Ich
kann vieles: Menstruieren, gebären, nähren, aufräumen, saubermachen,
kochen, bügeln, stricken, nähen, autofahren, radeln, schwimmen,
zeichnen, schreiben lesen, rechnen, mich dummstellen, faullenzen,
menschärgerdichnicht, monopoly usw. aber eines kann ich nicht:
Kartenspielen. Diesbezüglich ergeht es mir wie dem Boandlkramer der vom
Brandner Kaspar beim Kartl'n über den Tisch gezogen wird. Das Ass im
Ärmel ist der Grasober, der, das weiß ich ofenfrisch aus dem Internet,
im Französischen Blatt (Spiel) kein Mo (bayerisch: Mann) sondern a Wei
(bayerisch: Frau) ist. Madame Glas (galeilig: Grün) ist kein Schätzchen,
dass zur Sache geht sondern eine Methapher für Pallas Athene (römisch:
Minerva). Aus mythologischer Sicht ist die Grüne Minerva eine Kopfgeburt
des Zeus-Jupiter, die im Symbol des ausgestorbenen Illuminatenorden als
Eule und im Logo der Max-Planck-Gesellschaft, welche mit der Akademie
der Wissenschaften in der Residenz und der Bayerischen Staatskanzlei
einen rechten Winkel bildet, als Profil erscheint. Wie alle
Geheimministerien benutzten auch die "kurzlebigen" Illuminaten
(Erleuchteten), deren Bund in der Freinacht 30. April/ 1. Mai 1776 von
Adam Weishaupt (*6. Februar 1748) in der Jesuiten-Universitätsstadt
Ingol(d)stadt gegründet wurde, eine Sprache, die nur "Eingeweihte"
entschlüsseln konnten. So meinten die Weishäuptler, wenn sie "Athen"
betonten, nicht die griechische sondern die Isar-Metropole, die unter
Schönheitskönig Ludwig., der die hellene Kultur vergötterte, zur
Akropolis erblühte. Über den Gründer des Illuminatenorden ranken sich
noch immer viele Gerüch(t)e. So soll Weißhaupt z. B. seine
zwillingshafte Ähnlichkeit mit Freimaurer Washington (*22. Februar 1733)
genutzt haben, um sich als 1. US-Präsident auf dem grünen Dollarschein
zu verewigen. Im Umkehrschluss könnte dies auch heißen, dass
Weltherrscher Washington, welcher offiziell zwei Jahre nach Beendung
seiner 2. Amtszeit am 14. Dezember 1799 auf seinem Herrensitz in
Virginia in die Ewigen Jagdgründe einging, Adam Weishaupts Identität
annahm, um zehn Jahre nach dem Sturm auf die Bastille (14. Juli 1789)
in Old €uropa, mit Aushängeschild Napoleon (**5. Mai 1821 in St. Helena)
als Frontmann, eine New Worldorder zu erschaffen.
Bonaparte, der das bayerische Kurfürstentum zum Königreich machte, ist/war der erste Schritt zu einer NSA-WWWorld, die Insider George Orwell in seinem Kultroman 1984 (*Juni 1949), welcher im Gründungsjahr der Bundesladenrepublik erschienen ist, vorhersagte. Der zweite erfolgte nicht auf der Champs-Élysées (Eleusis/Ingolstadt) sondern in "Athen", wo ein untalentierter Kunstmaler aus Österreich am 24. Februar 1920 im Hofbräuhaus die NSDAP (National Security deutsche Agency Partei) gebar. Der dritte Fortschritt erfolgte an Maria Magdalena am 21. Juli 1969 auf dem Mond, der 4te und jüngste Step an 9/11 (2001), ein historisches Datum, das man(n) hierzulande mit dem deutschen Verschwörungstag verwechseln könnte. Am 9. 11. 1938 war der 43. US Präsident noch nicht geboren, am 11. September 2001 verweilte er nicht in Washington sondern medienwirksam in einer Grundschule im Gourverment seines Bruders, um dort das ABC-Waffensymstem der sogenannten Schurkenstaaten zu studieren. Wo sich der an Sommersonnwende 1983 (21. Juni) in Elisabeth City (North Carolina) geborene künftige CIA/NSA-Mitarbeiter Edward Joseph Snowden an 9/11 1984 aufgehalten ist nicht relevant, jedenfalls machte sich Mr. Showdown nicht wie die Gebrüder Grimm oder George Orwell die Mühe seine Enthüllungen literarisch zu verarbeiten, sondern stellte den Schafskopf beim Grasobern (amerikanisch: Onedollar) direkt ins Internet...
Bonaparte, der das bayerische Kurfürstentum zum Königreich machte, ist/war der erste Schritt zu einer NSA-WWWorld, die Insider George Orwell in seinem Kultroman 1984 (*Juni 1949), welcher im Gründungsjahr der Bundesladenrepublik erschienen ist, vorhersagte. Der zweite erfolgte nicht auf der Champs-Élysées (Eleusis/Ingolstadt) sondern in "Athen", wo ein untalentierter Kunstmaler aus Österreich am 24. Februar 1920 im Hofbräuhaus die NSDAP (National Security deutsche Agency Partei) gebar. Der dritte Fortschritt erfolgte an Maria Magdalena am 21. Juli 1969 auf dem Mond, der 4te und jüngste Step an 9/11 (2001), ein historisches Datum, das man(n) hierzulande mit dem deutschen Verschwörungstag verwechseln könnte. Am 9. 11. 1938 war der 43. US Präsident noch nicht geboren, am 11. September 2001 verweilte er nicht in Washington sondern medienwirksam in einer Grundschule im Gourverment seines Bruders, um dort das ABC-Waffensymstem der sogenannten Schurkenstaaten zu studieren. Wo sich der an Sommersonnwende 1983 (21. Juni) in Elisabeth City (North Carolina) geborene künftige CIA/NSA-Mitarbeiter Edward Joseph Snowden an 9/11 1984 aufgehalten ist nicht relevant, jedenfalls machte sich Mr. Showdown nicht wie die Gebrüder Grimm oder George Orwell die Mühe seine Enthüllungen literarisch zu verarbeiten, sondern stellte den Schafskopf beim Grasobern (amerikanisch: Onedollar) direkt ins Internet...

Grasobern
oder Grünobern ist ein vom Aussterben bedrohtes 4köpfiges Kartenspiel,
das, vor der Erfindung des Internets in den Landkreisen Bad Aibling und
Rosenheim stark verbreitet, in ganz Oberbayern gerne gespielt wurde.
Anders wie beim Green, wo der Ball nicht durch die Luft geschlagen,
sondern mit dem Putter ins letzte Loch befördert wird, benötigt man(n)
für's Grasobern 4x4x4 (32) Tarock/Schafkopfblättern, aus denen die
Sechser (Tarot: VI./Liebenden) bzw. Hexagramme aussortiert werden. Jeder
aus dem Quartett erhält die gleiche Anzahl von Glückspielmünzen zu
einem vereinbartem Wert (z. B. $), der am Ende des Spiels durch Zukaufen
(Verlust) oder Verkaufen (Gewinn) auf den ursprünglichen Zähler
gebracht wird. Ist ein "Grüner" der Meinung, dass er in der glücklichen
Lage sei, sämtliche Stiche zu erlangen, kann er einen Mord ansagen. Der
Mordspieler kann dann seine schlechte Karte, gegen eine bessere
tauschen. Um den mördersischen Vorteil auszugleichen, kann der zum
Tausch aufgeforderte Spieler einen Retour-Bettel auszuspielen,
andernfalls macht der "Rufmörder" sein Spiel. Tauscht dieser nach der
Mordansage keine Karte, spielt er automatisch einen Herrenmord mit
doppelten Tarif. Hat ein Spieler von Anfang an alle Stiche gemacht, kann
er, falls er noch im Besitz von drei Blätter ist, einen Schleichmord
ansagen, welcher ihm sieben Blöcke einbringt, steht auf dem Spickzettel
des Boandlkramers, dem ich zum ersten Mal vor den Sommerferien nach der
Erstkommunion in Begleitung meiner Hollerkreisch (jiddisch: Patin) im
Kloster Schäftlarn begegnet bin. Den Gevater Tod, der im trunkenen
Zustand über die Schulbühne schwankte, spielte damals mein zaundürrer
Vetter Erwin Seitzinger, der im Gegensatz zu mir nicht in die Yantsinger
Volksschule, sondern in die Oberstufe des Benediktiner-Gymnasiums ging.
Auf dem Rückweg von Schäftlarn nach Kempfenhausen, saß ich übertragenen
Sinn neben dem abgeschminkten Boandlkramer aus Percha, der seine Mama,
die nicht nur einen Führerschein sondern ein weißes Käfer-Cabriolet
besaß, vor jeder Kurve ermahnte das Tempo zu drosseln.
Im
Gegensatz zu Cabrioletfahrerin Luise, die sich einen wohlhabenden
Verleger aus Percha geangelt hatte, dem die Affäre mit seiner
Privatsekretärin bei der Scheidung teuer zu stehen kam, zählte meine
führerscheinlose Patentante Rosalie, die mir zur Taufe ihren Namen
schenkte (Susanne Rosalia Haußmann) wie Anita Augspurg zu jenen
feministischen Gründerzeit-Frauen, die sich gegen eine Ehe entschieden
haben. Die Gefährtin meiner God (bayerisch: Taufpatin) ist/wahr eine
kinderlose, verheiratete Hutmacherin aus Pasing, die in regelmäßigen
Abständen ihre Tante in Kempfenhausen besuchte. Hätte Katharina
Josephine (Shossi) Romei regelmäßig bei einem alleinstehenden "Onkel"
genächtigt, wäre Oberinspektor Balthasar Romeis, der als höherer
Postverwaltungsbeamte viel zu bürokratisieren hatte, irgendwann ins
Grübeln gekommen, so aber ging ihm erst nach einem tödlichen
RAF-Bombenangriff auf die Hopfenpost zwischen Arnulf-/Marsstraße und
Rundfunkplatz das Irrlicht auf. "Gell do schaug'st, überall Sodom &
Gomorra", empfing ihn der am 25. Jänner 1934 freiwillig verstorbene
Dreikini, der nach der Frühpensionierung auf der Eisenbahner-Laienbühne
als Brandner Kaspar geglänzt hatte. Die Rolle, so hieß es, war dem Onkel
Fritz (*6. Januar 1854) auf den Leib geschrieben, jedenfalls ließ der
unverheiratete Schürzenjäger in fremden Ehebetten solange nichts
anbrennen, bis ihm das saudumme Maleur mit der Cili passiert ist.

Cäcilia
Haußmann geb. Gerg ist/wahr die Nichte des Dreikini, besser gesagt die
Tochter von dessen Stiefschwester, die nicht wie er aus der ersten
sondern aus der zweiten Ehe des Sendlinger Wagnermeisters Anton Gerg mit
der Tirolerin Hermine Innerhofer hervorgegangen ist. Die Cili, die als
fesche Bedienung in der Sendlinger Schießstätte nach einem passenden
Hochzeiter Ausschau hielt, hatte dem schneidigen Stiefbruder ihrer
Mutter solange schöne Augen gemacht, bis sie in jene Umstände kam, die
ein 46jähriger gutsituierter königlich-bayerischer Lokführer in seinem
Lebenslauf nicht brauchen konnte. Eine Heirat war aufgrund des nahen
Verwandtschaftsverhältnisses ausgeschlossen, aber für Cousin und Cousine
gab es im kirchlichen Eherecht eine Dispens, die dem Dreikini teuer zu
stehen kam. Es war die Schwangere selbst, die den "Onkel Fritzzz" auf
die Idee brachte, in ihrem Namen um die manikürte Hand von Vetter Franz
anzuhalten, der schon als Kind lieber mit Puppen statt Räuber und
Gendarm gespielt hatte. Anders wie der Zwillingsbruder seiner Mutter,
der als echter Halodri galt, interessierte sich der Puppenspieler nur
dann für weibliche Geschlecht, wenn er im Schultheater als Julia auf der
Bühne stand. So gesehen war es nicht verwunderlich, dass der
Uhrmachermeistersohn Franz Haußmann (*24. Dezember 1876) Schauspieler,
Kostümbildner oder Photograph werden wollte. Da jedoch nach väterlicher
Objektivität aus dem verträumten Jüngling ein echt's Mannsbild werden
sollte, kam das verweichlichte Muttersöhnchen in die Obhut des Dreikini,
der, bis auf seine Dampfmaschine, keinem Frauenzimmer treu blieb.
Oberflächlich
machte die Transformation im Dreikini-Junggesellenhaushalt rasch
Fortschritte, da der verhinderte Schauspieler als angehender Lokführer,
der wie alle Eisenbahnpioniere erst als Heizer Erfahrung sammeln musste,
fortan beim Laienkrippenspiel nicht mehr die Jungfrau Maria sondern,
von der Jagdleidenschaft des Patenonkels Friedrich Gerg (*6. Januar
1854) angesteckt, solange den König Herodes spielte, bis der Dreikini
beim Anblick der feschen Cili, die seiner Stiefmutter wie aus dem
Gesicht geschnitten war, den Kopf verlor. Da der "zölibatäre" Franz, der
sich als Kammerzofe verkleidet beim Kocherlball
unsterblich in einen Medizinstudenten aus gutem Hause verliebt hatte,
seinem Onkel keinen Korb geben konnte und die Cili partout zu keiner
Engelmacherin gehen wollte, blieb dem Haussmann Franz in seinem 24ten
Lebensjahr kein anderer Ausweg, als in den sauren Apfel, der am eigenen
Stammbaum hing, zu beißen, zumal ihm sein g'studierter Freund, der einer
pflichtschlagenden Verbindung angehörte, zu verstehen gab, dass eine
Scheinehe für homophile Männer in der gehobenen Gesellschaft nicht
ungewöhnlich sei.
Vermutlich
hätte das "gleichgeschlechtliche" Paar nach der Hochzeit eine
harmonische "Josephsehe" geführt, wenn der Lieblingsbruder meiner
Patentante nicht im Sonntagsg'wand der hochschwangeren Gemahlin Arm in
Arm mit seinem Liebhaber durch den Hofgarten stolziert wäre.
Normalerweise wäre niemand aufgefallen, dass die "schöne Münchnerin" ein
junger Mann im 7ten Himmel ist, wenn die beiden Turteltauben nicht
Hermine Gerg geb. Innerhofer über den Weg gelaufen wären, die ihrer
Tochter das weinrote Kostüm eigenhändig geschneidert hatte. Als Cäcilia
Haußmann fünf Tage vor Heiligabend anno 1900 einen strammen Buben auf
die Welt brachte, hing der schwiegermütterliche Haussegen derartig
schief, dass in Sendling befürchtet wurde, dass der arme Franzl (*19.
Dezember) ohne Papa wird aufwachsen müssen. Zum Glück gab es den
Dreikini, der die Wogen glättete, indem er die erzürnte Mischposche
davon überzeugte, dass der Skandal aufgrund einer Polterabendwette
zustande gekommen sei. Obendrein überließ der großzüge Onkel der jungen
Familie seine geräumige möblierte Neuhauser
Eisenbahnergenossenschaftswohnung, in der der haußmännische Stammhalter
vom Heiligengeist gezeugt worden ist. Dem anyonymen Kindsvater genügte
übergangsweise ein Feldbett in seiner Schrebergartenlaube, die er erst
aufgab, als er das verfallene Anwesen in Yantsing, das, so wurde
gemunkelt, dem legendären Posthalter Hirner gehört haben soll, erworben
hatte.
Aufmerksam wurde
der Dreikini auf das Geisterhaus, in dem ich bis zum 17ten Lebensjahr
heranreifte, durch einen versiegelten JHS-Brief, den er im
großväterlichen Nachlass entdeckt hatte. Darin offenbarte ein
jesuitischer Kunsthistoriker, dass die Gnadenmadonna Maria Hilf von
Lukas Cranach, auf dem Weg von Passau nach Innsbruck, gegen eine Kopie
vertauscht worden sein soll. Dieser Hinweis deckte sich mit genetischen
Anekdoten, die nicht nur den 30jährigen Krieg sondern alle folgende
überlebt hatten, und deshalb radelte der abenteuerlustige Dreikini an
einem lauen Frühlingstag vom Bahnhof Kirchseeon durch den Sauberger
Forst nach Yantsing, um seine Fühler auszustrecken. Der Zufall wollte
es, dass ein alter Mann im abgezäunten, verwilderten Garten ein
Kartoffelbeet anlegte. Nach dem obligatorischen Wortwechsel unterbrach
dieser seine Tätigkeit, holte aus einem Versteck hinter dem Abort den
Schlüssel und zeigte dem Fremden nach einem Rundgang durch den
Obstgarten das heruntergekommene Haus, das seit Jahrzehnten nicht mehr
bewohnt schien. "Do is a g'hängt", flüsterte der Totengräber, der vom
Kirchenwirt die Erlaubnis bekommen hatte, im brachliegenden Garten
Kartoffel und Gemüse zu pflanzen und machte einem Stoßgebet folgend
eilig drei Kreuzzeichen. "Wer hod se do versündigt?", fragte der
Dreikini, obwohl er die Antwort schon wusste. "A Jesuit aus Innsbruck",
antwortete der Totengräber, der sich nach der aufschlussreichen
Hausbesichtigung bereitwillig zum Kirchenwirt auf einen "Leichenschmaus"
einladen ließ. "Auf dein Wohl, Kaschpar - vergelt's Gott Fritz".
Um
keinen Argwohn wecken, lenkte der Dreikini sein Interesse auf die
Hirnerstraße und hakte nach, ob damit jener Posthalter gemeint sei, über
den der Kobell ein Mundartgedicht verfasst hätte. "Freilich", nickte
der G'schafftelhuber, der aufgrund seines Berufes nicht allzuviel
Freunde hatte, übereifrig, denn woher hätte der Lokalpatriot wissen
können, dass der Lokführer, welcher in Yantsing seinen Lebensabend
verbringen wollte, auf den legendären Posthalter gar nicht gut zu
sprechen war. "Der Hirner hod uns verkauft", pflegte der Großvater des
Dreikini, Wagnermeister Sebastian Gerg, im Zusammenhang mit der
Sendlinger Mordweihnacht zu sagen, der nur deshalb nicht fürs
napoleonische Vaterland sterben musste, weil seine Fruchtblase am 14.
Juli 1789 (Sturm auf die Bastille) geplatzt ist. Nicht auszudenken was
passiert wäre, wenn der gebürtige Tölzer wie die rekrutierten Burschen
seines Jahrganges gegen den Sandner Wirt hätte kämpf'n müss'n. "Wenn se
d'Wittelsbacher die Tiroler ned zum Feind g'macht hätt'n, war in's Kini
ned in da Würm da'suffa", sagte der Dreikini vollkommen unerwartet in
einem Bariton, .der durch die leere Gaststube hallte. "Mo, dua de ned
versündigen", reagierte der Totengräber erschrocken, "ned das'd am End
no wega Majestätsbeleidigung noch Stadlheim kimmst". "O mei
Doad'ngroba", brummte der Dreikini zufrieden, "wenn'd Schandarm kemma
mach is wie eia Posthalter und kim eanna einfach wied'a aus".

"Do
moan i brauchst an groaß'n Schutzengl", erwiderte der Kandler Kaschpar,
bevor er am nächsten Obstler erwärmte. Es dauerte nicht lange bis der
Nachfahre derjenigen, die in der Sendlinger Blutweihnacht umkamen,
wusste, dass der Jesuit, der sich im Hirnerhaus erhängt hatte, aus dem
Canisius Kolleg Innsbruck gewesen sei. D'Leit so'gn, dass den wega de
Sacha noch Minga g'schickt ham, d'z Tirol bei da napolionischen
Sekularisation verschwunden san. "Und warum hod sich der jesuitische
Kunstexperte ned z'Minga im Jesuitenstift sondern in dera Bruchbude
ei'quartiert?", unterbrach der "Beichtvater" den redseligen Informanten:
"De Hiawa, des kon koa Fremda wiss'n, war für's Gesinde, g'wohnt hod a
Jesuit, Gott sei seiner armen Seele gnädig, im Yantsinger Benefizium,
das der Posthalter Xaver Hierner zum Dank für die wundersame Errettung
seines Vaters, am 11. Dezember 1722 dem Freisinger Bistum stiftete. "Oa
doude Hand wascht'd andere", dachte der Dreikini, bevor ihm der
Canisius-Altar in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael in den Sinn
kam, welche in der großväterlichen Geheimsprache Argonautenschiff
geheißen hat. Den Altar selbst nannte der Wastl-Opa, der seinem am
Dreikönigstag 1854 geborenen Lieblingsenkel passiven Widerstand
vorlebte, in Anlehnung an die lateinische Wölfin, die Romulus und Remus
säugte, "Hundshüttn". "So, so, aus'm Innsbrucker Canisius Kolleg",
wiederholte der Dreikini und schenkte dem Totengräber noch einen Obstler
nach, bevor er aus taktischen Gründen vor dem unsichtbaren Kirchenwirt,
der das Zwiegespräch in der Gaststube von der Küche aus belauschte,
seinen Großvater erwähnte, der nicht verstehen konnte, dass so einer wie
der Canisius selig gesprochen werden konnte. "Bei an jed'm lasst si wos
Guat's find'n, aba vor dem graust's sogar am eisigen Luzifer", pflegte
der gebürtige Tölzer, der die Tochter des Sendlinger Wagnermeisters
Ignaz Kammerloher geheiratet hatte, zu sagen, wenn der historische
Freizeitforscher in Begleitung seines Lieblingsenkels seiner
Leidenschaft frönte". Diese Methapher war eine Anspielung auf Dante'
"Göttliche Komödie", die der Stellmachermeister auswendig konnte.
"Brutus
& Cassius haben einen Tyrannen verraten, der "selige" Canisius
hingegen verschwört sich gegen jene, die unter der Willkür des Pontifex
Maximus zu leiden haben", steht rot unterstrichen in der Vita des
Dreikinis, den C+B+M seinem "Lieblingsneffen" Franz Haußmann nach der
Ermordung Kurt Eisners bis zu seinem Lebensende (**25. Januar 1934)
diktierte. Aus der familiären Chronik geht hervor, dass Friedrich Gerg
nach der Abdankung des letzten bayerischen Königs nicht nur mit den
Räten sympathisierte, sondern die Zenzi Mühsam während der 4jährigen
Haftstrafe ihres Mannes im Kloster Niederschönenfeld finanziell und
organisatorisch unterstützte. Beim Wolfauslassen 1923 vor der
Feldherrenhalle sympatisierte er hingegen mit den Hitlerianern, doch
nachdem er ein Jahr nach der Heiligsprechung des IHS-Hexenjägers zum
72ten Dreikinifest vom Yantsinger Bürgermeister "Mein Kampf" geschenkt
bekommen hatte, wurde ihm bewusst, dass das räudige Wolfsrudel die
Canisius Hund(l)inge in den Schatten stellen würde. So gesehen war es
für den Dreikini keine Überraschung, dass in den Iden des März
1933 das KZ Dachau eröffnet wurde, in die jene Unbeugsamen weggesperrt
wurden, denen man(n) nach der Niederschlagung der Räterepublik, die den
blutjungen Freistaat vom 7. April bis zum 2. Mai 1919 "regierte", nicht
habhaft werden konnte.
Die
"Heiligsprechung" des Petrus Canisius durch Papst Pius im Jahr 1925 war
mit ein Grund, weshalb der Dreikini nicht mehr zum Kommunizieren ging.
Sogar sein "Biograph" musste ihm versprechen, den Yantsinger
Dorfgeistlichen erst dann zu holen, wenn es mit ihm vorbei sei. Um auf
Nummer "Sicher" zu gehen ließ sich der Gerg-Vata, wie er von den
Ureinwohnern genannt wurde, zum 80ten Wiegenfest beim Kirchenwirt noch
einmal großartig feiern, bevor er sich in der Nacht vom 24./25. Janurar
1934, in der das Thermometer auf unter Minus 20° fiel, mit einer Flasche
Kerschgeist unbemerkt aus dem Hirnerhaus schlich, das er zwei Jahre
zuvor seinem Bua als Mitgift überschrieben hatte. Als der 80jährige
Freigeist nicht wie gewohnt zum familiären Frühschoppen erschien, bat
die besorgte Gerg Cilli ihre Schwiegertochter nach dem Hallodri zu
schauen. Die leidenschaftlich Bogenschützin, der der Dreikini das stade
Wildern mit der Steinschleuder schmackhaft gemacht hatte, erkannte auf
den ersten Blick, dass die frischen Fußspuren in den verschneiten
Obstgarten nicht mehr zurückgekehrt waren. Als Alexandra Haußmann geb.
Huber ihren nur mit Nachthemd, Joppe und Filzpantoffel bekleideten
erfrorenen Schwiegervateronkel unter dem Apfelbaum entdeckte, ahnte sie,
dass sich der Dreikini an Paulus Bekehrung (25. Januar) freiwillig vom
Boandlkramer nach Avalon hat bringen lassen. Für die meisten
Hinterbliebenen, die beim Leichenschmaus in dem mit Hakenkreuzfahnen
geschmückten Saal des Yantsinger Kirchenwirts regen Anteil nahmen,
basierte die Todesursache auf dem saudummen Umstand, dass der
sturzbesoffene Dreikini auf dem Weg zum Frischluftabort die Orientierung
verloren hatte. Nur die Cili und deren Schwiegertochter ahnten, dass
der "Unfall" kein Zufall gewesen ist, da im Austrag des Gerg Vata' statt
eines Abschiedbriefes neben "Mein Kampf" auf der Eckbank unter dem
Herrgottswinkel ein Heiligenbild vom Canisius sowie ein Grasober lag, welcher im französischen Blatt der Pikdame bzw. Pallas Athene entspricht...

http://gutenberg.spiegel.de/buch/4758/1
Als
ich in einem geerbten Bauernschrank, der bis zum Ableben meiner
großmütterlichen Alleinerziehenden im Keller derer Eigentumswohnung in
der Clanze 49 stand, die feinsäuberlich handgeschriebene Familienchronik
nebst einigen alten Zeitungsausschnitten entdeckte, blieb ich bei der
ersten Lesung an der Oberfläche, da ich die unsichtbaren Botschaften
bzw. Metapher meiner hausmännischen Ahngeister nicht entschlüsseln
konnte, doch im Internetzeitalter gelang es mir mit Hilfe der
Google-Männer den Code zu knacken nach dem Lebensmotto: Meine
Baba schenkte mir Vertrauen, mein Papa Vitalität, meine Liebhaber
setzten mir Grenzen. Endlose Jahre verbrachte ich in einer Höhle. Fasten
und Meditation klärten meinen Geist. Eine Rassel, gefüllt mit
Kristallen, ließ mich das Gedächtnis und die Sprache meines Körpers
verstehen. Ich erinnerte mich an all die Formen und Gestaltungen, die
ich einmal war. Ich bin die Tochter der Sinne – der Besinnung. Vertieft
in die Archäologie meines Stammlandes ging ich viele Wege. Kreisförmig,
spiralförmig erfuhr ich mich über die Schichten meines Seins. Ging durch
Wüsten, bewohnte und unbewohnte.
Quelle: Margarete Petersen - Tochter der Münzen (Grasober)
Der
aufschlussreiche Wortlaut stammt aus der Feder von Margarete
Petersen, deren Tarotkarten mich seit 13 Jahren durchs Leben
begleiten. Am Anfang ging es mir mit dem Orakel wie mit der
Familienchronik, doch im Laufe der Zeit ist es mir gelungen, die
Feinstoffe bzw. den Staub der sich zwischen den gedruckten Zeilen
ansammelt herauszufiltern, sodass ich Wurzel, Stamm und Krone meines
Weltenbaumes verbinden kann. In meinem Fall ist Yggdrasil keine teutsche
Aiche und auch keine Weltesche, sondern ein uralter Apfelbaum an dessen
mächtigem Geäst eine Schaukel hing, auf der ich bis zum erzwungenen
Ortswechsel im Oktober 73, der aus mir bis April 91 eine entwurzelte
Nomadin machte, in den Himmel fliegen konnte. Der Schaukelbaum, unter
dem
der Tree/Dreikini am 25. Januar 1934 steifgefroren aufgefunden wurde,
ist ebenso wie das Hirnerhaus, das trotz Denkmalschutz abgerissen wurde,
Historie, übrig blieb eine Sackgasse, die handgeschriebene
Familienchronik sowie ein alter Zeitungsartikel, in dem der Dreikini als
"Heimatlicher Komponist" beschrieben ist.

Am17. 12. 1929 erschien in den Oberbayerischen Heimatblättern auf der Rückseite einer Lena-Christ-Kurzgeschichte eine von Yantsinger Dorfschullehrer Angerer verfasste Laudatio über einen Mann, : "…vor etlichen 30 Jahren wanderte ein Lokomotivführer, der damals die Strecke München-Simbach befuhr, zu nächtlicher Stunde von Markt Schwabing nach Yantsing. Ein körperliches Leiden zwang ihn, wider seinen Willen sein Gesuch um Ruhestandsversetzung einzureichen. Untätig dahinzudösen fiel ihm aber gar nicht ein. Er wollte der Menschheit nach besten Kräften weiterhin dienstbar sein. Fast sämtliche bayerische Eisenbahnlinien hatte er befahren und nun hieß es in absehbarer Zeit vom geliebten Dienst Abschied zu nehmen. Da hörte er, dass in Yantsing ein nahezu ganz zertrümmertes Anwesen feil sei. Nachts traf er dort ein. Schon das erste Haus des Dorfes sah in seinem herabgekommenen Zustand dem gesuchten Anwesen gleich: schadhaftes Dach, ruinöses Mauerwerk, verfallene Zäune, ein verwilderter Garten, kurz alles in einem unbeschreiblichen Zustand. Sofort tauchte in dem Nachtwandler der Gedanke auf, das Gesuchte gefunden zu haben. Der Mond zeigte nur zu deutlich die Spuren des Verfalls, aber die Lage war schön, das Anwesen idyllisch an eine kleine Erhebung hingeklebt. Immer wieder versuchte der Kaufliebhaber das vergatterte Anwesen näher zu betrachten und als endlich frühmorgens in einer nahe gelegenen Wirtschaft Licht gemacht wurde und ein dienstbarer Geist die Morgensuppe an den Herd stellte, trat unser Besucher ein, um sich von der Nachtfrische zu erholen und neue Kräfte für den kommenden Tag zu sammeln. Seine Vermutung, dass das erste Haus das gesuchte Anwesen sei, bestätigte sich. Nachdem der geforderte Preis nicht allzu hoch war, wurde der Handel bald abgeschlossen. Ein Eisenbahnwagon voll Werkzeug und Materialien, die sich der Käufer so nach und nach erworben hatte, sollte dazu dienen, das dem Verfall nahe fast 200 Jahre alte Haus instand zu setzen. Der Käufer war Herr Friedrich Gerg, Lokomotivführer aus Simbach. Geboren am 6. Januar 1854 zu München-Sendling als Sohn eines Wagnermeisters, war er das 11te lebende Kind und wurde in seiner Jugendzeit schlecht und recht war, erzogen. Gern rühmt er sich heute noch, dass sein Vater eine fühlbare Handschrift führte und auch seine Freigiebigkeit mit derartigen Erziehungsmitteln nichts zu wünschen übrig ließ. Bei einer solchen Kinderzahl muss aber auch Zucht und Ordnung stramm sein, sollten die elf Sprösslinge taugliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft werden und später den Anforderungen des Lebens gewachsen sein…

Am17. 12. 1929 erschien in den Oberbayerischen Heimatblättern auf der Rückseite einer Lena-Christ-Kurzgeschichte eine von Yantsinger Dorfschullehrer Angerer verfasste Laudatio über einen Mann, : "…vor etlichen 30 Jahren wanderte ein Lokomotivführer, der damals die Strecke München-Simbach befuhr, zu nächtlicher Stunde von Markt Schwabing nach Yantsing. Ein körperliches Leiden zwang ihn, wider seinen Willen sein Gesuch um Ruhestandsversetzung einzureichen. Untätig dahinzudösen fiel ihm aber gar nicht ein. Er wollte der Menschheit nach besten Kräften weiterhin dienstbar sein. Fast sämtliche bayerische Eisenbahnlinien hatte er befahren und nun hieß es in absehbarer Zeit vom geliebten Dienst Abschied zu nehmen. Da hörte er, dass in Yantsing ein nahezu ganz zertrümmertes Anwesen feil sei. Nachts traf er dort ein. Schon das erste Haus des Dorfes sah in seinem herabgekommenen Zustand dem gesuchten Anwesen gleich: schadhaftes Dach, ruinöses Mauerwerk, verfallene Zäune, ein verwilderter Garten, kurz alles in einem unbeschreiblichen Zustand. Sofort tauchte in dem Nachtwandler der Gedanke auf, das Gesuchte gefunden zu haben. Der Mond zeigte nur zu deutlich die Spuren des Verfalls, aber die Lage war schön, das Anwesen idyllisch an eine kleine Erhebung hingeklebt. Immer wieder versuchte der Kaufliebhaber das vergatterte Anwesen näher zu betrachten und als endlich frühmorgens in einer nahe gelegenen Wirtschaft Licht gemacht wurde und ein dienstbarer Geist die Morgensuppe an den Herd stellte, trat unser Besucher ein, um sich von der Nachtfrische zu erholen und neue Kräfte für den kommenden Tag zu sammeln. Seine Vermutung, dass das erste Haus das gesuchte Anwesen sei, bestätigte sich. Nachdem der geforderte Preis nicht allzu hoch war, wurde der Handel bald abgeschlossen. Ein Eisenbahnwagon voll Werkzeug und Materialien, die sich der Käufer so nach und nach erworben hatte, sollte dazu dienen, das dem Verfall nahe fast 200 Jahre alte Haus instand zu setzen. Der Käufer war Herr Friedrich Gerg, Lokomotivführer aus Simbach. Geboren am 6. Januar 1854 zu München-Sendling als Sohn eines Wagnermeisters, war er das 11te lebende Kind und wurde in seiner Jugendzeit schlecht und recht war, erzogen. Gern rühmt er sich heute noch, dass sein Vater eine fühlbare Handschrift führte und auch seine Freigiebigkeit mit derartigen Erziehungsmitteln nichts zu wünschen übrig ließ. Bei einer solchen Kinderzahl muss aber auch Zucht und Ordnung stramm sein, sollten die elf Sprösslinge taugliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft werden und später den Anforderungen des Lebens gewachsen sein…
"Nachtwandler"
Gerg, der nach einer heißen Suppe beim Yantsinger Kirchenwirt das
verfallene Anwesen, Erdinger Straße 15 erwarb, schenkte das 230-jährige
Haus nebst ca. 6000 Quadratmeter Grund dem selbsterzeugten Neffen
Franz Haußmann, der seine Witwe, Anka Haußmann geb. Popp, geschiedene
Isajlovic, acht Jahre nach der Hochzeitsnacht zur Alleinerbin machte. Halbwaise Susi (*22. März 1956)
erhielt 1962 an ihrem 6ten Geburtstag den väterlichen Pflichtanteil von
25 Prozent sowie diverse Geschenke, die "Schutzengel Franz" an
Weihnachten vergessen hatte", schrieb ich am 18. März 2010 in einen
Heimat-Blog, den ich anlässlich der Yantsinger 1200-Jahrfeier an Georgi 2012 (23. April)
ins Netz stellen wollte, doch dann flogen die Tage dahin, ohne dass ich zu einem Orgasmus
kam, da ich mich, die Ahngeister mögen es mir verzeihen, auf ein
unwiderrufliches Erbe und nicht auf jenen unbezahlbaren Nachlass
konzentrierte, der sich nicht in Gold aufwiegen lässt...
Man
ist als Erblasser grundsätzlich frei in seiner Entscheidung, wen man
als Erben seines Vermögens einsetzen möchte. Oftmals wird man gute
Gründe dafür haben, nächste Angehörige von der Erbfolge auszuschließen.
Für eine Enterbung reicht es bereits aus, wenn man in seinem Testament
anordnet, dass eine bestimmte Person als Erbe ausgeschlossen sein soll.
In diesem Fall ist die enterbte Person auch von der gesetzlichen
Erbfolge ausgeschlossen. Die Entscheidung jemanden zu enterben, bedarf
keiner Begründung und erstreckt sich im Zweifel auch auf die Abkömmlinge
der enterbten Person.
http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/enterbung/enterbung_01.html
Als
ich Anfang März 1991 vollkommen ahnungslos eine Durchschrift in Händen
hielt, die dokumentiert, dass ich mit fünf Jahren notariell vom
väterlichen Erbe ausgeschlossen wurde, fragte ich mich nach dem Grund,
begann zu recherchieren, suchte nach Vergleichsmöglichkeiten und begann,
um einen Überblick zu bekommen
bzw. die genetischen Zusammenhänge besser verstehen zu können, die
Vergangenheit durch Schreiben zu analysieren. Dornröschen erwachte nach
100 Jahren aus dem gleichnamigen Koma, bei mir
gingen bereits in der Halbzeitpause die Lichter an, jedenfalls ahnte
ich bereits an meinem 50ten, dass ich nicht die bin, die
ich zu sein glaubte, sondern ein sogenanntes "Kuckuckskind" bzw. ein
Schaf, das mit den Wölfen heulte. Das dunkle Familiengeheimnis wurde von
allen
Beteiligten sorgfältig gehütet, bis der sterbenskranke Franz Haußmann in
seiner Todesangst zum "Verräter" und das Kind beim richtigen Namen
nannte. Beichtvater Heitzmann, war/ist nicht der einzige "Kirchenfürst",
der einem reuigen Erbsünder vor der Absolution das "Goldene Vlies" über
die Ohren zog und den Bock zum Gärnter machte nach der Devise: "Durch
diese heilige Salbung und seine mildreichste Barmherzigkeit lasse dir
der Herr nach, was du durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Reden,
Berühren, Gehen gesündigt hast - Amen". Um nach dem Leichenschmaus den Pflichtanteil
berechnen zu können, wurde die Franz-Haußmann-Immoblie ohne Angabe von
Quadratmeter vom damaligen 2ten Yantsinger Bürgermeister wie folgt geschätzt:
1. Wohnhaus und Nbenräume - ohne Angabe von Quadratmeter, Tagwerk usw. - 7.000 DM
2. Garten mit Wurzgartl - ohne Angabe von Quadratmeter, Tagwerk usw. - 3.500 DM
3. Gartenland zum Teil mit Fichten, Lärchen und Kieferneu bepflanzt usw. 4.500 DM
4. Heuwagerl und Hauswerkzeug - 15 DM
5. 3 Betten 450 DM
6. Wohnzimmer Einrichtungsgegenstände 100 DM
7. 2 Radio 100 DM
8. Kücheneinrichtung 120 DM
9. Wäsche und sonnstiges Kleinzeug Kleider 200 DM
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Unter
dem Strich kam eine Summe von 15.585 DM heraus, die, am 24. Januar 1962
trotz fehlender Dimension von der Gemeinde offiziell mit Stempel und
Unterschrift beurkundet, seitens des Sauberger Vormundschaftsgerichtes
abgesegnet wurde. Meine Interessen vertrat ein frisch vermählter
Kirchenwirt, dessen Schwiegergroßvater dem Dreikini das Hirnerhaus
verscherbelt hatte. Da 1/4 von 15.585 eine ungerade Summe
ergibt, wurde mein Pflichtteil von 3896,25 DM auf 5000 DM erhöht und auf
ein Sperrkonto der SPARDA-Bankfiliale in der Arnulfstraße (ehemals
Salzstraße) überwiesen, die von meinem Arbeitsplatz nur einen
Katzensprung entfernt ist. Was meine Ahngeister betrifft, zu denen auch
der Dreikini zählt, dessen Bild im Yantsinger Geisterhaus ich als Kind
anschauen musste, wenn mir der rechte Zopf geflochten wurde, genieße ich
zwischen Nymphenburger und der alten Salzstraße einen spirituellen
Heimvorteil, der es mir möglich macht, mich auf den Lorbeeren
auszuruhen. Während andere, dem Parkinsonschen Gesetz folgend, sich im
Hamsterrad der Bauverwaltung zu Tode treten, nutze ich meine
künstlerische Freiheit, um ohne Zensur hinter die Kulissen von BB (big
brother) zu blicken. In diesem Sinn gleite ich an Sonnwende 2013 (21.
Juni) mit meinem silbernen Steppenwolf nach Leutstetten, um mich mit
zwei Königinnen im Leutstettner Biergarten zu treffen, in den schon
meine hausmännischen Ahngeister, welche u. a. als Königlich Bayerische
Lokführer die Strecke München-Tutzing-Weilheim-Murnau befuhren,
eingekehrt sind...


Fortsetzung folgt...
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