Montag, 11. November 2013

(12) LEICAMERA


Die in Regenbogenfarben schillernde Diskette unterhielt: eine detaillierte Aufstellung von Kunden des Liechtensteiner Advokaten Prof. Dr. Dr. Herbert Batliner, welcher auf die Einrichtung verschwiegener Stiftungen mit phantasievollen Namen im Fürstentum spezialisiert ist, in denen sich jene Schwarzgelder horten, von denen der deutsche Fiskus angeblich nichts weiß, obwohl es nicht erst seit Altkanzler Kohl zum guten Ton gehört, unversteuertes Vermögen in Lichtenstein zu parken. "Zuccarello - hast du dir den zuckersüßen Namen ausgedacht oder Mr. Batliner, welcher ein Jahr nach dem Ableben deines Alleinerbens der Sixtinischen Kapelle einer Münchner Autovermietung eine neue Orgel spendete?". Soraya lächelte verklärt, ohne einen Ton zu sagen und überließ mir das Wort: "Seither schmückt sich der Finanzberater des Saudi-Königs Fahd ibn Abd al-Aziz (**1. August 2005, Lammas, Schnitterfest) und des Fiatbosses Giovanni Agnelli mit dem unsterblichen Titel "Kammerherr seiner Heiligkeit". Des Weiteren ließ der Kammerherr, dessen Vermögen auf >200 Millionen geschätzt wird, die Orgel in der Alten Kapelle von Regensburg, die im Schatten eines Domes steht, in dem sich der musikalische Bruder des abgedankten Papstes mit geschlossenen Augen zurecht findet. Es heißt, dass die AK zu Unserer Lieben Frau auf den Grundmauern eines Hera-Tempels errichtet wurde, die in der Römerzeit ebenso in Mode waren, wie die Marienwallfahrten im christlichen Weltreich. Um 700 soll der Agilolfingerherzog Theodo an diesem Ort von Bischof Ruprecht getauft worden sein, bevor der große Karolinger als erster Stifter urkundlich erwähnt wurde. 1200 Jahre nach der karolinischen Stiftung stiftet der Kammerherr seiner Heiligkeit den Regensburgern keine persische Zuckerfabrik, sondern eine neue Schweizer Mathis-Orgel, die nach der Regensburger Rede, welche, wer weiß das schon, in der Kanzlei Batliner formuliert worden sein könnte, von Papst Benedikt eingeweiht wurde. In der Gnadenkapelle der Alten Kapelle befindet sich ein Gnadenbild, das der Legende nach von Evangelist Lukas gemalt wurde. Eine weitere Legende besagt, dass dass Lukasbild, welches der Bamberg-Stifter Heinrich, der seine jungfräuliche Gemahlin Kunigunde über glühende Pflugscharen laufen ließ, anlässlich seiner Krönung von seiner Scheinheiligkeit, Papst Benedikt VIII., überreicht bekam. Noch Fragen oder Einwände?". Soraya schüttelte den Kopf: "Wenn du den Batliner in einen Ratliner verwandelst, vergeht selbst der Mona Lisa das zuckersüße Lächeln. Das Nazigold befindet sich in Vaduz", rief ich verdutzt. Papa Ratliner ist/war nicht umsonst von 1928 bis 1948 der Landesbankdirektor der "Alpenfestung. Unabhängig davon hortet der Camelengo" nicht nur Orden und Titel, sondern ist wie sein Vater ein anerkannter K.u.n.s.t.s.a.m.m.l.e.r, knurrte Melina Merkouri, die sich schon lange nicht mehr zu Wort gemeldet hatte. "Picasso, Matisse, Chagall, Marc, Nolde, Beckmann, Liebermann?" "Για παράδειγμα - zum Beispiel!". "Mit welcher Währung bezahlen die Liechtensteiner den Braunen?" "Mit Schweizer Fränkli!" "Ach", tönte ich während ich an den medialen Wirbelsturm dachte, den der Fall Gurlitt verursachte, der in der Presse damit beginnt, dass im September 2010 bayerische Zollfahnder einen älteren Mann nach Bargeld fragen. Die 18 druckfrischen 500-€scheine im Reisegepäck des Herren befinden sich um 1000 €uro unter der Einfuhrgrenze. Obwohl alles korrekt erscheint, beginnen die Zollfahnder zu recherchieren. Im Frühjahr 2011 wird die Schwabinger Wohnung des Verdächtigen untersucht, die sich an einem Platz befindet, die nach einem Theaterwissenschaftler benannt ist, welcher wie Gurlitts Vater in der Gunst der Nationalsozialisten stand. Was in dem angeblich "herrenlosen" Appartement ans Tageslicht kam, ist trotz geballter Schlagzeilen ein Geheimnis des Finanz-Innen-Ministeriums gegenüber des Hofgartens, in dessen Zentrum sich der Tellus-Diana-Brunnen befindet. In einen dieser Wohnungen lebte bis zu ihrem Tod die Tänzerin Bambula, die dem NS-Verwerter Hildebrand G. in den Raunächten 1933 den kleinen Cornelius in die Wiege legte. Dass Lady Bambula, deren Gemahl mit meiner alleinerziehenden Alleinerbin deren deutschen Geburtstag feierte, in der Galeriestraße zwischen Finanzgarten, Prinz-Carl-Palais und Hofgarten residierte stimmte mich hellhörig, zumal in der Hofgarten-Galerie von Juli bis November 1937 die "Entartete Kunst" zur Schau gestellt wurde. Ein Jahr später konnten HitleranhängerInnen im Hofgarten die brennende Alte Synagoge Ohel Jakob riechen, die in der Reichskristallnacht von SA-SS-Schergen angezündet wurde.
Dass Bambulas Gemahl am 9. November 1956 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, ist für diejenigen, die schon die "Feuerpeitsche" (Pulsa di Nura) zu spüren bekamen kein Zufall, schließlich würde ich als entartete Künstlerin den Verwerter, der, um die eigene Haut bzw. Leinwand zu retten, zum Verräter wurde, aüch zum Teufel schicken. Hätte sich der Verrat nur auf die 12 Promille des Tausendjährigen Reiches beschränkt, hätten Geister wie Max Liebermann, der kurz vor seinem Tod sagte, dass er nicht mehr aus dem Fenster blicken mag, um die neue Welt, die um ihn herum entstand, nicht sehen zu müssen, ein Auge zugedrückt, so aber kam es in der Reichskristallnacht zu einem Verkehrsunfall, den der Leiter des westfälischen Kunstvereins nicht überlebte. Fortan musste Cornelius G. in die Fußstapfen seines Vaters treten, der behauptet hatte, dass seine entartete Kunstsammlung bei der Bombardierung Dresdens ums Leben gekommen sei. Vermutlich war es die tanzende Witwe, die ihren Sohn zur Aufrechterhaltung einer Lebenslüge dressierte, die wenige Tage vor dem Wolfauslassen (9. November/Martini) 2013 ans Tageslicht kam. Sarah Harrison, die dem NSA-Schneewittchen zur Flucht verhalf sagte in einem Statement zu dem Thema: Wir kämpfen gegen Mächtige, die keine Rechenschaft geben wollen, und gegen die Geheimniskrämerei der Regierungen. Wir veröffentlichen Analysen und Dokumente für alle Betroffenen und sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit ihre Geschichte zurückerhält, denn sie gehört ihr...www.tagesschau.de/inland/harrisson-erklaerung
Thank you, Sarah Harrison, Künstler wie Beckmann, Liebermann, Nolde oder Franz Marc haben ihre Bilder nicht gemalt, damit sie bei fragwürdigen Kunstsammlern vergammeln, sondern für die Nachwelt als Botschaft, Inspiration, Anregung, Gedankenbrücke, Mahnung - was auch immer. "Sollen wir heute nach Tutzing oder auf den Olympiaberg fahren", sagte ich zu meiner gebrauchten "Leikamera", die, bevor sie als V-Lux-4-Brigde-Kamera reinkarnierte, am 3. November 1957 in der Sputnik 2 qualvoll sterben musste. Um ein Haar hätte ich mich am Jahrestag der südpazifischen Schöpfungsgöttin Lumino Ut (26. Oktober) für eine "Lumix" entschieden, doch dann lockten mich die Ahngeister in die Secondhand-Abteilung eines Münchner Fotogeschäftes, in dem schon mein Ziehvater seine Kameras kaufte. Eine der ersten Aufnahmen, die die "Schwarze Pontifex" für mich als Auslöserin digitalisierte ist/wahr die Hofgarten-Diana gegenüber der Residenz. Die war gerade dabei vom 11-Meter-Punkt aus ein Salzfass in die Mozartstadt zu kicken, wo dem Kammerherr seiner Heiligkeit zuletzt die Goldene Mozartmedaille der gleichnamigen Non-Profit-Stiftung überreicht wurde. Dass die mozarte Zauberflöte eine märchenhafte Huldigung der Freimaurerei ist, zählt zu jenen offenen Geheimnissen, die von denen, die seit Vertreibung aus dem Paradies vertuschen, publik gemacht wurden. Was die "Öffentlichkeit" bzw. die Uneingeweihten zu sehen/hören bekommen ist die Spitze eines Eisberges bzw. das Sehrohr jenes "U-Bootes", mit dem der Feldafinger Pirat, der sich für seine Sammlung auf Kosten der SteuerzahlerInnen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Edmund S. vom Olympia-72-Architekten einen Musentempel errichten ließ, durch die Weltmeere kreuzte.Ob es demnächst ein Bambula-Gurrlit-Museum im Hofgarten geben wird, kann ich nicht sagen, ich weiß nur dass Edmund S. ein Ziehsohn von EFJODS gewesen ist, der wiederum dem entarteten Kunstsammler Buchheim sehr nahe stand, welcher nach der Verfilmung (*1981) seines Romans "Das Boot" in den Focus der Öffentlichkeit rückte. Ohne diese Popularität hätte der Feldafinger "Brückenmessias" keinen Anspruch an ein mit Steuergeldern finanziertes Mausoleum gehabt, im dem nur noch die Urne des  in Weimar geborenen Poltergeistes zu fehlen scheint, jedenfalls würde es mich nicht wundern, wenn sich LGB' sterbliche Überreste nicht auf dem Bernrieder Friedhof - Gedankenstrich -  sondern in einem unsichtbaren "Ahnzimmer" des Museums der Phantasie befinden würden.
 
Ein bisserl was Buntes stellte sich der Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber damals für seinen Freistaat vor. Etwas, das sich harmonisch neben die Laptops und die Lederhosen einfügen sollte. Da kam ihm die Idee des als "spinnert" bekannten Kunstberserkers Lothar Günther Buchheim gerade recht. Der träumte schon seit Jahren davon, für seine exquisite Expressionisten- und Volkskunst-Sammlung ein Museum zu bauen. Am liebsten in seinem Heimatort Feldafing. Doch die dort ansässigen "Gullyratten" (Zitat Buchheim) wollten den ewig grantigen Mann mit seinen Bildern aus Angst vor touristischen Massenanstürmen nicht, lautet das Spiegel-Requien für einen Weimarer Argonauten, dessen biographischer Kriegsheldenroman vermutlich niemals ohne die FJS-Segenshand verfilmt worden wäre. Das B.o.o.t, sechsmal für den Oscar nominiert, erhielt als Trostpflaster den Bayerischen Filmpreis von einem Ministerpräsidenten, dessen First Lady an Sonnwende 1984 bei einem rätselhaften Autounfall ums Leben kam. Vier Jahre nach dieser Tragödie läuteten an Sankt Franzisus (3. Oktober 1988) auch für den fidelen Witwer die Sterbeglocke. Fünf Tage und acht Jahre vor seinem Todestag (22. Februar 2007) bestätigt der Feldafinger Poltergeist dem Spiegel in einem Interview, dass sein Museumsprojekt nach dem FJS-Exodus im Würmsee versenkt worden sei. Gallionsfigur des "Zerstörers" ist/wahr ein anderer Franz, der mit Zweitnamen nicht Josef sonder Benoventura heißt. Der alleinstehende Widersacher des Poltergeistes ist/wahr ein Ur-Urenkel jenes Prinzregenten, dem es den Anzeichen nach gelungen ist, die Brüderschaften, Logen, Zirkel, Orden, Bruderschaften  usw. zu vernetzen. So gesehen ist es nicht verwunderlich dass Prinz Franz, bis auf seine eigene, auf diversen "heiligen" Hochzeiten tanzt. So gehört der Nachfahre der Stuarts, in dem die Jakobiter den rechtmäßigen englischen Thronfolger sehen u. a. dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, der Marianischen Männerkongregation Mariä Verkündigung am Bürgersaal zu München sowie dem "Wittelsbacher Ausgleichsfond". Dass die "Stiftung" dem Fiskus keine Rechenschaft über ihr Gesamtvermögen ablegen muss, macht sie verdächtig, zumal die der WAF acht Monate vor dem Hitlerputsch zur Welt kam. Phonetisch verwandelt sich der WAF in den 6ten Buchstaben des Hebräischen Alphabets, das auf die Kabbala und die Arkana (Tarot) abgestimmt ist. Jeder Buchstabe ist somit ein Code, den nur Eingeweihte bzw. Auserwählte "Jakobiner" verstehen. Der WittelsbacherAusgleichsVond bedeutet "Nagel" (Haken) und steht für den Zahlenwert "6", welche sich als Drilling als teuflische Ziffer entpuppt. Ferner repräsentiert der 6. Buchstabe den Tarot-Hierophanten und den astrologischen Stier, dem nicht das 2. Haus gehört, weil die ersten vier Häuser nicht den Sternzeichen, sondern dem Element Luft (0/Narr), dem Merkur (1/Magie), dem Mond (2/Hohepriesterin) sowie der Venus (3/Herrscherin) zugeordnet sind. Bei der Fünf-Elementen-Lehre die im Feng Shui den Ton angibt, gibt es kein Element Luft, sondern stattdessen Holz und Metall (z. B. Gold), im H-Alphabet keine "Null", die aus einer 1 eine Billion macht. Der WAF, der nicht nur aus Sicht des Bayerischen Rechnungshofes völlige Narrenfreiheit hat, setzt sich aus zwölf Apostel zusammen. Acht Generaldirektion-Jünger, die beim letzten Abendmahl im Verwaltungsrat sitzen, werden namentlich genannt (www.wafverwalt), die "Staatskommisare aus dem Wirtschafts-/Finanzministerium sind "anonym" und heißen vermutlich Aigner&Söder. Aus der Perspektive ist es nicht verwunderlich, dass die I.l.s.e, die als künftige Ministerpräsidentin gehandelt wird, Anlaufschwierigkeiten hat, schließlich passt ein fränkischer Finanzheimatminister weitaus besser zu einer "Stiftung des öffentlichen Rechts", die weder auf Athos noch auf Andechs, sondern in einer Seitenstraße der Prinzregenten  in einem unscheinbaren Gebäude tagt. Vorsitzender des WAF-Verwaltungsrates ist der Ehrenvorsitzende des Aufsichtrates der MunichRehaVersicherung, die, von Wilhelm Finck gegründet, unter dessen Sohn August, welcher u. a. den kometenhaften Aufstieg des Braunauers förderte, eine gigantische Blüte erlebte. Somit ist es einleuchtend, dass der Nachfolger des MR-Ehrenvorsitzenden im WAF-Schlauchboot sitzt. Der EX-BMW-General geriet 1995 in die Schlagzeilen, als er auf einer Testfahrt am Chiemsee keine Titianic versenkte, sondern nach einem Quandtensprung die Kontrolle über einen Mc-Laren verlor. Ob die MunichReha-Versicherung schlussendlich für den Totalschaden des WAF-Verwaltungsrates aufkommen musste, bleibt das Geheimnis einer Allianz, die ihre dunklen Kanäle zwischen Königin- und Leopoldstraße von namhaften Lichtdesigner farbenfroh illuminieren ließ...
Um ein Haar hätte ich meine Leicamera fallen lassen, als ich durch den Sucher die komplementäre Grünfärbung der "roten" Allianz-Arena wahrnahm, doch zum Glück verhinderte Mamba Garcia, die mich auf den Olympiaberg begleitet hatte, den Absturz. Kaum hatte ich mich von dem Schreck erholt, kam mir die selbstverzehrende Ouroboros-Schlange in den Sinn, die laut Wikipedia in der Alchemie, einen in sich geschlossenen und wiederholt ablaufenden Wandlungsprozesses der Materie symbolisiert, der im Erhitzen, Verdampfen, Abkühlen und Kondensieren einer Flüssigkeit zur Verfeinerung von Substanzen dient. Nach diesem Erkenntnisblitz fokussierte sich mein Lobus Frontalis (Stirnlappen) auf das benachbarte Müllviertel Großlappen, in dem die Feuerlilie mit Argonaut "Sliwowitz" und Lady Shamrock geb. Schreck nach der Ackerblüte suchten. Während ich über den in sich geschlossenen Wandlungsprozess nachdachte, bei dem durch Erhitzen, Verdampfen, Abkühlen und Kondensierung eine Essenz entsteht, die sich die Al Lydi in Gold aufwiegen lässt, drückte die Grüne Mamba auf den Auslöser, um ein Gänseblümchen zu digitalisieren. "Schau wie süüüß". "Gibt es auch 'ne Gänseblümchenblütenessenz?" Garcia schloss die Augen. "Lass mich nachdenken, soviel ich weiß unterstützt die Bella Perenna, das auch Tausendschön oder Margaritli genannt wird, Klarheit und Ordnung und gilt als Roter Faden im Denken". "Pella Berenna" wiederholte ich und erinnert mich an meine Tochter Berena, die einen Tag nach dem 56igsten Geburtstag des Feldafinger Poltergeisters in einer Privatklinik hinter dem Lembachhaus zur Welt kam, ohne meine Mutterinstinkte wecken zu können. 7 Jahre später, als "Das Boot" in den Deutschen Kinos zum Kassenschlager forcierte, sorgte die eifersüchtige Stiefmutter des Gänseblümchens dafür, dass ich aus ihrem Reich verbannt wurde, das der Thronfolger einst dem Dornröschen versprochen hatte. Fortan ließ die Mischpoche, die meine Leibhaftige einschließlich Immobilie adoptiert hatte dafür, kein gutes Haar an einer vermeitlichen Rabenmutter, die schon als Kind lieber mit Gänseblümchen als mit Celluloit-Nazipuppen spielen wollte.
Der Begriff "Rabenmutter" ist eine lutherische Erfindung, den es nur in der deutschen Wikipedia-Sprache gibt, obwohl es weltweit Gebärmütter gibt, die an postpartalen Depressionen verkümmern  Meinen Baby Blues komponierte die 13te Fee, die nicht zu meiner Taufe geladen worden war, da meine Mama nicht alle Tassen im Schrank hatte. Folglich fiel ich an meinem 15. Wiegenfest (22. März 1971) in einen dornröschenähnlichen Schlaf, aus dem ich nicht 100 Jahre sondern 35 Jahre später im Garten der Münchner Universitätsfrauenklinik mit der Erkenntnis erwachte, dass ich nicht ICH sondern 50 Jahre mit einer falschen Identität aufgewachsen bin. Das mag für alle, die nicht in meiner Haut stecken, unbedeutend erscheinen, doch ich selbst war in der Zeit, als ich meine Adoptivtochter gebar, wie eine Schmeißfliege im Netz einer Scbwarzen Witwe gefangen, die mir einredete, dass ich ihre Tochter sei.
"Nenn mich bitte nicht Schmeißfliege sondern  Calliphoridae", brummte ein schillerndes Prachtexemplar, das sich mit ungewaschenen Beinen auf mein Leicamera-Objektiv gesetzt hatte. "Calli - was", knurrte ich und versuchte die S.c.h.e.i.ß.f.l.i.e.g.e zu verscheuchen. "Vielleicht kommt DIE aus Hollywood?", kicherte Garcia, bevor sie mir einen endlosen Vortrag hielt, dass sich Schlangen häuten, um nicht immer in der selben Haut stecken zu müssen. "Stammst du aus California?", fragte ich die Schmeißfliege, die keine Anstalten machte mein "Drittes Auge" zu verlassen, sondern sich genüsslich am Kopf kratzte, während sie auf der blank polierten Glasfläche ein Häufchen hinterließ. "Spinnst du?". "Sehe ich wie 'ne Schwarze Witwe aus?", summte die Fliege wütend. "Mir scheint, dass die Hollywood-Diva keinen Spaß versteht", seufzte Garcia. "Wie sollte ich, giftete die Fliege zurück, "schließlich bin ich im Gegensatz zu dir nicht im tropischen Urwald sondern im Leichenschauhaus aus dem Ei gekrochen!" "Kali? "Calli  mit "C" und zwei "l" bitte!" "Stehst du unter dem Schutz der "Schwarzen"?" "Logisch, schließlich bin ich keine gewöhnliche Schmeißfliege sondern eine Cynomya mortuorum". "Sorry, ich wurde auf einer realen Mädchenkloster- und in keiner elitären Lateinschule aufs Leben vorbereitet!" "Calli gehört zur Gattung der T.o.t.e.n.f.l.i.e.g.e.n, die ihre Eier an Aas explizid an Fischen ablegen. "Dann gehörst du zur Sippe der Fleischfliegen?". "Jetzt sage ich es zum letzten Mal: Ich bin keine Sarcophaga sondern eine Calliphoridae". "Fliege ist Fliege, da gibt's für mich keinen Unterschied", maulte ich zurück und versuchte vergeblich die Schmeißfliege von meiner Linse zu verscheuchen. "Vergiss es, mit meinem Weitwinkel kann deine Leicamera nicht mithalten", kicherte die Schmeißfliege und spielte mit mir solange Katz- und Maus, bis wir uns einigten, dass ich ihr auf meinem Blitzschuh ein Bleiberecht gewähren würde. "Damit wir uns verstehen, auf meiner Brigde werden weder Eier noch Fäkalien abgelegt", brummte ich, während ich meine Linse polierte und über die unappettitliche Herkunft der Verzierung nachdachte. "Wo bist du geboren?" "Sagte ich bereits, in einem Leichenhaus, neugotisch, spätes 19. Jahrhundert!" "Es gibt derer viele - geht's nicht etwas präziser?" "Wenn du es genau wissen willst, ich bin eine gebürtige Altgöttingerin..
Fortsetzung folgt

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