. Magdalena auf den Namen Johanna getauft wurde, war nicht schwer zu erraten, der Umstand, dass in der barocken Nachfolgerin (*1760) eine Kopie meiner Innsbrucker Cranach-Madonna  neben dem Hochaltar hängt, gab mir das Gefühl, mich nicht auf dem Holz- sondern auf dem Jakobsweg zu befinden. "Demnach bist du Zeitzeugin der bayerischen Bauerrebellion, die in der Sendlinger Mordweihnacht ein schreckliches Ende für diejenigen nahm, die sich vom Joch der Habsburger Raubritter, welche mit den Wittelsbacher Kurfürsten unter einer Decke steckten, befreien wollten?". "Und ob", erwiderte die Elster, " ein Onkel war bis zu seiner Verhaftung Posthalter in ...". Der Kloß in meinem Hals besaß die Größe jener Kanonenkugel, mit der Baronin Münchhausen zum Mond flog. "Du bist mit dem T&Taxis-Posthalter Hirner verwandt, dem die Freisinger Fransiskaner auf seiner Flucht Unterschlupf gewährten?". Die Elster hob und senkte die Flügel: "Als Freiseele kannst du dir die Verwandtschaft nicht immer aussuchen", seufzte sie und zitierte, um mich erneut auf den "Scheiterhaufen" zu locken, aus dem Stegreif den Höcherl-Nachruf der Mittelbayerischen:
Geboren in Brennberg als uneheliches Kind einer Bauerstochter und aufgewachsen in dem Vier-Häuser-Weiler Loibling gelang dem jungen Mann aus kleinen Verhältnissen ein beeindruckender Werdegang. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Aix-en-Provence und München, arbeitete bis 1942 als Staatsanwalt, wollte, um sich nicht schuldig zu machen, "raus aus dem Laden“ und meldete sich 1942 freiwillig zur Artillerie. Nach dem Krieg arbeitete er als Amtsrichter und fand im Regensburger Landrat Leonhard Deininger einen politischen Ziehvater. 1953 wurde der "laufende Meter" in den Bundestag gewählt. Bereits nach vier Jahren übernahm Hermann Höcherl den Vorsitz der Bonner CSU-Landesgruppe. Unter Adenauer wurde er 1961 Bundesinnenminister, leitete ab 1965 bis zum Ende der Großen Koalition 1969 das Agrarministerium und prägte dabei die Bonner Landwirtschaftspolitik in Brüssel (...) Moralische und politische Pharisäer waren ihm ein Gräuel“, schrieb Theo Waigel in seinen "freundschaftlichen Erinnerungen eines Weggefährten". So gab Höcherl, der EfjodS als "meinen obersten Kriegsherr" titulierte, schon in den 70er-Jahren als erster Unionspolitiker dem Männermagazin "Playboy" ein bemerkenswertes Interview. Und er sagte zu, als ihn SPD-Kanzler Helmut Schmidt 1977 mit dem Auftrag betraute, die Pannen bei der Fahndung nach den Entführern von Hanns Martin Schleyer aufzuspüren...
"...dessen verschleyerte Karriere wie die von H. Höcherl im Dritten Reich begann", knurrte ich als chronische CSU-Widersacherin und entdeckte auf dem Seelenkonto des Spiegel-Affäre-Innenminister, welcher nicht nur den Pullachern Narrenfreiheit gewährte, 500.000 Milchkühe, die gegen eine "Abwrackprämie" von 800 Mark ab Ende November 1969 abgeschlachtet wurden, um den Anstieg des EWG-Butterberges zu drosseln. 1971 kam der Frankfurter Bundesrechnungshof dem Bundesgrarminister Höcherl auf die Schliche, dass er wie der Freischütz, welcher u. a. auf der Lus'n sein Unwesen treibt, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte. Dieser tauchte in Gestalt eines hochrangigen Jesuiten in Bonn auf um CSU-Agrarminister Höcherl, einen Interessenten für die unverkäufliche BRD-Butter schmackhaft zu machen. Die schmierige Handlungsvollmacht trat der Schweizer JHS-Makler an die EDEKA ab, als Provision verlangte er jene Summe, die der Steuerzahler bei Nichtzustandekommen des Handels für die Lagerung von 2000 (x 36 Monate/2.850 DM) Tonnen Butter hätte aufkommen müssen. Das Bonner Finanzministerium  überwies den "Geschenkbetrag des Bundes für Entwicklungsprojekte" wie vereinbart in vier Raten auf das eigens für den Buttertransfer eröffnete Humanitas-Konto bei der Dresdner Bank, ein Jahr nach dem Vergeltsgott-Deal quittierte der "vatikanisxhe" Wohltäter mit dem klangvollen Namen Mario Schoenenberger seinen Dienst als Assistent des Jesuiten-Generals Pedro Arrupe und schied aus der Ordensgemeinschaft aus, um sich hauptberuflich einem  humanitären "Verein" zu witmen, der sich im Google-Netz ebenso bedeckt hält, wie der Namenszwilling  eines Schweizer Fußballers, welcher 1886 in Wil SG geboren..." "1986", korrigierte mich Soraya, deren väterliche Exzellenz, Botschafter Khalil Esfandiary Bakhtiary, nicht nur den exzentrischen T&T-Fürst Johannes, sondern auch den Höcherl und den Strauß persönlich kannte. "Ich kann mich noch gut an die Dreifaltigkeit erinnern, zumal diese kurz hintereinander gestorben ist. Den Anfang machte der Strauß, ihm folgte der Höcherl und zu guter Letzt erwischte es den androgynen Johannes".
"Tschovana?". Die namensgleiche Elster machte vor Schreck einen Satz und wäre um ein Haar in der Kiste mit den vermaledeiten Essenzen gelandet, bevor sie bei allem was ihr heilig zu sein schien beschwor, dass sie eine geborene Johanna Hirner aus Michelsbuch Stadtgemeinde Plattling, aber weder mit dem 11ten Familienoberhaupt der Taxler noch mit dessen Gemahlin verwandt oder verschwägert sei. "Μην νομίζετε ότι?" Ich dachte nach. "Das mit dem Glauben ist so eine Sache, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Elster Bassaridos verwunschene Großmutter ist, die im Gegensatz zu anderen, welche "Mein Kampf" vor der "Götterdämmerung" gelesen haben, nicht auf den Todeszug nach Ausschwitz wartete, sondern im schwarzweißen Nonnengewand über den Jordan geflohen ist. "Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, weshalb das elektronische Finanzamt nach einer "Unheilsbotin" benannt ist, die im Dienst der nordischen Unterweltsgöttin Hel steht?" Sogleich kam mir die grimmige Frau Holle in den Sinn, die Faulheit mit Teeren & Federn bestraft. Meine märchenhaften Gedanken gaben der Gefiederten wieder Aufwind. "Schwarz-Weiß-Schach-Matt", krächzte Tschovana, bevor sie grußlos aus dem Fenster segelte, um sich auf der Tannenriesin, die in den letzten 22 Jahren um vier Menschenlängen gewachsen ist, niederzulassen. "Mir scheint, du hast den Sonnenvogel erzürnt?", resümierte Condoleezza süffisant  "Sonnenvogel", wiederholte ich tonlos, um an den Sonnengesang sowie an das Sonnenuntergangs-Foto zu denken, das Bassarido auf der Ahnreise von mir in Assisi digitalisiert hat. "Laudato si, mi signore, per sora nostra morte corporale, da la quale nullu homo vivente pò skappare. Guai acquelli, ke morrano ne le peccata mortali: beati quelli ke trovarà ne le tue sanctissime voluntati, ka la morte secunda nol farra male", jubilierte daraufhin die beleidigte Tschovana, der es auf dem "Weihnachtsbaum" derart gut zu gefallen schien, dass sie ihren Zorn vergessend über den eigenen Schatten sprang und mir offenbarte, dass in Indianermythen ein Rabenvogel Sonne und Sterne am Himmel plazieren und sie folglich zu den wichtigsten Totemtiere im Ahnenkult der First People zählen würde. "Ach", krächzte ich und dachte an eine holländische Apfelsorte bevor ich die hoellenische Elster, die dem Mythos nach vom fliegenden Widder in den Helespont stürzte, zur El-Star machte, die mir via Internet folgende Botschaft überbrachte:
"Steht dir ausgezeichnet, das schwarzweiße Federkostüm", riefen mir die Hirngespinste aus dem herzoglichen Wohnzimmerfenster zu, das ich mit einem Mal aus einer ungewohnten Perspektive sah. Um ein Haar hätte mich der Schlag getroffen als mir klar wurde, dass ich es war, die auf dem Weihnachtsbaum hockte. "Für die Huberbuam mag dies ein Vergnügen sein, aber für eine Übergewichtige mit Höhenangst ist das die Hölle", kreischte ich und klammerte mich krampfhaft an das Geäst des Stammbaumes, auf dem ich nun in Gestalt einer Krähe hockte, die mit geschlossenen Augen in die Tiefe starrte. "Einer Legende nach flog ein Rabenvogel nach dem Urknall über's  Urmeer. Als Crow die Müdigkeit übermannte, entnahm sie dem Reisebeutel einen Stein, und warf diesen ins Wasser, sodass eine Insel entstand. auf der sie sich solange ausruhen konnte, bis ihr die Formel E = mc² in den Sinn kam, mit der sie die Welt schuf", hörte ich jemand flüstern. Vorsichtig öffnete ich die Augen. "God dag, jeg er ekorn Ratatosca", begrüßte mich ein rothaariges Eichhörnchen in norwegischer Landessprache und warf mir ein Fläschchen in den geöffneten Schnabel, das ich mit dem Gedanken "ich bin doch keine Flaschenpost" verschluckte. Als ich aus dem Alptraum erwachte, hockte ich in meiner ursrpünglichen Gestalt auf dem Klo. "Du musst kräftig drücken", krächzte Tschovana, die mir stolz erklärte, dass sie die Ackerwitwe im Garten entdeckt und der Vollständigkeit halber zurückgebracht hätte. Wie das Fläschchen in die Vorratsschale mit den Süßigkeiten gelangt ist, sei ihr nach wie vor ein Rätsel, jedenfalls hätte ich es mit einem Kräuterbonbon verwechselt und hinuntergeschluckt. Der Verdauungsprozess vollzog sich schneller als erwartet, da ich bei der Vorstellung, dass sich das Glas durch die Magensäure auflösen und die Blüte des inneren Richtungsinns sich in meinem Körper verteilen könnte, Durchfall bekam. Dem Klirren in der Porzellanschüssel erfolgte sogleich die Wasserspülung, die mein übelriechendes, halbverdautes Abendmahl mit dem Ackerwitwenfläschchen durch die Münchner Kanalisation nach Großlappen beförderte. "Hearst b'st d'pp'rt?". Ich zuckte zusammen: "Das war eindeutig Wildgard Eisenhuts Linzer Synphonieorchester, das wie Hans Moser die Angewohnheit hatte, die Vokale zu verschlucken. Mein Blick fiel sofort auf das Pflegekörperöl "Tanz der Sonne" in der cobaltblauen 100ml-Fläschchen auf der Waschmaschine. "Die Linzer Giftmischerin aus dem Waldviertel fehlt noch in der Sammlung", knurrte ich während mir siedendheiß einfiel, dass ich den "Sonnentanz" seit geraumer Zeit nach dem Duschen als Intimpflege benutze. "Sprechende Schamlippen!?" "Ich kann dich nicht verstehen?", krächzte Tschovana und hockte sich prompt auf meine Haushaltshilfe.. "Ich versuche den Hans Moser zu parodieren", schwindelte ich und entschloss mich mangels Bidet zu einem heißen Vollbad.
"Kannst du nicht anklopfen?" "Hier stinkt's", erwiderte Melina Merkouri und riss das Badezimmerfenster über der Wanne auf. "Kannst du mit dem Lüften nicht warten, ich hol' mir ja bei den Temperaturen den Tod". Die Kettenraucherin schüttelte den Kopf und zündete sich ein Zigarette an:  "Es heißt, dass der Blaue Eisenhut aus dem Geifer des dreiköpfigen Höllenhundes Kerberos hervorgeht. "Das ist kein Cerberus-Geifer, Komma, sondern P.f.a.r.r.e.r.k..n.e.i.p.p.k.u.s.c.h.e.l.b.a.d.e.s.c.h.a.u.m", bellte ich zurück, um der Merkouri zu signalisieren, dass in meinem Badezimmer seit jeher Rauchverbot herrscht, doch die notorische Qualmerin ließ nicht locker und brachte Hel, Morrigan sowie Odin ins Spiel, denen die "Wolffswurz" wie das giftige Kraut im Volksmund genannt wird, geweiht ist. "Wotan Odin, der von denen, die an ihn glaubten, den Beinamen  Hrafnáss  - Rabengott - erhielt, wird von zwei Rabenvögel begleitet, die Hugin (der Gedanke) und Munin (Erinnerung) heißen. Man sagt, dass die Rabenzwillinge, welche jeden Tag die Erde umkreisen, Odins linkes Auge ersetzen würden, das der Walkürenvater opfern musste, um einen Blick in Mimirs Weisheitsbrunnen werfen zu dürfen". "Munin bedeutet Erinnerung", rief ich verblüfft und dachte am vorletzten Oktoberfesttag 2013 an meine diesjährige Muttertagsexkursion zum "Geometrischen Mittelpunkt" von Munichen. Stadtführer Christus von Weiden, ein anerkannter Astrologe verknüpfte den Namen "Munich"  mit den bierbrauenden Mönchen, sondern mit mon wie Monaco, was soviel wie hügelig oder Berg (montanus) heißt. In der griechischen Sprache würde der Nockerberg, auf dem sich einst die Paulaner gesiedelt haben, wuno heißen. Ein auf den Kopf gestelltes "W" wird zum "M" - und schon wird aus dem wuno ein muno, der sich auf den bärigen Bruno JJ1 reimt, welcher bei Artemis-Diana-Bavaria unter Artenschutz steht. Der hebräische Brunnen, in den die faule Pechmarie mit der Absicht springt, wie ihre Stiefschwester in Gold zu ertrinken, heißt be'er wie das englische Bier. Das honigfarbene Getränk, aus Wsser, Hopfen und Malz nach dem Reinheitsgebot gebraut, verwandelt Menschen, die aus der ganzen Welt zusammenströmen, um sich am Fuße der Matrona Bavaria, die am 9. Oktober 1850 auf dem linken Isarufer enthüllt wurde, die Kante zu geben, nach der dritten Maß in bajuwarische Ballermannidioten in Dirndlg'wand und Lederhos'n.
Die griechische Ex-Kulturministerin sah mich nachdenklich, bevor sie mich darauf aufmerksam machte, dass Kopf der Bavaria  an 9/11 anno 1844 aus der Bronze jener osmanischen Kanonen gegossen wurde, die bei der Seeschlacht von Navarino (Peloponnes) mit der türkisch-ägyptischen Flotte untergegangen sind. Knapp zwei Jahrzehnte später ließ der bayerische Hellenenkönig Otto die Kanonen aus dem Ionischen Meer bergen und nach "Athen" (Illuminati: München) exportierten. Der Obelisk am Karolinenplatz, die Tilly-Statue in der Feldherrnhalle und die Bavaria sind noch ein Relikt aus jener Bronzezeit, in der die Wittelsbacher das Glück verließ, jedenfalls musste Bauherr König Ludwig I. noch vor der Enthüllung der "osmanischen" Lola Bavaria am 20. März 1848 freiwillig abdanken."Wieso Lola Bavaria?", hakte ich nach, bevor ich zu hören bekam, dass die androgyne Bavaria vor der Ruhmeshalle ein Lola-Montez-Denkmal sei. Mein Veto, dass die Erotiktänzerin, die den bayerischen König zum Narren hielt, erst zwei Jahre nach dem bavarischen Kopfguss nach München kam, entkräftigte Melina durch ihre Aussage, dass der Bildhauer Schwanthaler zu jenen Herrschaften zählte, die der Montez, welche auf Empfehlung von Franz Liszt am Ende der romantischen Oper "Freischütz" debütiert, in der Pariser Oper zujubelten. Beim Stichwort "Freischütz" musste ich an das Lusen-Teufelsloch denken, das Carl Maria Weber zur Wolfsschlucht inspiriert haben soll. Nach der Heimkehr vom Hexenneujahr 2003 mit Aridike, Kräuterhexe Wildgard und Gabriele Voralberger, bei dem das Teufelsloch, an dem das unheimliche Rauschen eines unterirdischen Gebirgsbaches zu hören ist, auf dem Programm stand, rauschte auf meinem Anrufbeantworter Argonaut Jorgos Stimme, der sich nach langjähriger Abstinenz ausgerechnet an diesemWochenende nach meinem Befinden erkundigte. Im "Sagenkranz des Böhmisches Waldes" heißt es, dass sogar verwegensten Wildschützen die verrufene Stelle meiden würden, an der in alter Zeit das Femegericht getagt haben soll.
Während ich wie neugeboren aus dem orientalischen Schaumbad stieg, fiel mir unter der Rubrik "Seifenoper 9/11" nicht Al Qaida sondern Pablo Neruda ein, dem Mikis Theodorakis eine Revolutionsoper widmete, die zu meiner Lieblingsmusik zählt. Der chilenische Literaturnobelpreisträger 1971 erlag zwölf Tage nach dem Militärputsch in Chile (11. September 1973) einem Krebsleiden. Politdichter FJS zitierte den blutigen CIA-Machtwechsel postum mit den Worten: "Angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, erhält das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang und reiste 1977 nach Chile, um sich in der Colonia Dignidad  persönlich von den süßen Sphärenklängen einer germanischen Kolonie zu überzeugen, die vermutlich von der IHS-Humanitas-Entwicklungshilfe profitiert, jedenfalls heißt die pädophile Sekte nicht mehr "Kolonie der Würde" sondern Villa Baviera. Tschovanas Szenenapplaus gab mir zu verstehen, dass ich mich nicht im Gehirnlabyrinth der Pandora-Bavaria verirren könne, wenn ich der Ratzingerlinie bis zu dessen argentinischen JHS-Nachfolger folgen würde. "Dass der Lokmüller, der nach dem Holocaust über die Rattenlinie nach Buenos Aires geflohen ist, nach der Beichte von Jorge Mario Ber-gog-lio die kirchliche Absolution erteilt bekam, ist temporär unwahrscheinlich, da der künftige Papst  am 17. Dezember 45 seinen 9ten Geburtstag feierte, realistisch ist, dass ein weiterer Brennberger Ehrenbürger zwei Tage nach Lichtmess 1920 auf die Welt kam, um Pallottiner-Weihbischof von Sydney zu werden, welcher in Patsch bei Innsbruck den Boandlkramer herbeisehnt. Die missionarische Spur der Pallottiner führt von Rom nach Buenos Aires und von dort zurück in die Sixtinische Kapelle, in der der argentinische Berglöwe am 13. März 2013 zum Oberhaupt einer Kirche (dänisch: kirke) gewählt wurde, die keine erdenkliche Grausamkeit ausläst, um die Konkurrenz zu vernichten. San Francisco (ich erahne die postume Heiligsprechung bereits zu Lebzeiten) ist der Nachfolger von "Tschoseppe" Ratzinger, der sein Wappen nicht mit einer Ratz (bayerisch: Ratte) sondern mit dem Freisinger Mohrenhaupt, der Jakobsmuschel sowie einer Bärin schmückt. Die Bürde wurde dem oberbayerischen Stellvertreter Gottes im Laufe der Jahre immer schwerer,  bis er auf Anraten der "Schwarzen Bärengöttin" am 6ten Todestag der Hirsemühlenhündin Madrissa seinen Rücktritt erklärte, um einem .León de la Montaña (Berglöwen/Puma) den Stuhl "Petri" zu überlassen, der sich nicht mit dem Fußabdruck eines Berglöwen sondern mit JHS-Sonne, drei schwarzen Nägeln, einem Kompass-Stern sowie einer sechsblättrigen Tuberose heraldisiert. Der argentinische Puma, der nach der Papstwahl seinen ursprünglichen Namen  an einen der drei Nägel hängte, mit denen der Heiland ans Kreuz genagelt wurde, um sich fortan mit der Aura des stigmatisierten Assisi-Heiligen zu schmücken, bemüht sich vergeblich die "Vaticanic" vom Untergang zu bewahren. Mit 2,1 Milliarden Passagieren, die nach der Havarie auf Rettung hoffen, ist die "Vaticanic" das größte Kreuzfahrtschiff der Reederei Lugwikilu (Kongo: Religion), gefolgt von der "Islamic" (1,5 Milliarden) und der "Medea" (1,1 Milliarden), auf der sich jene tummeln, die die Katholische Kirche "Heidenkinder" nennt. Ingesamt gibt es 25 Luxuschiffe. An 13ter Stelle, vom Schlusslicht "Scientology" aus gesehen, liegt die "Moses", die mit 14 Millionen Passagieren ihren Reisenden auf dem Weg ins Paradies einen First-Class-Standard bieten kann. Im Vergleich zur "Vaticanic" ist die "Scientology" eher ein Schlauchboot, das 500.000 in See- bzw. Seelennot geratenen Menschen Platz bietet. 
"Habt ihr schon gehört, päpstliche Almosenmeister Erzbischof Konrad Krajewski ist nach Lampedusa geflogen um in einem Auffanglager, das 250 Menschen ein Dach über dem Kopf bietet, 1600 Telefonkarten an ca. 650 Flüchtlinge zu verteilen", krächzte Tschovana, die mein Vollbad von der Waschmaschine aus beobachtet hatte, und echauffierte sich, dass es eine Schande sei, dass der Assassine die armen Teufel nicht im Vatikan untergebracht hätte, sondern die Gläubigen per Twitter zum Gebet für die Opfer des tragischen Schiffbruchs von Medusa aufruft. "Die Insel heißt Lampe-dusa und Papst Franziskus ist kein Assassine..." An der Stelle drosselte ich den Gedankenexport und dachte nach. Medusa ist eine Gorgone und Gog wie Bergoglio ein Begriff aus der J.o.h.a.n.n.e.s-Offenbarung, die, wer weiß das schon, von Giovanni Battista Bernardone; welcher als Franz von Assisi in die Kirchengeschichte eingegangen ist, publik gemacht wurde. Im Jahr 1219, während des Kreuzzugs von Damiette, reiste Franziskus als Missionar bis Palästina und schloss sich dort dem Kreuzfahrerheer an, das auf dem Weg nach Ägypten war. Dort predigte er im Lager des muslimischen Heeres vor dem Sultan Al-Kamil, um diesen vergeblich zum Christentum zu bekehren. Der muslimische Gastgeber zeigte sich großzügig und überließ dem Bettelmönch aus Assisi ein Signalhorn, das dem "Alten vom Berg Alamut" gehört haben soll. Das Schofar ist/wahr wiederum ein Geschenk des Rabbiners von Isfahan an Hasan-i Sabbah, ein Nachfahre der Königin von Saba..
An der Stelle ging ich ich mit meinem Gefolge zurück ins Wohnzimmer in der Hoffnung, dass Soraya den persischen Assassinen-Part übernehmen würde, doch die beschränkte sich lediglich auf einen eleganten Szenenapplaus und überließ mir das Wort:. "In der vom Judentum dominierten Wiedergeburtsstadt unserer werten Prinzessin konnte H.i.S mit seinen lugwikiludischen (religiösen) nicht punkten, stattdessen fiel spirituelle Saat in Dailam auf fruchtbaren Boden, welcher sich nicht in Tibet sondern an der Südwestküste des Kaspischen Meeres befindet. Bald schon gelang es H.i.S und seinen fanatischen Rebellen zahlreiche Burgen nebst Ländereien in Besitz zu bringen. Epizentrum ist/wahr die Burg Alamut, von der, im Gegensatz zu dem salomonischen Palästen, keine detaillierte Baubeschreibung sondern die Grundmauern (arabisch: quaida) erhalten sind. Der Name bedeutet im dailamitischen Dialekt soviel wie "Führung des Adlers", die mich wiederum an jenen Nazi-Adlerhorst erinnert, der im Gegensatz zu den anderen baulichen Erinnerungen auf dem Obersalzberg nicht dem Erdboden gleichgemacht wurde. Es heißt, dass der "Alte vom Berg" junge Männer vom Opium abhängig machte, bevor er die Heroinsüchtigen zu Fedajin abrichtete, was im Arabischen soviel wie "der sich Opfernde" heißt. Da ich Wortlauten nicht wissenschaftlich auf den Grund gehe, verwandle ich die "sich Opfernden" in Federgeister (djinn = arabischer Geist). Die weibliche Uhrfeder entspricht im Tarot dem männlichen Schwert, mit dem christlichen Märtyreropfern der heidnische (ungläubige) Kopf abgeschlagen wurde. Der König der Schwerter repräsentiert bei E. A. Waite ein männliches Staatsoberhaupt (z. B. Papst), das vor Ideen sprüht und dessen Gedanken schneller als der Wind sind. Er inspiriert die Phantasie, doch wenn er sich nicht erden kann, ist der Inthronisierte nichts als heiße Luft – aber das ist dem Schwertkönig scheißegal, da er sich nach dem letzten Furz schon wieder für die nächste Ma(h)lzeit interessiert.
Dessen Bube (z. B. päpstlicher Almosenmeister) repräsentiert nicht nur auf Lampedusa jene dicke Luft, die einer/einem den Atmen nimmt und der Schwertritter bzw. der Heilige Geist befreit sich rigoros von allen Einschränkungen, die ihn an die irdische Vergangenheit fesseln. Die Schwertkönigin sitzt mit klaren Gedanken über den Wolken, um das Abschneiden "alter Zöpfe" und Demaskierung einzufordern. Ihre Munition sind die Worte, ihre Waffe ist die messerscharfe Zunge. Margarete Petersen ersetzt in ihrem Tarot den König durch den Vater der Federn, den sie wie folgt charkterisiert: Als feuriger Atem verließ ich den Rachen des grünen Löwen, zur Sonne fliegend. Mit bleiernem Gefieder fiel ich zurück, auf die, die mich gebar. Gespiegelt im Schwarz der Pupille einer zahnlosen Alten, hockend zwischen Spucknapf und Spiritus, sah ich mich gefangen im Uterus meiner Ideologien. Sah die Hypnosen der Bilder. Blasse, blutleere Gestalten huschten durch die Windungen meines Hirns und stellten mir Fragen, deren Antworten sie bereits wussten. Endlose Wortkonstruktionen, eine verschachtelt in der anderen, konnten mich nicht mehr verwirren. Ich fühle die Wandlungen meiner Identitäten. Wolkentheater, melodramatisch und komisch. Sah auf ihrem fächerartigen Gefieder regenbogenartiges Flimmern. Zwischen entstehenden und sterbenden Gedanken komme ich zur Stille. Fühle Ruhe und Entspannung in Viereck und Kreis. Worte, scharf geschliffen wie Schwerter, warten auf mich, wenn die Notwendigkeit ihrer bedarf. Von meiner Frau, der alles Durchdringenden, erfuhr ich, dass das Geheimnis in der Klarheit zu finden ist".
Erneut machte ich eine Wortpause, um die Pechmarie in den Zeugenstand zu rufen, Mamankas ältere Schwester, die nach meiner unbefleckten Empfängnis zur Todfeindin mutiert ist. Name: Цовслип? "Draga Tetka Mara, ich bin's die Susi, tut mir leid, wenn ich Bahnhof verstehe, aber ich spreche kein serbisch". "Ich nix viel Deutsche, aber Tochter meine, Hilde können reden...". "Unter welcher Nummer kann ich die Hilde erreichen?" "Nix wissen...!" "Ich mach dir 'nen Vorschlag - du radelst auf dem Steppenwolf nach Großlappen und suchst in der Allianz-Arena nach Ma...".Ich schüttelte den Kopf. "Das gäbe nur Mord und Totschlag", warnte ich Tschovana und zerbrach mir den Kopf, in welchem Essenzfläschchen Ankas Lieblingsnichte konzentriert sein könnte. Zuerst schwankte ich wie ein Grashalm zwischen Gartenrose und Gänseblümchen, doch dann fiel meine Wahl auf Wilde Erdbeere, die auch im Westfriedhof Sektion 164 gedeiht. "Bürgerlicher Name?" "Hilde Hilger, ledig, geboren & gestorben in Neuhausen." Ehrlich gesagt fiel mir in dem Moment ein Stein vom Herzen, da mir im Zusammenhang mit der Blüte der eigenen Würde die Biographie "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund in den Sinn kam, in der Klaus Kinski inzestöse Erlebnisse mit Mutter, Schwester und Tochter andeutet. "Ist der auch anwesend", lallte die Zwetschenblütenessenz mit griechischem Akzent. Ich bekam eine Gänsehaut. Kinski war der argonautische Deckname für Klaus Regensburger, der mich an Rosenmontag 85 mit den Zauberworten "komm, wir fahren nach Lissabon und heulen bei Fado Rotz und Wasser" aus einem goldenen Ehekäfig lockte, in den ich mich, in der trügerischen Hoffnung mütterlichen Frieden zu finden, in den Raunächten 78/79 freiwillig hatte sperren lassen. Für einen Sekundenbruchteil kam mir die päpstliche Regensburger Hetztirade in den Sinn, mit der sich der oberbayerische Stellvertreter Gottes am 12. September 2006 sein eigenes Grab schaufelte. Einen Tag zuvor (9/11) hatte er die Alöttinger Gnadenkapelle heimgesucht, in der die Herzurnen der Wittelsbacher auf den Jüngsten Tag herbeisehen. Am JT werden laut Kapitel 20 (1000jähriges Reich) der Apocalisse di Giovanni Gog & Magog vom Satan befreit, um einen Krieg zu verlieren, bei dem es keine Gewinner gibt. "Können wir mit der Verhandlung fortsetzen, oder willst du den Regensburger..." "Ich denke nicht, dass sich ein notorischer Alkoholiker in Apfelessig destilliert", sagte ich in einer Tonlage, die dem cicilianischen Schöllkraut alle Ehre machte und widmete mich Mamankas Lieblingsnichte, die Ende März 1953 mit 17 Jahren an den Folgen einer Herzmuskelentzündung starb. In der nordischen Mythologie steht die Fragaria vesca bei Göttin Frigga, Mutter der Walküren, unter Naturschutz, der nachgesagt wird, dass sie verstorbene Kinder zwischen Walderdbeeren versteckte, um sie unentdeckt nach Walhall bringen zu können.  
Obwohl blühende Erdbeeren, die wie der Apfel zu den Rosengewächsen zählen, als christliches Symbol für Marias Rechtschaffenheit gelten, verhielt ich mich bei der spirituellen Kontaktaufnahme zurückhaltend und stellte mich förmlich als Tante Anka' Tochter vor. "Heidi?" Es dauerte eine Weile, bis ich Mamankas Lieblingsnichte meine eigene Persönlichkeit vermitteln konnte, durch die Hintertür in ein Haus zu gelangen, von dessen Existenz ich als rechtmäßige Eigentümerin nichts wusste. Dass sich das Haustor kurz vor der Begegnung mit Tschovanas Lieblingsenkel öffnete, ist einer der "Zufälle" die mir auf dem bisherigen Lebensweg begegnet sind. Dass ich bis auf einige Brocken wie bitte, danke, Haus, Onkel, Tante, Wasser, Brot, gute Nacht, schöne Träume und Pferdchen, brech' dir nicht die Beine, kein Serbisch kann, fand Hilde seltsam, auf ihre Frage, ob Mutti (die Hilgertöchter nannten Mamas Schwester nicht Tante sondern Mutti) auch erscheinen wird, reagierte ich mit der halbwahren Notlüge, dass die fußballnarrische Ackerwitwe auf dem Weg zur Allianz-Arena sei.  Hildes "Gottseidank" irritierte mich, da ich mir von Mamankas Lieblingsnichte Enttäuschung und keine Erleichterung erwartet hätte. Hellhörig geworden drängte mich die Neugierde mehr über das Tante-Nichte-Verhältnis in Erfahrung zu bringen, andererseits wollte ich keine schlafenden Hunde wecken und deshalb erfuhr ich in homöopatischen Dosen, dass Цовслип eine Schlüsselblume ist, die Selbstzweifel und Erwartungsängst auflöst und das eigene Potential stärkt. "Für eine wie mich, die ein halbes Jahrhundert mit falscher Identität leben musste, damit sich ein pädophiler Samenspender sich aus der Verantwortung stehlen konnte, kann Primula veris nicht schaden, zumal sie mythologisch zu jenen Zauberpflanzen zählt, die von Elfen & Nixen geschätzt werden", überlegte ich, bevor ich mich an die Fedajin bzw. Neuhausner Federgeister herantastete, die der Familienchronik zufolge dafür sorgten, dass die beiden Schwestern (Mama Schlüsselblume & Mutti Ackerwitwe) zu Todfeindinnen wurden. Auslöser waren zwei Federbetten, die Mamanka nach der Entlassung aus dem TBC-Sanatorium Gauting ihrer Schwester angeblich gestohlen hatte. Die mutmaßliche Diebin beschuldigte ihrerseits "Nichte" Heidi eines Verbrechens, das in einigen Ländern, die sich im Internetzeitalter kalendarisch im Mittelalter befinden, mit Hand abhacken bestraft wird.
Dass die gestohlenen "Federbetten" Heidi & Susi heißen, überraschte mich keineswegs, hingegen traf mich fast der Schlag als ich nach der dritten Wiederholung kapierte, dass mein Ziehvater Hildes leiberlicher Vater ist . "Du bist die Tochter von Franz Haußmann?", kreischte ich wie ein Güterzug bei der Notbremsung.und öffnete automatisch das Erdbeer-Essenzfläschchen. "Kannst du dich materialisieren?" "I probier's moi".  Zuerst zeigte sich nur das Unterhemdchen, aber dann erschien Hildegard "Haußmann" Hilger als jene fotogene Schönheit, deren Ablichting ich in der Backzutatenblechschachtel verwahre. "Das Cowboykostüm hob i ned im Fasching sondern in einer Nebenrolle getragen", entschuldigte sie sich. "Du warst beim Film?" "Η εμφάνιση δεν είναι περίεργο!" "Bei deinem Aussehen kein Wunder", übersetzte ich meiner Tante und stellte ihr Melina Merkouri, mein doppeltes Jerusalem sowie Prinzessin Soraya vor, die Hilde offenbar aus der Geisterbar kannte. "Geisterbahn?" "Bahnhof is ned verkehrt, weil sich die geistlichen Nachtschwärmerr nach der Sperrstunde in der Westfriedhof-Bar U1 oder in der Divina Commedia auf einen Absacker treffen", grinste meine "Stiefschwester" und korrigierte ihren Schmollmund mit einem knallroten Lippstift der nach Erdbeerkuchen roch. "Die Tante im Dante?", murmelte ich und dachte sogleich an den Whirlkessel, in dem es im winterlichen Morgengrauen bei etlichen Minusgraden am spirituellesten ist. "Hast du mir an Lichtmess den Schlüssel Nr. 49 stibizt?" "I - na wirklich ned, des war bestimmt d'Mutti" "Du sog amoi, warum nennst du die Schwester deiner Mama nicht Tante sondern Mutti?" "Weil mei jüngste Schwesta de Tochter von da Mutti is?" "Und wer ist der Vater von der Heidi?" "Sovoi wie i woaß is des da I.s.a.i.l.o.w.i.t.c.h, da Mo von da Mutti". Ich schüttelte den Kopf. Der Isailowitch ist nicht Heidis genetischer Vater", widerspach ich und suchte das alte Kommunionfamilienfoto aus der Blechkiste, auf dem die Hilger-Mischpoche vor dem Nymphenburger Schloss zu sehen ist. "Das ist der Hilger!" Hilde nickte. Und das die Heidi!" "Richtig!" "Ist dir schon mal die Ähnlichkeit zwischen Ankas Tochter und Ankas Schwager aufgefallen. Die nicht enden wollende Tirade, welche aus dem Schlüsselblumenfläschchen dröhnte, wollte Hilde nicht übersetzen, aber sie empfahl mir dringend den Hilger, den Isailowitsch und den "Onkel" Franz verhaften zu lassen. "Ein Scheinheiliger fehlt noch", knurrte ich und zauberte mit Mamankas Neffen aus erster Ehe ein Quartett herbei, das sich "Happy Family" nannte.
Die Debatte, ob sich die Viren (Vir = lateinisch: Mann) in einem oder in vier Fläschen konzentrieren, dauerte eine Ewigkeit. Kaum hatten wir uns mit Tschovanas Unterstützung auf ein Fläschchen geeinigt,  mussten wir uns zwischen Borretsch, Blüte des fraglosen Daseins, der reinigenden Distel und dem Rittersporn entscheiden. Nach endlosen Diskussionen fiel die Wahl auf die Ritterlichkeit, ein druidisches Hahnenfußgewächs, dem wir notfalls, so Tetka Mara, die sich als wissenskundige Kräuterhexe entpuppte, notfalls eine Überdosis "Eisenhut" verabreichen konnten. Da das Happy-Family-Quartett aufgrund der weiblichen Übermacht in Schweigen verharrte, überbrückte ich die Auszeit mit Hilde, die mir als Cousine verkauft wurde, an der selbst Mamanka, die an jeder/jedem etwas auszusetzen hatte, nicht den geringsten Makel entdecken konnte. Da die Ausnahme der Regel besonders aufschlussreich ist, versuchte ich zu ergründen weshalb die "Ankawitwe" an der wilden Erdbeere, die im nationalsozialistischen Olympiajahr 36 auf die Welt kam, einen Narren gefressen hatte. Mit meinem Faible für Numerologie konnte ich es mir nicht verkneifen mit Hilfe eines Schwangerschaftsrechners Hildes theoretischen Befruchtungstag zu ermitteln. Wer am Namenstag der Erzengel (29. September) die Matrix verlässt, wagt an Dreiköniginnen den Eisprung. Beim Stichwort Eis & Sprung 1956 kam mir sogleich der Rittberger in den Sinn, welcher nach einem Berliner Eiskunstläufer benannt ist, dessen Karriere vor Hitlers Aufstieg zu Ende ging. Rechnerisch gesehen setzt die letzte Menstruation vor der Schwangerschaft am 23. Dezember ein. Während die blutende Mara Hilger von ihrem Liebsten träumte, hockten Cili, Schwiegertochter Sandra und Seitenspringer Franz in der guten Stube des Yantsinger Geisterhauses, das der selige Onkel Fritz dem einzigen Sohn seiner Lieblingsnichte anlässlich dessen Hochzeit (°°1932) überschrieben hatte.
"Ich grüße dich herrlicher Wald, wo die Büchse lustig knallt. Freili so i, freili muaß i, trallala, schrum, schrum", hallte es mit einem Mal aus der steierischen Essenzschachtel in einem Barriton, der die anderen Probeflascherl erzittern ließ. "Mei da Lavendel-Fritz", jubilierte die Schöllkraut Oma. Die wilde Hilde sah mich erstaunt an: "Lavendel Fritz?" "Ich weiß auch nicht, wer den Virus eingeschleppt hat, aber mein Bauchgefühl sagt, dass der Hallodri nicht der spendable Großonkel sondern der leibliche Vater von Franz Haußmann..." "Dieser Trallala, schrum, schrum, soi mei Großvata sei?" "Eine Eizelle kann sich die Matrix jedoch nicht den Ahnherr aussuchen, jedenfalls hab' auch ich mit dem Hilger auch nicht das große Los gezogen", tröstete ich Hilde, die zu Lebzeiten davon überzeugt war, dass der steierische Witwentröster ihr Papa sei. "Wia is des g'maant". Obwohl mir nicht zum Lachen zumute war, zauberte mir die.Rittersporn-Stimme, die sich wie der Slang von Terminator Schwarzenegger anhörte, ein Lächeln aufs Gesicht. "So, wie ich's gesagt habe", erwiderte ich nach der dritten Anfrage und schaltete auf Angriff, indem ich den Hilger mit der schwangeren Schwägerin konfrontierte. "War das deine Idee Ankas unbefleckte Empfängnis deiner Gemahlin unterzujubeln?". "Wer is von wem b'schissen woarn..", verteidigte sich der Strohwitwentröster und beschuldigte meinen Ziehvater ihm zwei Bastarde untergejubelt zu haben. Die anschließende Rauferei zog sich in die Länge, so dass ich Eva Hilger ins Spiel bringen konnte, die mir nach Hildes Tod von Mamanka als Vorbild präsentiert wurde. "Nix wissen", reagierte Großtante Mara erschrocken, bevor sie damit herausrückte, dass bei ihrer jüngsten Tochter drei Väter in Frage kommen würden...
"Tri", rief ich ungläubig, da Mamara im Vergleich zu Diva Mutanka zu den Aschenputteln zählte, die in keinen goldenen Pantoffel passen und stolperte durch die 13te Tür meiner Großtante, die nicht nur mit Franz Haußmann, sondern neun Monate vor Evas Geburt (*29. Juno 1941) mit ihrem Schwager Niko Isailowitsch ein intimes Verhältnis gehabt hatte. "Gibt es in diesem Happy-Family-Quartett einen Vogelvirus der keine Kuckuckseier in fremde Nester legte", krächzte Tschovana . "Nadi & Dori meine Kind?" "Bist du sicher?" "100%". Ich holte tief Luft: "Irren ist männlich, Tschika Aleks, die richtige Antwort lautet 66,6% - oder stehe ich nicht auf deiner Samenbank-Liste?" Für einen Moment herrschte Grabesstille und fast schien es, als würden alle Hirngespinste verduften. "Der Missbrauch einer Minderjährigen ist strafbar, die Schwängerung einer 13jährigen ist ein Verbrechen, aber dass du zugelassen hast, dass die geschiedene Frau deines Onkels ihre Nachkommen verdammte, damit du deine adoleszene "Jungfräulichkeit" behalten kannst, ist Beihilfe zum lebenslänglichen Seelenmord". "Mеђутим" "Es gibt weder ein "aber" noch eine Entschuldigung, da du dein dein "dunkles Geheimnis" mit ins Grab genommen hast. Du hattest von 1956 bis 2002 die Möglichkeit zur Kurskorrektur, doch stattdessen hast du den verständnisvollen Onkel gespielt und zugesehen, wie deine Tante aus erster Ehe deine Opfer für den Missbrauch verantwortlich machte. "Ich sagen Evita...!" "Lass Evita aus dem Spiel, die sich eher die Zunge abgebissen hätte statt zuzugeben, dass ihr adoleszener "Atzika" pädophil ist. Deine Frau hat dich zum Heiligen gekürt, zum Dank hast du sie verraten und wie einen eurer Dienstboten behandelt". "Zuusiii...?". Vor Wut schäumend musste ich schmunzeln, da ich die Stimme der am 26. Mai 2013 verstorbene Evita Rosenwitsch geb. Hartmann sofort dem "Buschwindröschen" zuordnen konnte, von dem es heißt, dass die verzeihende Essenz die Vergangenheit klärt und alte Verhaltensmuster ändert. Dass Todesengel Azrael der Witwe des Neffen aus erster Ehe am 67ten Geburts der Al Lydi nächtens in der Clanze 49 (3. Stock) auf dem Klo erschien ist, gab der Buschwindröschen-Essenz eine besondere Note, zumal Tante Evita, deren Enkelkinder halbe Karthager (Tunesier) sind, postum aus dem spirituellen Nähkästchen plauderte:  Während der Himmelsfahrt kam ich bei einem Engel vorbei, der auf einem Bett aus Licht saß. Ein Bein zeigte nach Osten, das andere nach Westen, in  seinen Händen hielt er eine Tafel, auf die er schaute. Die gesamte Welt war zwischen seinen Augen und die Schöpfung war zwischen seinen Knien. "Ach Evita", unterbrache ich die Frau des Neffen aus erster Ehe, "das war keine Tafel, sondern ein Smartphone", doch das Buschwindröschen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen: Seine Hände reichten bis zum Osten und Westen. Da fragte ich: wer ist das?" Erzengel Gabriel antwortete: "Das ist Azrael. Geh hinüber, damit du ihn begrüßen kannst." Daraufhin ging ich hinüber und grüßte ihn. Da sagte er: "Und Friede sei mit dir! Wie geht es dem Sohn deines Onkels?‘ Da fragte ich: "Du kennst den Sohn meines Onkels?‘ Er sagte: "Und wie könnte ich ihn nicht kennen, wo doch Allah mich dazu ernannte, die Seelen aller Geschöpfe zu entnehmen, außer deiner Seele und der Seele von dem Sohn deines Onkels, denn wahrlich Allah wird eure Seelen nehmen wann immer er will". Und soll ich dir was sagen: "Der islamische Engel des Todes sah genau wie mein ...(an dieser Passage machte das Buschwindröschen eine kurze Denkpause)...wie dein Vater aus. "O mei Tante Evita", seufzte ich in alter Gewohnheit, "du siehst Gespenster, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass Schutzengel Franz die Schöpfung zwischen den Knien hält. "Ich rede nicht von Onkel Franz, sondern von Atzika". "Jetzt übertreib' nicht und bleib auf dem roten Teppich, dein Ehemann war kein Modeschöpfer, sondern Kürschnermeister, der die Felle geschlachteter Nerze und Persianer..." Mir stockte der Atem. "Deine Tante verwechselt Azrael vermutlich mit dem jüdischen Wüstendämon Azazel, welchem am Versöhnungstag sämtliche Sünden des Volkes Israel aufgeladen werden", nervte Soraya, bevor mich die nächste Erleuchtung blendete: "Verstehe, Wüstendämon Aza hatte zehn Jahre nach dem Holocaust wohl keinen Bock mehr den Sündenbock zu spielen und schickte statt seiner meine 13jährige Gebärmutter ins Rennen". "Das ist nur die halbe Wahrheit", rief Yale-Absolventin Hillary und gab mir zu verstehen, dass Azazel mit Liliths Liebhaber Samael auf einen Nenner gebracht wird. In der Kabbala ist Samael der blinde Engel, Fürst der Dunkelheit und des Bösen eine Manifestation der "anderen Seite" die mit Dämonin Lilith verkehrt. Diese verkörpert u. a.  die Drachenschlange auf der Samael reitet..."
Fortsetzung folgt...

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